Nazi Lauck NSDAP/AO Chronologie . . .

Nazi Lauck NSDAP/AO

Die NSDAP/AO Chronologie

 

 

1972

Herbst. Die NSDAP/AO wird gegründet.

 

1973

Die erste Ausgabe der deutschsprachigen Zeitung NS Kampfruf (NSK) erscheint. Seit Herbst dieses Jahres ist der NSK eine Boulevardzeitung. Die Druckauflagen der Hakenkreuzaufkleber erhöhen sich von 1000 auf 100,000 Stück.

 

1974

10. November bis 6. Dezember. Laucks Rede in Hamburg sorgt für Schlagzeilen in der Hamburger Morgenpost. Das Hamburger Innenministerium fordert Laucks Ausweisung. Lauck taucht unter und verlässt später freiwillig Deutschland.

 

1975

April. Die erste Ausgabe der englischsprachigen Zeitung der NSDAP/AO, des NS REPORT, wird veröffentlicht. (Später umbenannt in THE NEW ORDER).

 

1976

März bis Juli. Gerhard Lauck wird mit 20,000 Hakenkreuzaufklebern in Deutschland verhaftet. Nach 4 ½ Monaten Gefängnis wird er zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt und des Landes verwiesen. Während dieser Zeit verfasst er den NSDAP/AO Leitfaden „Die NSDAP/AO: Strategie, Propaganda und Organisation".

3. Dezember. Das FBI droht Lauck mit einem Untersuchungsverfahren, weil jemand Hakenkreuzaufkleber an die Tür eines schwarzen Politikers in San Francisco klebte.

 

1977

15. März. Lauck kehrt für einen Monat nach Europa zurück. Größere Aktivitäten auf diesem Kontinenten sind erfolgreich und fordern keine Verluste, lediglich mit Polizeiüberwachung wurde man konfrontiert. Während einer Zeitspanne von vier Wochen verweigert das britische „Home Secretary" zweimal Laucks Einreisegenehmigung und verweist ihn des Landes, und während eines Aufenthaltes in Belgien wird sein Gepäck fünfmal durchsucht.

Der Verfassungsschutzbericht des Jahres 1977 berichtet von einem kontinuierlichem Wachstum des Nationalsozialismus. Während der Zeit von 1974 bis 1977 steigt die Zahl von vermeintlichen NS Aktivisten von 100 auf 900 und die der „Hakenkreuz-Aktivitäten" von 20 auf 410 an, weitläufig wegen der NSDAP/AO.

 

1978

September. Die TNO Ausgabe #17 enthält einen Bericht, demzufolge Deutschland eine Anklage Laucks plant und später sogar über eine mögliche Anklage wegen „Terrorismus" spekuliert.

 

1979

Januar. Zwei deutsche Fernsehtürme werden während der Ausstrahlung des Films „Holocaust" zerstört.

21. Januar. Laucks Interview mit Dan Rather erscheint in der Sendung CBS Sixty Minutes. Die Postanschrift der NSDAP/AO wird sehr deutlich am Anfang und am Ende der Sendung gezeigt, was eine Flut von Einsendungen zur Folge hat. Die Sendung wird am 15. Juli erneut gezeigt.

Juli. Deutschlands Innenminister Gerhard Baum und Bundesstaatsanwalt Kurt Rebmann informieren die Presse über ihre Untersuchungen bezüglich der NSDAP/AO und betonen, daß die NSDAP/AO die Anzahl ihrer Unternehmungen steigert und (so ihre Behauptung) Kontakt zu deutschen „Neonazi-Terroristen" aufweist.

23. August. Gerhard Lauck sagt im größten „Neonazi-Terroristenprozess" der deutschen Nachkriegsgeschichte für Michael Kühnen aus, nachdem ihm eine zeitweilige Amnestie gewährt wird.

 

1981

25. Juni. Lauck wird in Zweibrücken in Abwesenheit angeklagt wegen der Verbreitung von NS Propagandamaterial.

 

1982

29. Juni. FBI Agent „Howard" besucht Lauck, behauptet er besitze Beweise über größere Geldüberweisungen, bezichtigt ihn des Terrorismus und droht mit gerichtlichen Folgen, um seine Publikationen zu stoppen.

 

1983

Martin Mendelsohn, Leiter des Simon Wiesenthal Centers in Los Angeles, macht Lauck in einem Brief Komplimente, indem er ihn als „den heutzutage wahrscheinlich gefährlichsten amerikanischen Neonazi" bezeichnet.

5. Oktober. Die kanadische Regierung verbietet die NSDAP/AO Zeitung The New Order.

 

1988

Lauck wird aufgefordert, an seinem Gerichtsverfahren in Bremen wegen propagan-distischer Tätigkeit am 6. Dezember zu erscheinen.

 

1989

Lauck wird „limitierte Amnestie" vom Frankfurter Gerichtshof angeboten, um erneut in einem Verfahren für Michael Kühnen auszusagen (wie er es schon im August 1979 tat). Jedoch fügt der Gerichtshof hinzu, daß es einige Haftbefehle gäbe, welche von anderen Gerichtshöfen ausgestellt seien, und daß sich die Amnestie nicht auf diese beziehe. Lauck weigert sich, dieses Angebot anzunehmen.

 

1990

Durch den Fall der Berliner Mauer erfährt die NSDAP/AO und die nationalsozialistische Bewegung einen massiven Wachstum.

Juli. Lauck und Kühnen werden vom schwedischen Fernsehen sowohl in Dänemark als auch in Ostberlin interviewt. Dieser Dokumentarfilm namens „Wahrheit macht frei" wird später in über sechzehn Ländern ausgestrahlt.

Die NSDAP/AO startet die Produktion der schwedischsprachigen Zeitung Sveriges Nationella Förbund als Zusammenarbeitsprojekt mit der schwedischen NS Organisation SNF.

 

1991

August. Die NSDAP/AO startet die Produktion der Kampfschrift Új Rend in ungarischer Sprache.

September. Lauck nimmt an einer Reihe von Versammlungen in Nordeuropa teil.

 

1992

2. Januar. ABC-Frontline sendet ein Interview mit Gerhard Lauck und dem Österreicher Gottfried Küssel. (Beide waren enge Mitarbeiter des verstorbenen Michael Kühnen.)

7. Januar. Gottfried Küssel wird in Österreich verhaftet, weil er in einem US Fernseh-interview politische Freiheit forderte. Keine Freilassung bis Juli 1999.

Weltweite Offensive – Die NSDAP/AO gibt gleichzeitig Zeitungen in fünf Sprachen heraus: Französisch, Holländisch, Spanisch, Portugiesisch und Italienisch.

9. März. Gerhard Lauck sagt im längsten NS Prozess der deutschen Nachkriegs-geschichte in Stuttgart aus, nachdem ihm eine zeitweilige Amnestie gewährt wird.

Das Simon Wiesenthal Center zitiert Laucks ABC Primetime Interview vom 2. Januar dieses Jahres: „Ich halte Adolf Hitler für den größten Mann, der je gelebt hat ... aber er war zu human."

Sommer. Die NSDAP/AO sponsert die auf einem öffentlichen Sender ausgestrahlte Fernsehsendung Race and Reason (zu deutsch: Rasse und Vernunft), welche in Tampa, Florida produziert wird.

Sommer. Die NSDAP/AO veröffentlicht die erste „Mini-Ausgabe" des TNO.

Sommer. Die internationale NS Brigade kämpft in Kroatien.

Juli. Neuer Rekord der NSDAP/AO: Neun großformatige Zeitungsausgaben – in acht verschiedenen Sprachen – werden in nur einem Monat hergestellt.

Dezember. Die NSDAP/AO startet die Produktion einer zehnten Zeitung namens Faedrelandet als Zusammenarbeitsprojekt mit der dänischen NS Organisation DNSB.

Dezember. Der Verfassungsschutz formt eine Einsatzgruppe gegen die NSDAP/AO. Ein Hamburger Staatsanwalt initiiert einen massiven Prozess gegen die NSDAP/AO und die Empfänger ihres Materials.

Dezember. Die anti-nationale Unterdrückung in Deutschland nimmt verstärkt zu. Innerhalb von 15 Monaten werden zehn vormals legale nationalistische Organisationen verboten, was zu neuen Rekrutierungen im NS Untergrund führt.

 

1993

Während des Jahres 1993 expandiert die Sendung Race and Reason und kann nun in sechzehn US Städten (vormals nur in einer) empfangen werden.

5. Januar. Das erste deutsche „Legal Aid Request" (LAR) wird der US Regierung vorgelegt. Verlangt werden Razzien innerhalb der USA, Beschlagnahmungen von Listen und die Auslieferung von NSDAP/AO Führern an Deutschland. Die Anschuldigung: propagandistische Tätigkeit.

Die NSDAP/AO finanziert die in Russland gedruckte und auf Russisch erscheinende NS Zeitung Unser Marsch.

19. Mai. Kölner Treffen zwischen deutschen und US Regierungsbeamten. Die Amerikaner schlagen eine Überarbeitung des LAR vor.

28. Mai. Das Bundeskriminalamt berichtet von keinerlei Verbindung zwischen NSDAP/AO Material und Gewalttaten.

21. Juni. Zweite Auflage des LAR. Zusätzliche Anklagepunkte: Anstiftung zum Mord, Totschlag, Brandstiftung und Körperverletzung. (Hierbei beachte man den „Vorschlag" der US Regierung vom 19. Mai!)

3. Juli. Vernehmung des Überläufers Hasselbach.

20. Juli. Der Verfassungsschutz behauptet fälschlicherweise, die NSDAP/AO würde auf Disketten Anleitungen zur Herstellung von Bomben vertreiben.

August. Zum jährlichen Rudolf Hess Gedenkmarsch werden - trotz einem Gegenaufgebot von 10,000 Polizisten - über 6000 Patrioten mobilisiert.

August. Gerhard Lauck besucht NS Freiwillige in Kroatien und wird vom ungarischen Fernsehen interviewt.

1. September. Das deutsche Auswärtige Amt macht ihrer Botschaft in Washington D.C. die Wichtigkeit des Falles Lauck klar.

15. November. Deutsch-amerikanisches Treffen. US Beamte bieten ein mögliches Untersuchungsverfahren wegen „Terrorismus" an.

24. November. Deutsche Beamte nehmen das oben genannte Angebot an.

2. bis 19. Dezember. Drei weitere Verhöre von Hasselbach folgen.

22. Dezember. Eine dritte Auflage des LAR erscheint, diesmal aufgrund des Verdachts von Terrorismus.

Dezember. Die deutsche Regierung wirft der NSDAP/AO offiziell den „internationalen Terrorismus" vor.

Ende 1993. FBI Direktor Freeh besucht Deutschland und wird von deutschen Machthabern angefleht, ihnen im Kampf gegen die NSDAP/AO beizustehen.

 

1994

20. Februar. O Globo (das brasilianische Fernsehen) sendet ein Interview mit Lauck.

1. März. Die Staatsanwaltschaft bittet den Bundesnachrichtendienst um Unterstützung bei der Inbetriebnahme von Abhöranlagen, weil die Ausrüstung des BKA unzureichend ist.

2. März. Der NSDAP/AO Kamerad Martin Freling wird in den Rotterdamer Stadtrat gewählt.

17. März. Die US Botschaft in Bonn liefert den deutschen Behörden Informationen über Lauck.

23. März. Der BND weigert sich, zu helfen. Diese Absage geht auch an das Büro des Bundeskanzlers Helmut Kohl.

31. Mai. Innen- Justiz- und Postminister diskutieren über mögliche Lauschangriffe gegen NSDAP/AO Telefonleitungen in den USA. Dies hat es noch nie gegeben, ein Pilotprojekt.

August bis Dezember. Lauschangriffe gegen vier, später gegen fünf Telefonleitungen der NSDAP/AO in den USA werden durchgeführt. Jedoch können jeweils nur zwei Leitungen gleichzeitig abgehört werden, sodaß die Abhöranlagen jeweils abwechselnd zum Einsatz kommen. Jedoch wird diese Aktion schon nach wenigen Monaten eingestellt, da dies keine nützlichen Informationen liefert.

Bei einem Treffen der europäischen Innenminister bittet Deutschland seine Nachbar-länder um Unterstützung bei der Eindämmung des Stroms von NSDAP/AO Material nach Deutschland.

7. September. Die deutsche Regierung erlässt einen Haftbefehl gegen Lauck, nachdem man erfährt, daß Lauck vielleicht eine Reise nach Dänemark plant.

22. November. Das ungarische Fernsehen sendet das Lauck Interview, das in Kroatien gedreht wurde.

28. November. Der Beschluß des Lincolner Stadtrates „ehrt" die NSDAP/AO.

Einem Journalisten zufolge bittet die deutsche Regierung monatlich die US Regierung um Hilfe bei der Bekämpfung der NSDAP/AO.

 

1995

Das FBI Untersuchungsverfahren gegen Lauck wegen angeblichen Kontakten zu Terroristen löst die „Operation Fire Drill" der NSDAP/AO aus.

6. März. Der deutsche Haftbefehl gegen Lauck wird erneuert.

7. März. Lauck sagt gegenüber einem CBS Reporter, er erwarte seine Festnahme in der folgenden Woche, doch verspricht er, ihn am 15. März zurückzurufen, um sein Interview zu arrangieren.

12. März. Lauck kommt in Dänemark an.

15. März. Lauck verlegt sein CBS Interview absichtlich auf den nächsten Tag, d.h. auf denselben Tag, an welchem eine Verkündung einer Legislatur des Staates Nebraska die NSDAP/AO anprangert. Die DNSB (die Verbündeten der NSDP/AO) sendet ebenfalls viele Faxe an andere Medien.

15. März. Deutschland ordnet einen internationalen Haftbefehl gegen Lauck an, der nun in 20 Ländern gesucht wird.

16. März. CBS interviewt Lauck im DNSB Hauptquartier in Dänemark. Lauck meint, Razzien und Festnahmen stünden unmittelbar bevor, jedoch sei die NSDAP/AO darauf vorbereitet und werde trotzdem überleben und weiterkämpfen.

17. bis 20. März. Nationale Infotelefone (NITs) in Hamburg und anderorts warnen vor bevorstehenden Razzien gegen Empfänger von NSDAP/AO Material. (Dies führt später zu einer Forderung der Grünen Fraktion einer NS Infiltrierung durch die Polizei.)

20. März. Lauck wird mit internationalem Haftbefehl Deutschlands in Dänemark fest-genommen. (Seine Festnahme wird der deutschen Presse bis nach den Razzien vom 23. März vorenthalten.) Er verbringt die nächsten vier Jahre in sechs verschiedenen Gefäng-nissen in Dänemark und Deutschland.

23. März. 800 Polizisten stürmen über 60 Gebäude und verkünden gegenüber der Presse einen großen Erfolg. In Wahrheit wird jedoch äußerst wenig Material beschlagnahmt.

Weit weniger als ein Dutzend Außenseiterpersonen werden zu geringen Geldstrafen (nicht Haftstrafen) verurteilt, weil sie im Besitz von NSDAP/AO Material waren.

28. März. Deutschland fordert Laucks Auslieferung von Dänemark.

28. März. Im Bericht des Staatsanwalts wird beteuert, bei der NSDAP/AO handle es sich um eine in den folgenden fünf Ländern operierende Terrororganisation: Deutschland, Österreich, Dänemark, Holland und Spanien. (Merke: Dieser Bericht wird an demselben Tag veröffentlicht, an welchem die Anfrage auf Auslieferung gestellt wird.)

Mai. Die NSDAP/AO dringt ins Internet vor.

4. Mai. Der dänische Justizminister beantragt Laucks Auslieferung. Lauck fechtet dies an.

6. Juni. Das Ortsgericht lehnt Laucks Versuch ab, die Auslieferung zu verhindern. Lauck geht in Berufung.

8. Juni. Laut einem internen BKA Bericht haben der Verfassungsschutz und das FBI die NSDAP/AO unterschätzt, wie es die andauernden Aktivitäten der Organisation Monate nach Laucks Verhaftung zeigen.

23. Juni. Der regionale dänische Gerichtshof lehnt Laucks Berufung ab. Lauck geht beim Obersten Gerichtshof Dänemarks in Berufung.

24. August. Der Oberste Gerichtshof Dänemarks stimmt Laucks Auslieferung nach Deutschland zu.

24. August. Lauck bittet um politisches Asyl. Diese Bitte wird abgelehnt.

1. September. Lauck bittet um Asyl aufgrund von humanitären Gründen. Ebenfalls abgelehnt.

5. September. Lauck fliegt in Begleitung von rund einem halben Dutzend dänischer Polizisten in einem Privatjet nach Hamburg, wobei er anschließend in einer gepanzerten Limousine in die Haftanstalt IA gebracht wird. Am nächsten Tag wird er ins Gefängnis IV transferiert – in den Sicherheitstrakt.

Herbst. Start der „Travellers Alert" Protestkampagne, die sich primär gegen den deutschen Tourismus richtet.

10. Oktober. Die Offenbacher Post zitiert einen VS Beamten, der Fehler eingesteht, die unter anderem auch dadurch ersichtlich werden, daß die Tätigkeit der NSDAP/AO trotz Laucks Verhaftung weiterläuft.

 

1996

25. Januar. Lauck kommt vor Gericht. (Die Hauptakte weist über 3600 Seiten auf. Hinzu kommen noch 159 Nebenakten.)

28. Februar. Radio Oasis, die öffentliche NS Radiostation der DNSB in Dänemark, nimmt ihre Sendetätigkeit auf.

8. März. Das Gericht ordnet eine andauernde Untersuchungshaft Laucks an, da anscheinend die Gefahr einer Flucht in den Mittleren Osten besteht.

16. März. Durch die DPA verkündet der deutsche Justizminister Schmidt-Jorzig, daß es allein im Jahre 1995 5'570 Fälle gegen Personen gab, die NS Propaganda betrieben.

8. Mai. Die Hamburger Presse zitiert Wiesenthal, der Lauck als den weltweit gefährlichsten Neonazi bezeichnet, da er unter anderem 20,000 NS Kampfruf Exemplare veröffentlichte ...

9. Mai. Laucks Schauprozess beginnt in Hamburg und zieht höchste Sicherheits-maßnahmen und das Interesse der internationalen Medien auf sich.

10. Mai. Der Richter ignoriert die Auslieferungsbestimmungen und erklärt, die Höchststrafe gegen Lauck könnte 14 Jahre und 11 Monate betragen im Gegensatz zu fünf Jahren.

22. August. Lauck wird aufgrund eines nachgewiesenen Anklagepunktes (der Vorwurf der Propaganda) zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er sechs Ausgaben einer Zeitung innerhalb der USA erstellt hat! Ein unerhörter Urteilsspruch. Die Reaktion der Medien: Innenminister Kanther und andere Politiker begrüßen dieses Urteil. Der Sprecher der ADL äußert die Besorgnis, daß dies lediglich Laucks Einfluß steigern werde. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung und The Spotlight (USA) stellen die Legalität dieses Falles in Frage. Die linke Presse beklagt, daß durch das Augenmerk auf Lauck die Strukturen der NSDAP/AO unangetastet geblieben sind.

November. Justizminister Nehm droht öffentlich (in der Ausgabe #46/1996 des Spiegel), Amerikaner, welche in den USA legale Internetseiten betreiben, die in Deutschland „illegal" sind, in Deutschland festzunehmen, da sie auch in der BRD „zugänglich" seien.

11. Dezember. Ein Regierungsbeamter aus Neuseeland schreibt der NSDAP/AO, daß deren Literatur in seinem Land verboten sei.

 

1997

5. März. Laucks Berufung auf Bundesebene wird zurückgewiesen.

April. Lauck (ein Nicht-Raucher) wird ins Gefängnis I transferiert und in eine Acht-Mann Zelle mit Rauchern, Drogensüchtigen und Homosexuellen gesteckt. Trotz Verschlechterung seiner Gesundheit (verursacht durch diese Lebensbedingungen) und der Drohung seines Anwalts, ein Verfahren gegen das Gefängnis einzuleiten, verbleibt er dort für zwei Monate. Letztendlich sorgen „außerordentliche" Maßnahmen für seinen Transfer in eine Einzelzelle.

8. April. Der Antrag auf eine Halbierung der Haftstrafe, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit für nicht-deutsche Staatsbürger ist, wird abgewiesen, da man vermutet, Lauck werde seine Verlegertätigkeit gleich nach seiner Heimkehr wieder aufnehmen.

4. Juni. Der Oberste Gerichtshof Deutschlands weigert sich, sich Laucks Anfrage anzuhören.

1. August. Lauck wird zum Prozess nach Dresden gebracht, jedoch verweigert er seine Aussage. Stattdessen fordert er die Machthaber auf, entweder zuzugeben, daß es sich bei den Terrorismusanschuldigungen um Lügen handelt, oder ihn wegen Terrorismus anzuklagen.

 

1998

29. Januar. Der Antrag auf 2/3 der Haftstrafe wird abgelehnt, weil sich Lauck weigert, auf seine Rechte des First Ammendment zu verzichten.

August. Die Zensur der Briefe in Laucks Haft wird verschärft.

25. August. Lauck droht mit gerichtlichen Folgen, indem er sich in einem Schreiben an seinen dänischen Anwalt als einen „politischen Gefangenen" bezeichnet und auf die Mißachtung der Auslieferungsgesetze seitens Deutschlands hinweist.

6. November. Lauck drohen weitere juristische Folgen wegen eines Briefes, in welchem er sich auf eine US Rechtskampagne vorbereitet.

 

1999

Ein neuer Rekord von vier während der letzten sechs Monate vor Laucks Freilassung veröffentlichten NS Kampfruf Ausgaben.

23. März. Lauck wird von zwei deutschen Polizisten von Hamburg über Paris zum Chicago O’Hara International Airport eskortiert. Unverzüglich nimmt er seine Tätigkeit als Aktivist für freie Meinungsäußerung wieder auf.

April. In der Ausgabe #125 des NSK wird auf legale Weise darauf hingewiesen, daß BRD Beamte persönlich für ihre Beteiligung an den Verbrechen des BRD Regimes verantwortlich sind. Veröffentlicht wird auch ein Plan für (streng legale) Gegenmaßnahmen.

Frühling. Die US Bundesregierung bezeichnet Lauck als einen „vorbestraften Verbrecher" allein auf der Grundlage eines „deutschen Urteilsspruches" und allein wegen des legalen Vertreibens einer Zeitung in Amerika! Lauck initiiert eine gerichtliche Gegenoffensive. Amerikas bedeutendste Menschenrechtsorganisation, die American Civil Liberties Union (ACLU), übernimmt den Fall.

3. Juli. Lauck nimmt am Aryan Nations World Congress in Idaho teil und gibt dort drei Fernsehinterviews.

30. Juli. Das örtliche Gericht lehnt Laucks Berufung gegen die Ablehnung eines Antrags auf eine Schusswaffe ab, läßt jedoch die Klausel des First Ammendment unbeantwortet. Ein Rechtsberater der Polizei wird in einem Artikel vom 31. Juli auf der ersten Seite der lokalen Presse zitiert, daß dieser Fall vielleicht bis vor das Oberste US Gericht kommen werde.

14. August. Nach einem zweistündigen Fernsehinterview hält Lauck eine Rede vor dem Nationalist Forum in Kalifornien.

15. August. Die Travellers Alert Kampagne wird durch eine Flugblattverteilungsaktion vor dem Lufthansaschalter am Flughafen von Los Angeles gestartet. Diese Aktion – und Laucks Rede und Interview vom vorherigen Tag – wird vom KETV Sender aus Omaha gefilmt. Dieser Bericht wird am 9. September 1999 ausgestrahlt.

17. August. Die ACLU appelliert sowohl an das Lancaster County District Court als auch an die US Bundesbehörde.

September. Die PROPAGANDA CD wird in mehrere Sprachversionen eingeführt, wodurch die Produktion des NSDAP/AO Propagandamaterials – dies beinhaltet Nachrichtenblätter, Hakenkreuzaufkleber und Plakate bzw. Flugblätter – an verschiedenen Orten und zu geringeren Laserdruckerkosten auf der ganzen Welt ermöglicht wird.

6. Oktober. Die NSDAP/AO startet eine zweite, zweisprachige Website – Herkunft: Schweden. Im späteren Verlauf dieses Monates expandieren beide Websites auf zehn Sprachen.

15. Oktober. Das District Court lehnt Laucks Appell wegen einem technischen Detail ab. Erstaunlicherweise werden weder Lauck noch sein Anwalt nicht vor der nächsten Woche darüber informiert. Der ACLU Anwalt bereitet sich erneut vor, in Berufung zu gehen.

27. Oktober. Das schwedische Fernsehen berichtet über die zehnsprachige Website der NSDAP/AO mit Sitz in Schweden. (Der Lincolner Tochtersender ABC tut dies nochmals am 2. November.)

24. Oktober bis 3. November. Ein neuer Rekord: Sechs Ausgaben der NS Nachrichten, jede in einer anderen Sprache, werden innerhalb einer Zeitspanne von zehn Tagen hergestellt.

4. November. Nachdem Lauck erfährt, daß gegen ihn ein Haftbefehl vorliegt, meldet er sich bei der Lincolner Polizei. Er wird formell mit einer „Klasse 4 Anklage" behaftet – welche mit 5 Jahren Haftstrafe und/oder einer Geldbusse von $10,000 geahndet wird - nur weil er es abgelehnt hatte, sich selbst wegen eines Meinungsdeliktes in Deutschland als einen vorbestraften Verbrecher zu bezeichnen. Er wird am selben Tag auf Kaution freigelassen. ( Der Lincoln Journal Star veröffentlicht am 8. November einen Leitartikel, in welchem die örtlichen Behörden als „zu aggressiv" bei ihrem Vorgehen kritisiert werden, eine Anzeige auszustellen, bevor überhaupt die dabei entstehenden Rechtsfragen beantwortet sind.)

 

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