BAUERNTUM

Das Bauerntum ist die reinste und ursprünglichste Form des Arbeitertums - also jener Lebenshaltung, die der Nationalsozialismus von allen Volksgenossen fordert und die von Jedem erwartet, unter Einsatz all seiner Fähigkeiten und Anlagen an seinem Platz Arbeit für die Arterhaltung und Artentfaltung seines Volkes zu leisten.
Nicht nur indirekt, wie alle anderen Schichten einer Volksgemeinschaft, sondern ganz direkt leistet dies der Bauer, der sein Volk mit seiner Arbeit ernährt und damit die Voraussetzung jeden völkischen Lebens schafft.
Darum sieht der Nationalsozialismus in Bauerntum ein wichtiges Fundament seiner Welt- und Lebensanschauung, seines politischen Programms und des künftigen nationalsozialistischen Volksstaates (s. Staat).

Das Streben nach einem neuen, dem Vierten Reich und nach ausreichenden Lebensraum dient nicht zuletzt der Autarkie im Ernährungsbereich, die es dem Bauerntum erlauben soll, das Volk aus eigener Kraft zu ernähren. Die Autarkie im Ernährungsbereich gehört zur erstrebten Freiheit einer Nation und ihrer Volkswirtschaft.
Um das deutsche Bauerntum zu befähigen, auch nach innen seine Aufgabe zu erfüllen, tritt neben das Streben nach äußerer Autarkie, das Streben nach einer inneren, den nationalen Bedürfnissen angepaßten Bodenreform. Deshalb fordert die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei im agrarpolitischen Punkt 17 ihres Parteiprogramms vor allem eine solche Bodenreform, die ein gesundes Bauerntum als Fundament einer art- und naturgemäß lebenden Volksgemeinschaft lebensfähig erhält.






BIOLOGISCHER HUMANISMUS

Der biologische Humanismus ist die dem Nationalsozialismus zugrundeliegende naturwissenschaftliche Erkenntnislehre. Sie geht von der biologischen Wirklichkeit des Menschen in seiner Umwelt aus. Der biologische Humanismus definiert dabei den Menschen wie folgt:
Der Mensch ist ein selbstverantwortliches Naturwesen mit einer biologischen Anlage zur Kulturschöpfung und ist nur als Gemeinschaftswesen lebensfähig.

Den Menschen als Naturwesen anerkennen, bedeutet, das biologische Denken, die Naturgesetze von Kampf und Auslese, Vererbung und Differenzierung auch auf ihn und seine Lebensumwelt anzuwenden. Wie alle Naturwesen unterliegt der Mensch den Naturgesetzen. Anders als diese aber vermag er sie zeitweilig zu ignorieren und durch naturfremdes, gar naturwidriges Denken, Fühlen und Handeln in Widerspruch zu ihnen zu leben.
Er ist also selbstverantworlich, entscheidet selber, ob er in Einklang oder in Widerspruch zu seiner biologischen Natur und ihren Lebensgesetzen lebt. Doch bleibt er in jedem Fall letztlich von ihnen abhängig. Ein Leben im Widerspruch zu den Naturgesetzen als Grundlage menschlicher Gemeinschaft leitet die Dekadenz dieser Gemeinschaft ein und führt letztlich zu ihrem Tod.
Daran ändert die menschliche Fähigkeit zur Kulturschöpfung nicht das geringste: Die Kultur befreit den Menschen nicht von seiner biologischen Natur. Sie ist selbst Ergebnis einer biologischen Veranlagung. Die menschliche Intelligenz und der freie Wille als Voraussetzung zur Kulturschöpfung sind keine übernatürlichen Geschenke, sondern Werkzeuge der Natur im Überlebenskampf der Gattung Mensch.
Schließlich ist der Mensch nur lebensfähig als Gemeinschaftswesen. Die Gemeinschaft allein macht den Menschen zum Menschen und damit sein Leben wert- und sinnvoll.

Aus dieser Definition ergibt sich das Ziel einer art- und naturgemäßen Hochkultur, die weder ein bloßes "Zurück zur Natur" will, noch eine Entartung kultureller Lebensweise in lebensfeindliche Richtungen. Daraus ergibt sich auch die Methodik nationalsozialistischen Denkens und Erkenntnisgewinns. Taucht eine bestimmte Fragestellung auf, so muß sich der Nationalsozialist zunächst fragen:
Betrifft dies einen Sachverhalt, der zur biologischen Natur des Menschen gehört, oder ist es ein kulturelles Phänomen? Handelt es sich um ein Problem der biologischen Natur des Menschen, dann wird man zu untersuchen haben, unter welchen Umständen sich diese Eigenschaft herausgebildet hat und welchen biologischen Sinn sie ursprünglich hatte, oder ob es sich um ein biologisches Phänomen kultureller Minusauslese handelt. Auf, in der biologischen Natur des Menschen liegende, Probleme und Sachverhalte kann der Nationalsozialismus nur so reagieren, daß diese Anlagen ihren ursprünglichen biologischen Sinn entfalten können. Im übrigen schützt er das Erbgut der ihm anvertrauten menschlichen Gemeinschaften durch eugenische Maßnahmen (s. Rassenhygiene).
Auf Probleme, die sich aus der kulturellen Entwicklung des Menschen ergeben, reagiert der Nationalsozialismus durch Erziehung zu entwicklungsfördernder und insgesamt naturgemäßer Lebenshaltung und durch unbarmherzigen Kampf gegen alle Erscheinungen, die Arterhaltung und Artentfaltung bedrohen, also lebensfeindlich sind.
Gegenüber Sachverhalten, die sich weder positiv noch negativ auswirken, kann auch er sich neutral verhalten.

Entsprechend der Doppelnatur des Menschen als Naturwesen mit der biologischen Anlage zur Kulturschöpfung unterscheidet der biologische Humanismus natürliche und kulturelle Gemeinschaften im Leben der menschlichen Gattung. Die wichtigsten sind:

Aus diesen Erkenntnissen des biologischen Humanismus leitet sich das Ziel des Nationalsozialismus her, eine Neue Ordnung zu schaffen, in der jegliche kulturelle Tätigkeit ihren biologischen Sinn erfüllt, das Überleben und die Höherentwicklung (Arterhaltung und Artentfaltung) der jeweiligen natürlichen Gemeinschaften und damit der Gattung Mensch insgesamt zu ermöglichen und zu fördern.
Dies führt dann zu Forderungen an jeden einzelnen Menschen, zu einem biologischen Imperativ:
Handle so, daß deine Handlungen Arterhaltung und Artentfaltung jener Menschenart nicht gefährden, sondern fördern, der du durch deine Geburt schicksalhaft angehörst!
Aus diesem biologischen Imperativ entwickelt sich die Ethik des Wertidealismus, der Nationalsozialismus als Lebenshaltung. Diese Ethik baut organisch auf den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen des biologischen Humanismus auf. Gemeinsam bilden sie die nationalsozialistische Welt- und Lebensanschauung.






BODENREFORM

Der Nationalsozialismus beruht auf den ethischen Fundament der Arbeit und will eine sozialistische Volksgemeinschaft schaffen (s. Arbeitertum, Ethik, Sozialismus).
Auch das Bauerntum soll befähigt werden und den Willen entwickeln, den natürlichen Platz und die Aufgaben des Bauern in der Volksgemeinschaft ein- bzw. wahrzunehmen. Diesem Ziel dienen die agrarpolitischen Forderungen des Punktes 17 im Parteiprogramm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Dieser Programmpunkt klärt auch das Problem des privaten Eigentums an Grund und Boden überhaupt.

Grund und Boden müssen letztlich Eigentum der ganzen Volksgemeinschaft sein und dürfen niemals der arbeits- und mühelosen Bereicherung einzelner dienen. Um dies zu verhindern, fordert die NSDAP die Schaffung gesetzlicher Voraussetzungen zur unentgeltlichen Enteignung, mit deren Hilfe die Volksgemeinschaft ihren eigenen Lebensraum und ihre eigene Ernährungs- und Lebensbasis zurückgewinnt. Diese Enteignung wird in der Regel alle treffen, die ohne eigene Arbeit, auf dem und für das Land, vom Lande Einkünfte beziehen. Ethisch gerechtfertigt ist in der sozialistischen Volksgemeinschaft lediglich das Privateigentum an Gut und Boden für jene, die durch eigene, harte Arbeit die Ernährung des Volkes sichern - eben die Bauern.
Bäuerlicher Grundbesitz bleibt erhalten und wird von der Volksgemeinschaft nicht nur hingenommen, sondern aus vollem Herzen bejaht und gefördert. Er kann auch vererbt werden, um das Bauerntum fester an die Scholle zu binden und die bäuerliche Lebensform zu erhalten.
Dieser Garantie und Förderung eines gesunden Bauernstandes geht allerdings eine umfassende und den nationalen Bedürfnissen angepaßte Bodenreform voraus. Diese trifft alle, deren Landbesitz zu groß ist, als daß sie ihn aus eigener Kraft bewirtschaften könnten, was dazu führt, daß Teile solchen Besitzes durch Verpachten zum Erzielen eines arbeits- und mühelosen Einkommens mißbraucht werden. Und sie trifft jene, die überhaupt nicht selber auf dem Lande leben und arbeiten. Dieses Land wird enteignet und an arbeitswillige Neubauern und an jene verteilt, deren Landbesitz zur Existenzsicherung nicht ausreicht.

Zusammengefaßt lautet das agrarpolitische Programm der NSDAP: Schaffung eines gesunden Bauernstandes durch großzügige Bodenreform, Unterbindung des arbeits- und mühelosen Einkommens auch auf dem Land und durch Landbesitz, Erhaltung und Förderung bäuerlichen Privatbesitzes an Grund und Boden entsprechend den nationalen Bedürfnissen.
Zu den nationalen Bedürfnissen gehört auch ein möglichst hoher Grad an Selbstversorgung der Volksgemeinschaft (s. Autarkie).






BÜNDNISPOLITIK

Angesichts der großen Schwäche des Nationalsozialismus der neuen Generation, im Vergleich zum historischen Nationalsozialismus der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, muß die Taktik der politischen Arbeit von Nationalsozialisten im heutigen Deutschland alle Wege beschreiten, um an die Volksmassen heranzukommen und Einfluß auf sie zu gewinnen.
Aus diesem Grund entwickeln die Frontorganisationen der Neuen Front eine durchdachte Bündnispolitik. Dabei hält die Neue Front aber trotz aller taktischen Geschmeidigkeit an den beiden, vom Führer Adolf Hitler 1934/45 JdF auf dem damaligen Reichsparteitag aufgestellten, Grundsätzen nationalsozialistischer Parteiarbeit fest:

  • Die Nationalsozialistische Partei soll eine wirkliche Weltanschauungspartei sein.

  • Die Nationalsozialistische Partei erstrebt die totale und uneingeschränkte Macht in Staat.

Bei beiden Grundsätzen gibt es für Nationalsozialisten keine Kompromisse. Die Bündnispolitik der Neuen Front umfaßt daher, stets und unter allen Umständen, drei aufeinanderfolgende Schritte:

  1. Anerkennung: Die Nationalsozialisten müssen stets dort sein, wo Volksgenossen aus welchen Gründen auch immer unzufrieden sind, müssen dort die Stimmung zur Rebellion und schließlich zur Revolution vorantreiben und schließen sich zu diesem Zweck Massenorganisationen an oder rufen selber welche ins Leben. Diese werden in der Regel nicht nationalsozialistisch sein können; den Kadern der Neuen Front genügt es, daß sie Unzufriedenheit ausdrücken und verstärken. Sie dürfen lediglich den weltanschaulichen Zielen nicht kraß widersprechen und müssen bereit sein, Nationalsozialisten als Bündnispartner und Mitkämpfer anzuerkennen. Dafür kann die Neue Front beträchtliche äußerliche Zugeständnisse machen, denn das NS-Verbot wird um so brüchiger, je mehr Volksgenossen und Gruppen den Nationalsozialismus der neuen Generation als politische Kraft und Bündnispartner anerkennen.

  2. Vorherrschaft: Die Neue Front darf bei der erreichten Anerkennung als politischer Bündnispartner niemals stehenbleiben. Sobald diese gesichert ist, müssen ihre geschulten Kader danach streben, innerhalb der Massenorganisationen die politische Vorherrschaft zu gewinnen. Dies geschieht durch unermüdlichen und vorbildlichen Einsatz als Aktivisten, der auch Bewunderung und Zustimmung bei Nicht-Nationalsozialisten finden wird und für den sich die nationalsozialistischen Kader wegen ihrer Ethik des politischen Soldatentums besonders eignen. Außerdem muß die Vorherrschaft durch Besetzung der wichtigsten - wenn auch nicht immer der sichtbaren Funktionsposten errungen werden, die den Einfluß auf Mitgliedskartei, Publizistik und Finanzen sichern.

  3. Kontrolle: Sobald die Vorherrschaft gesichert ist, übernehmen die nationalsozialistischen Kader die totale Kontrolle über die Massenorganisationen, die damit offiziell Untergliederungen der Neuen Front und der künftigen NSDAP werden, deren politischen Führungsanspruch offen anerkennen und aktiv fördern.

Diese Bündnispolitik ist nur möglich, wenn die Kader durch eine totale Disziplin gekennzeichnet sind und jeden taktischen Schwenk, auch wenn sie ihn nicht verstehen und er ihnen zunächst auch nicht offen erläutert werden kann, vollziehen und stets zuverlässiges Werkzeug der Führung bleiben (s. Führerprinzip).






BÜRGERTUM

Die Revolution der Aufklärung ersetzte die führende Rolle von Adel und Klerus durch die Herrschaft des Bürgertums. Folgerichtig wurde der Bürger zum Leitbild der Demokratie westlichen Typs und zum vorherrschen- den Menschentypus der Gesellschafts- und Wirtschaftsform des Liberalkapitalismus, die beide aus dem Geist der Aufklärung hervorgingen.
Hatte dieser aber unter dem Begriff des Bürgers noch das Idealbild eines freien, selbstverantwortlichen und verantwortungsbewußten Individuums verstanden, so bewies die Wirklichkeit sehr schnell, daß ein solcher Individualismus nur zum krassen Materialismus führen konnte und der Bürger tatsächlich nur der Mensch ist, der verdienen, statt dienen will; der sein Wohlergehen über das Wohl der Gemeinschaft stellt und sich selbst als Mittelpunkt der Welt verstehen möchte. Seine Bequemlichkeit, seine beschränkt-spießige Moral, sein Lebensstandard, sollen als Maßstab des Lebens gelten und in Zentrum der Anstrengungen des Staates stehen. Darin erschöpft sich das Wollen des Bürgers. Aus diesem Ungeist heraus entstand die heutige materialistische Minuswelt.

Der Nationalsozialismus versteht daher das Bürgertum als das Menschenbild des Materialismus, das er durch die Ethik des Arbeitertums überwindet.

"Die Welt des Bürgers weicht der Welt des Arbeiters"

Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Überwindung der Dekadenz durch die nationalsozialistische Revolution.

Hatte sich das Bürgertum in Deutschland bereits nach dem Ersten Weltkrieg historisch überlebt und war durch die Machtergreifung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei zurückgedrängt, wenn auch leider nicht gänzlich überwunden worden, so wurde es nach dem Zweiten Weltkrieg von den westlichen Siegermachten in der BRD wieder an die Macht gebracht und beherrscht seither das gesellschaftliche und öffentliche Leben und den Charakter des deutschen Volkes.
Das deutsche Bürgertum, das seit 1945/56 JdF zusätzlich noch ein Bündnis mit dem Amerikanismus eingegangen ist, wurde so endgültig zur Pestbeule des deutschen Volkskörpers, dessen Gesundung nur durch seine restlose Überwindung möglich ist.
Diese vollzieht sich politisch mit der Machtergreifung der nationalsozialistischen Partei, kulturell durch den Kampf der völkischen Kulturrevolution.