VORWORT

Nationalsozialismus - das ist nicht allein eine Weltanschauung, das ist auch eine Lebenshaltung!
Nationalsozialismus - das ist nicht allein eine politische Überzeugung, das ist vor allem eine politische Tat!
Nationalsozialismus - das bedeutet nicht in erster Linie die rationale Erkenntnis der Richtigkeit eines Programms, das bedeutet Arbeit und Kampf für eine Neue Ordnung!
Der Nationalsozialismus fordert den ganzen Menschen! Nationalsozialist ist nicht schon der, der das Parteiprogramm anerkennt. Nationalsozialist ist der, der an seiner Stelle und entsprechend seinen Fähigkeit selbstlos für die Volksgemeinschaft arbeitet.

Der Nationalsozialismus fragt nicht nach Herkommen, Bildung oder Vermögen, aber er fordert ohne Einschränkung vom Menschen ein Leben nach dem Grundsatz "Gemeinnutz geht vor Eigennutz" und kämpft für eine Gemeinschaft, in der jegliches arbeits- und müheloses Einkommen beseitigt ist. Durch politischen Kampf und ganzheitliche Erziehung des Menschen verwirklicht die nationalsozialistische Bewegung eine diesen Grundsätzen entsprechende Neue Ordnung, in der es keine schroffen Klassengegensätze, keine Ausbeutung und Entfremdung, keine gesellschaftliche Arroganz mehr gibt - eine sozialistische Gemeinschaft organisch gegliedert in Nährstand, Wehrstand und Lehrstand. Dieser Ständegliederung des nationalsozialistischen Volksstaates entspricht das naturgemäße Menschenbild des Nationalsozialismus, das gekennzeichnet ist durch den Typus des Arbeiters, des Soldaten und des Führers. Arbeitertum, Soldatentum und Führertum sind dem Nationalsozialisten ethische Prinzipien, deren Verwirklichung in seinem Leben ihn befähigt, seinen Platz in der Volksgemeinschaft zu finden.

Die vorliegende Ausarbeitung beschäftigt sich mit Tradition und Geist der SA. Es soll damit eine Standortbestimmung, Erläuterung und Rechtfertigung des Politischen Soldatentums heute, erreicht werden. Denn wenn auch die Stände-Gliederung eines nationalsozialistischen Volksstaates zur Voraussetzung, die Machtergreifung der nationalsozialistischen Partei hat, so gliedert sich diese doch bereits in der Kampfzeit entsprechend unserem Menschenbild in Arbeiter, Soldaten und Führer (Parteigenossen, SA-Kämpfer und Politische Leiter). Und auch unsere Gesinnungsgemeinschaft unter den Bedingungen des NS-Verbots gliedert sich in Förderer, Aktivisten und Führungskameraden. So stellt sich überall, wo Nationalsozialisten gemeinsam leben und kämpfen, die natürliche Ordnung wieder her.

Die von mir am 8.6.1977 gegründete nationalsozialistische Gesinnungsgemeinschaft stellte sich von Beginn an, bis zu ihrem Verbot im Dezember 1983, eindeutig in die Tradition der SA. Und auch heute, wie in der Zukunft, gilt die Verpflichtung, aller zu uns stoßenden Aktivisten, auf diese Tradition - und der Auftrag an sie, im Geist dieser in der Geschichte einmaligen politischen Truppe, sich selber zu kämpferischen Nationalsozialisten heranzubilden!
Der Typus des Braunhemden war, ist und bleibt die schärfste und reinste Verkörperung des Nationalsozialismus. Die folgende Ausarbeitung soll unseren jungen Kämpfern diese Tradition vermitteln und ihnen bewußt machen, in welchem Geist sie sich selber und andere zu jenen Politischen Soldaten erziehen müssen, die dann einst in der Lage sein werden, die von uns ersehnte Neue Ordnung zu erkämpfen und eine wahre Volksgemeinschaft zu verwirklichen!

"Solange das wirkliche nationalsozialistische Deutschland noch der Erfüllung harrt, hört der erbitterte, leidenschaftliche Kampf der SA nicht auf. Deshalb wird die SA nicht dulden, daß die deutsche Revolution einschläft oder auf halbem Weg von den Nichtkämpfern verraten wird!"
Ernst Röhm

JVA Frankfurt/M.
20.4.1985/96 JdF






I. DIE TRADITION DER SA

DER WEHRVERBAND
(1919 - 1923)

Es ist im folgenden nicht beabsichtigt, eine Geschichte der SA zuschreiben. Vielmehr geht es darum, jene Traditionen heraus zuarbeiten und zu erläutern, auf denen politisches Soldatentum heute und in der Zukunft beruht - dies allerdings vor dem Hintergrund der Geschichte der SA, die diese Lebenshaltung beispielhaft verkörpert!
Die welt- und lebensanschaulichen Grundsätze des Nationalsozialismus sind im Grunde zeitlos - leiten sich her aus den Naturgesetzen und der biologischen Natur und Bestimmung des Menschen. Dies gilt auch für die grundlegende Lebenshaltung des Nationalsozialismus - das Arbeitertum als ethisches Prinzip auf der Grundlage des "Gemeinnutz geht vor Eigennutz".

Kennzeichnend aber für den Nationalsozialismus als politische Kampfbewegung wurde es, daß sich aus den Kreis dieser von ihm angesprochenen Arbeiter der Typus des Politischen Soldaten entwickelte. Dieser Menschentypus hat zwar Vorläufer in Spartanern der Antike und in den Ordensrittern des Mittelalters, aber in der Neuzeit war dieser Typus verschwunden. Seine Neugeburt läßt sich historisch - anders als die der nationalsozialistischen Bewegung insgesamt - eindeutig datieren:
Der politische Soldat ging aus den Stahlgewittern des Ersten Weltkrieges hervor! Dieser Krieg war der erste, totale Krieg in der europäischen Geschichte seit den Stürmen der Völkerwanderung - total für die deutsche Volksgemeinschaft, da nur der Sieg überhaupt die Möglichkeiten für eine artgemäße Entfaltung, ja für das Überleben als hochentwickeltes Kulturvolk ermöglichte - total aber auch für jeden einzelnen Volksgenossen, der, ob Mann oder Frau, ob an der Front oder in der Heimat, all seine Kraft ausschließlich für ein siegreiches Ende einsetzte. Besonders total jedoch wirkte dieser Krieg auf den Frontsoldaten, der vier Jahre lang Tag für Tag sein Leben riskierte und oft auch in Millionenzahl opferte.

Früher wurden Kriege durch Soldaten geführt, oft reine Söldner, 1914 - 1918 jedoch führte das ganze Volk Krieg. Und nahezu alle waffenfähigen Männer standen an der Front oder waren zumindest als Soldaten eingebunden in diesen Überlebenskampf. So machte der Erste Weltkrieg alle Volksgenossen zu Arbeitern und vertiefte damit den preußischen Grundsatz vom Dienste an der Gemeinschaft - die wehrfähigen Männer aber, machte er zu Soldaten. Die Kriegsgemeinschaft das deutschen Volkes wurde so zu einer Gemeinschaft von Arbeitern und Soldaten! Die Begeisterung des Jahres 1914 - der eigentlichen Geburtsstunde der deutschen Nation, d.h. der Willensgemeinschaft das deutschen Volkes - hatte diese Entwicklung auf freiwilliger Basis eingeleitet. Die schärfer werdende Kriegslage, aber vor allem auch die nicht zu übersehenden Zeichen von Korruption, Kriegsgewinnlertum und Verrat ließen diese freiwillige Einordnung in die Kriegsgemeinschaft mehr und mehr abbröckeln, bis schließlich fast nur noch staatlicher Zwang alles zusammenhielt.
Das Frontsoldatentum freilich bewahrte sich den Geist von 1914 in sehr viel größerem Maße, als alle anderen Schichten unseres Volkes. Als daher die landesverräterische Revolte des November 1918 die staatlichen Machtmittel des Kaiserreichs zerbrach, zerbrach auch die Kriegsgemeinschaft des deutschen Volkes, nicht aber die Front! Militärisch unbesiegt und diszipliniert kehrte das Frontheer in die Heimat zurück. Dort freilich - unter dem Eindruck der chaotischen Verhältnisse und der übergroßen Sorgen und Nöte des Einzelnen nach all den Kriegsjahren - löste sich auch dieses auf. Doch die Erinnerung an Fronterlebnis und Frontgemeinschaft blieb und sollte entscheidend werden für die große Schicksalswende des Jahres 1933! Zunächst jedoch blieb nur ein harter Kern von Soldaten zusammen:
Sie hielt kein staatlicher Zwang mehr, sie dienten freiwillig - nicht dem verächtlichen Staat der werdenden "demokratischen" Novemberrepublik! Sie dienten allein einem Deutschland, wie sie es sich einst an der Front erträumt hatten und wie sie es vom August 1914 her noch in Erinnerung hatten. Diese Soldaten bildeten Freikorps und kämpften weiter - an den blutenden und bedrohten Ostgrenzen des Reiches ebenso, wie in den von kommunistischen Aufständen bedrohten Bürgerkriegsgebieten. Soldaten der Nation waren sie - unter ihren Führern Männer, wie Heines, Hayn und v. Heydebrek, die später zu den bedeutendsten SA-Führern aufstiegen! Sie retteten damals die Einheit des deutschen Reiches, stabilisierten aber gleichzeitig - ganz gegen ihren Willen - auch das demokratische System der Novemberrepublik. Als die größte Not überstanden, die Gefahr des Auseinanderbrechens und der kommunistischen Aufstände von den Freikorps beseitigt war, wurden sie vom System aufgelöst und später verfolgt: Man wollte ein anderes Deutschland - nicht das von Arbeitern und Soldaten, sondern das der Bonzen, Schiebern und Schmarotzern!
Da begriffen es die Soldaten: Sie durften nicht länger unpolitisch dem jeweils herrschenden System dienen, worin ihr Deutschland Wirklichkeit werden sollte - sie mußten für ihre Ziele kämpfen: Sie wurden - Politische Soldaten!

Unser fortwährendes Bekenntnis zu einer solch soldatischen Lebenshaltung, darf uns nicht den Blick dafür verstellen, daß es auch andere Soldaten gab und gibt - und eine andere soldatische Tradition, die mit der geschilderten nichts zu tun hat. Es ist die des unpolitischen Soldaten - die im Extremfall zu einer Lebenshaltung führt, die man zu Recht als Militarismus bezeichnen kann. Mit solch unkritischer Verherrlichung soldatischen Gehorsams und soldatischer Pflichterfüllung, im Dienste jedes denkbaren Systems, selbst wenn dieses den Lebensinteressen unseres Volkes noch so schadet, hat unsere Auffassung von Soldatentum nichts gemeinsam. Nicht umsonst fordert das NSDAP-Programm die Abschaffung der Söldnertruppe und die Bildung eines Volksheeres, denn nichts anderes als Söldner sind solch unpolitische Soldaten, wie sie sowohl in der Reichswehr wie in der Bundeswehr vorherrschten - leider ebenso aber auch in der Wehrmacht das Dritten Reiches, worin der entscheidende Grund seines Scheiterns liegt! Außerhalb der staatlichen Armeen findet sich diese Haltung wieder in den meisten Krieger-, Soldaten- und Traditionsvereinen, Reservistenkameradschaften und ihren jeweiligen staatstreuen Jugendorganisationen. Gerade junge Kameraden, die sich in den Wehrsportgruppen betätigen, mögen sich vor DIESER Tradition in Acht nehmen, die nichts anderes ist, als ein Lockmittel im Kampf der Reaktion gegen einen nationalsozialistischen Volksstaat! Der nationalsozialistische Kämpfer jedoch ist POLITISCHER Soldat:
Soldat, weil er eingebunden ist in ein strenges System von Befehl und Gehorsam, weil er in sich die ewigen Werte heroischen Menschentums verwirklichen will und bereit ist, sein Leben restlos dem Kampf für unsere Idee und Bewegung zu weihen und notfalls zu opfern - politisch aber, weil dies alles nicht Selbstzweck sein und nicht für reaktionäre Ziele mißbraucht werden darf, sondern weil damit einem politischen Ziel gedient werden muß - dem machtpolitischen Sieg der nationalsozialistischen Partei und dem Aufbau einer wahren Volksgemeinschaft!

Die ehemaligen Freikorpskämpfer, aber auch aktive Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der jungen Reichswehr (letztere wurden dann allerdings spätestens seit 1923 völlig aus dieser heraus gedrängt) wandelten sich unter dem Eindruck der Ereignisse der Jahre 1918-1920 zunehmend zu solchen politischen Soldaten. Auch sie bildeten nach Auflösung und Zerschlagung der Freikorps durch die Novemberrepublik Wehrverbände und Soldatenbünde - aber nicht mehr, um damit dem bestehenden System zu dienen oder es auch nur unpolitisch zu ignorieren: Sie taten es, um das System zu stürzen, um eine Revolution voranzutreiben, um eine liberalkapitalistische Demokratie in einen Volksstaat, in eine Heimat und Gemeinschaft das deutschen Volkes umzuwandeln!
Der ehemalige SA-Führer Bennecke schreibt in seinem Buch: Die Reichswehr und der "Röhm-Putsch", 1962 im Rückblick: "Jede Revolution kann erst dann ihres Erfolges sicher sein, wenn sie aus ihren eigenen Reihen eine neue Armee geschaffen hat." Politisches Soldatentum wird sich konkret stets als revolutionärer Bund soldatisch geprägter Männer verwirklichen. Und aus dieser Kampfgemeinschaft wird, nach dem Sieg, der Kern und das Rückgrat einer Revolutionsarmee zu schaffen sein, die die Söldnertruppe das vergangenen Systems ablösen muß!
So sind die Wehrverbände der Jahre nach 1920 zu verstehen - und soweit stellen wir uns auch uneingeschränkt in diese Tradition.

Die SA war ursprünglich nur einer unter den vielen Wehrverbänden - zudem eine der kleinsten und überwiegend auf München und Umgebung beschränkt. Für ihren letztlichen Durchbruch, der sie zur Verkörperung politischen Soldatentums schlechthin machte, ist der, für die Frühzeit, wie für den Höhepunkt ihrer Machtentfaltung zehn Jahre später, typische Doppelcharakter ausschlaggebend: Einerseits revolutionärer Wehrverband, der den Aufstand vorbereitet und sich als Teil einer revolutionären Volksarmee der Zukunft empfindet - andererseits aber Abteilung einer politischen Partei und als solche der Parteiführung unterstellt und zu Gehorsam gegenüber ihrer politischen Strategie und Taktik verpflichtet. Diese grundlegende Spannung durchzieht als entscheidendes Problem die gesamte Geschichte der SA bis 1945. Wir werden ihm noch öfter begegnen. Es erweist sich als Ursache für Triumph und Tragik der SA gleichermaßen.

Wie kein Zweiter verkörpert dieses Problem, in Triumph und Tragik, der einstige Weltkriegs-Hauptmann und spätere Stabschef der SA, Ernst Röhm: Er wird zwischen 1919 - 1923 der Ziehvater der jungen SA, wie er auch von seiner Schlüsselstellung, als zunächst noch aktiver Stabsoffizier der Reichswehr, aus durch Mannschaftswerbung, logistische Hilfe und Bewaffnung, praktisch alle politisch-revolutionären Wehrverbände Bayerns fördert. Für ihn, der in jenen Jahren unermüdlich und rastlos den bewaffneten Aufstand gegen das verhaßte System fordert und vorbereitet, ist es ganz selbstverständlich, daß aus den von ihm geförderten Wehrverbänden, deren Kern die SA ist, nach der siegreichen Revolution das kommende Volksheer geformt wird. Ernst Röhm aber auch ist es, der als Erster begreift, daß politisches Soldatentum nur dann erfolgreich und gestaltend wirken kann, wenn es sich organisch mit dem Gestaltungswillen einer revolutionären Partei verbindet und sich diesem unterordnet. Nur die Partei nämlich kann die Masse des Volkes gewinnen, während der revolutionäre Bund soldatisch geprägter Männer stets allein die kämpferische Elite eines Volkes an sich binden kann, also eine Minderheit.

Es sollte noch einige Zeit dauern, bis die revolutionären Freikorpsmänner und sonstigen militärischen Verschwörer dies begriffen und ihre zunächst vorherrschende, verständliche Abneigung gegen alle Parteien und alles Nicht-Soldatische nicht länger auch auf die NSDAP übertrugen, die ja als Partei neuen Typs, nicht Interessenvertretung einer gesellschaftlichen Gruppe, sondern Vorhut der Nation ist. Ganz überwunden wurden diese Vorbehalte nie, aber die Lehren der folgenden Jahre waren zu deutlich:
All jene Bünde, die eine Unterordnung unter die revolutionäre Partei ablehnten, verschlissen sich in zweck- und aussichtslosen Verschwörungen, Aufständen und Sektiererei und verloren so schließlich ihre Einfluß- und Existenzmöglichkeit, während die SA allein zur eigentlichen Verkörperung des politischen Soldatentums wurde!
Ernst Röhm hingegen hatte die Notwendigkeit der revolutionären Partei das deutschen Arbeitertums ebenso erkannt, wie von der anderen Seite her der Parteiführer und Weltkriegssoldat Adolf Hitler erkannte, daß eine solch revolutionäre Arbeiterpartei einen soldatischen Bund als Sturm-Abteilung braucht, um sich kämpferisch durchsetzen zu können!

Während also Adolf Hitler das Werkzeug der revolutionären Partei schmiedet und die Massen für den Gedanken der Nation zurückeroberte, trat Ernst Röhm bereits früh der NSDAP bei und bewegte alle soldatischen Freiwilligen, die dafür zu gewinnen waren, zum Beitritt in die wachsende Sturm-Abteilung!
Noch freilich gab es viele Bünde, die zu solcher Ein- und Unterordnung nicht bereit waren. Aber Röhm hatte genügend Druckmittel in der Hand, war er doch der Verbindungsmann zur Reichswehr, deren Hilfe oder Duldung für den Erfolg des geplanten Aufstandes lebenswichtig war und verwaltete er doch die Waffenvorräte der Rebellen.
Er war die Schlüsselfigur der deutschen Erhebung, die dann am 9. November 1923 nach vier Jahren intensiver Vorbereitung losbrach. Im Vorfeld dieses Aufstandes war es Röhm gelungen, auch die widerspenstigen Bünde soweit zu zähmen, daß sie sich militärisch zu einem Deutschen Kampfbund zusammenschlossen, politisch aber sich Adolf Hitler unterstellten. Der Kampf konnte beginnen!







DIE LEHREN DES 9. NOVEMBER
(1923)

Die Analyse der Entwicklung von 1918 - 1923 hat uns bereits die ersten drei bleibenden Forderungen aufgezeigt, die sich aus der Tradition der SA auch für politisches Soldatentum heute ergeben:

  • Politische Soldaten kämpfen für eine Neue Ordnung - in welcher der Soldat den ihm zukommenden Platz einnehmen kann und schließen sich deshalb zu einem REVOLUTIONÄREN BUND SOLDATISCH GEPRÄGTER MÄNNER zusammen.

  • Dieser Bund wendet sich gegen die Lebenshaltung unpolitischen Soldatentums (Militarismus), die letztlich nur das herrschende System stabilisiert und versteht sich im Gegenteil als KERN EINER POLITISCH GEFESTIGTEN REVOLTIONÄREN VOLKSARMEE.

  • Als Organisationsform, der kämpferischen Elite unserer Nation, kann der Bund seine revolutionäre Aufgabe nur erfüllen, wenn er sich als STURM-ABTEILUNG (SA) DER REVOLUTIONÄREN PARTEI DER DEUTSCHEN ARBEITER (NSDAP) unterordnet.

Diese Traditionslinien der Aufbaujahre der SA sollten sich als zukunftsweisend herausstellen und bleiben es bis heute, wie noch zu zeigen sein wird. Die praktische Zielrichtung des politischen Kampfes der Jahre 1919 - 1923 hingegen, die durch Herstellung eines gleichberechtigten Bündnisses, eines noch vornehmlich militärisch verstanden politischen Soldatenverbandes (des Deutschen Kampfbundes) mit der revolutionären Arbeiterpartei, eine nationale Erhebung, einen Aufstand auslösen wollte, kann für uns keine Tradition sein. Unsere Tradition ergibt sich nicht aus dem Ablauf des gescheiterten Aufstandes vom 9. November 1923, sondern aus den daraus zu ziehenden Lehren. Diese Lehren betreffen natürlich in erster Linie die Strategie der politischen Kampfbewegung und sind deshalb von mir verschiedentlich, bereits in jenem Zusammenhang, umfassend dargestellt worden.

An dieser Stelle ist nur wichtig, wie sich diese Lehren, die an die Stelle des Aufstandes den Kampf um die Massen und damit für die Verwirklichung einer "legalen Revolution" setzen, auf die Bünde politischer Soldaten auswirken:
Das Verhältnis zwischen der politisch-soldatischen Organisation und der revolutionären Arbeiterpartei kam kein gleichberechtigtes Bündnis sein, sondern muß eine eindeutige Unterordnung der kämpferischen Eilte unter den Gestaltungswillen der Partei mit sich bringen. Darum ist der "Deutsche Kampfbund" von 1923, der die damals aktiven politischen Soldaten verschiedener Bünde zu einer revolutionär-militärischen Aufstandsorganisation zusammenschloß und der NSDAP als gleichberechtigter Partner gegenübertrat, NICHT unser Vorbild. Wir erstreben nicht den Zusammenschluß von Soldaten zu einer militärischen Aufstandsorganisation, sondern den Zusammenschluß der politischen Soldaten einer Sturm-Abteilung - einer Untergliederung - der Partei, der dabei die führende politische Rolle zukommt!
Beide Gliederungen zusammen aber, die ja nur Organisationsformen der verschiedenen Menschentypen innerhalb einer Bewegung sind, stellen sich nicht die Aufgabe, das herrschende System militärisch zu stürzen, sondern bemühen sich, die Masse der Bevölkerung von unserer Idee und Lebenshaltung zu überzeugen! Die Revolution, die wir erstreben, ist nicht ein Aufstand zur Änderung der Machtverhältnisse, sondern die Gewinnung der Volksmassen für ein neues Lebensideal, der dann die Änderung der Machtstrukturen zwangsläufig folgt!

Aus den Lehren des 9. November 1923 ergibt sich damit für die politischen Soldaten die vierte Forderung in der Tradition der SA:
Die SA einer Kampfzeit versteht sich zwar als soldatische, nicht aber als militärische Organisation - sie schließt sich deshalb zu einer soldatisch geprägten Untergliederung der Partei zusammen und nicht zu einer militärischen Aufstandsbewegung! Sie will durch Beispiel, Vorbild und Erziehung die wertvollsten und kämpferischsten Elemente des Volkes um sich sammeln, nicht aber durch bewaffneten Kampf das herrschende System stürzen. DIE SA LEHNT DEN BEWAFFNETEN UMSTURZ AB und bekennt sich zur STRATEGIE DER LEGALEN REVOLUTION!







DIE VERBOTSZEIT
(1923 - 1925)

Das durch den Verrat reaktionärer Kreise unvermeidliche Scheitern der nationale Erhebung vom 9. November 1923 führte zur ersten, großen und lebensbedrohenden Krise der jungen nationalsozialistischen Bewegung: Der Führer wurde verhaftet und zu Festungshaft verurteilt - die NSDAP verboten! Mit der Partei wurde auch die SA als Untergliederung verboten, die damit doppelt gescheitert war - als Wehrverband und Teil der militärischen Aufstandsorganisation des Deutschen Kampfbundes, denn der Aufstand hatte in einer völligen Niederlage geendet und als militante Untergliederung der revolutionären Arbeiterpartei, denn die NSDAP war verboten und nicht mehr in der Lage, gestaltend in die politische Auseinandersetzung einzugreifen. In dieser Situation erwies sich erneut die geniale Organisationskraft und unerschütterliche Kampfentschlossenheit Ernst Röhms:
Ihm ist es zu verdanken, daß das revolutionär-politische Soldatentum nicht wieder in zahllose Bünde und Sekten zerfiel, sondern als Gemeinschaft zusammenblieb. Unter den schwierigsten äußeren Bedingungen schuf er als legalen Deckmantel der verbotenen, aber weiterhin existierenden, SA einen großen und machtvollen Wehrverband - den Frontbann. Was außerhalb des Frontbanns blieb, versumpfte zu unpolitischen Soldatenspielereien oder verblutete bei der Organisation von Anschlägen und Attentaten, opferte sich auf in blutigem Aktionismus, der doch letztlich vergeblich blieb. Der Frontbann hingegen, der schon bald zehntausende Kämpfer umfaßte, wurde zur großen, einheitlichen Kampforganisation politischer Soldaten und stand treu zu Adolf Hitler, dem deutschen Revolutionsführer.
Doch als Organisator und Kämpfer ein leuchtendes Vorbild, war und blieb Ernst Röhm als politischer Stratege immer der Haudegen, der letztlich nur einen Weg zur neuen Ordnung kannte - die Organisation des bewaffneten Aufstandes. Diesem Ziel diente im Grunde auch wieder der Frontbann. Dies aber konnte nicht der Weg in die Zukunft sein und war es auch nicht. Die Lehren aus dem gescheiterten Aufstand zog Adolf Hitler:
In den Monaten seiner Festungshaft kam der Führer zu seinen grundlegenden Erkenntnissen über den Weg der deutschen Revolution und daraus abgeleitet über Rolle und Aufgabe der SA im deutschen Freiheitskampf. In seinen Buch "Mein Kampf" ist all das ausführlich dargestellt und begründet, was wir als die ersten vier auch für uns noch immer verbindlichen Folgerungen aus der Geschichte der SA erkannt haben. Nicht der Wehrverband - und damit auch nicht der Frontbann - war die letzte und gültige Form der neuen SA.

Nicht die militärische sondern die politisch-propagandistische Durchbruchsschlacht sollte von nun an das eindeutige und einzige Ziel der Sturm-Abteilung sein. Damit war die Frage des Doppelcharakters der SA verbindlich entschieden - obwohl soldatischer Natur, sollte die SA keine militärische sondern eine rein politische Truppe im Dienst der Partei sein. Damit trennten sich zunächst auch die Wege von Adolf Hitler und Ernst Röhm: Loyal gegenüber dem Führer legte Röhm die Führung des Frontbanns nieder und gab den Auftrag zur Weiterführung der verbotenen SA zurück. In der Folgezeit verließ er Deutschland, um als Militärberater im Generalstab die bolivianische Armee zu reorganisieren. Der Weg für die neue SA war frei.
Zunächst jedoch waren sowohl Partei wie SA weiterhin verboten. Erst mußte das Verbot überlebt und der Weg für einen Neubeginn freigekämpft worden. Diese erste Verbotszeit der nationalsozialistischen Bewegung - so kurz sie auch war - ist für uns doch ein wichtiges und interessantes Beispiel, befinden wir uns doch in ähnlicher, wenn auch noch weitaus schwierigeren Lage:
Von den mehr als 65 Jahren - seit die nationalsozialistische Bewegung existiert - war sie 41 Jahre verboten und ist es auch heute. In diesen langen Verbotsjahren hatten wir genug Zelt, zu analysieren, wie eine solch unterdrückte Bewegung, unter derartigen Bedingungen, weiterleben und wieder erstarken kann. Seit acht Jahren haben wir den klaren und durchdachten Weg gefunden und eingeschlagen, der uns nun mehr zielstrebig der Neugeburt unserer Partei näherbringt. Ideen sterben niemals an Verfolgung und Verboten - Ideen sterben nur an Gleichgültigkeit und Resignation. Wer aber könnte diesen wirkungsvoller und entschiedener entgegentreten, als die politischen Soldaten unserer Lebensanschauung, deren ganzes Leben ja geprägt ist durch Glaube, Gehorsam und Kampf, die allesamt jedem Gedanken an Gleichgültigkeit und Resignation widersprechen?!

Hier zeigt sich über deutlich, wie sehr doch der Nationalsozialismus mehr ist, als die rationale Erkenntnis von der Richtigkeit einer weltanschaulichen und politischen Überzeugung - wie sehr er auch Lebenshaltung ist, die den auch ganzen Menschen in all seinen Lebensbereichen durchdringt! Mag man auch Organisationen verbieten und vorübergehend zerschlagen können, eine solche Idee, die Weltanschauung und Lebenshaltung zugleich ist, läßt sich niemals verbieten - und vor allem kam man die Menschen nicht verbieten, die dieser Idee nicht nur anhängen, sondern sie kompromißlos und treu, Tag für Tag, leben und dafür einstehen!
An dieser Tatsache muß jedes Verbot immer wieder scheitern! Arbeiter, Soldaten und Führer - die drei Ausprägungen des nationalsozialistischen Menschenbildes - bleiben, was sie sind, auch wenn man ihre Organisationsformen zerschlägt. Und als Arbeiter, Soldaten und Führer werden sie stets neue Organisationsformen wieder herausbilden, denn ihre Stärke und Kraft beziehen sie nicht aus der Existenz einer bestimmten Organisation, sondern aus der Tatsache, daß sie eine unzerstörbare Gesinnungsgemeinschaft bilden!

Während aber die Gemeinschaft eines Führerkorps verletzlich ist, da sie naturgemäß einen vergleichsweise kleinen Personenkreis umfaßt (so zerbrach die nationalsozialistische Bewegung nach 1945 nicht zuletzt an der Ermordung ihres obersten Führerkorps und der langjährigen Internierung und konsequenten Ausschaltung ihres mittleren und unteren Führerkorps, durch die Alliierten und ihre deutschen Kollaborateure) und während die Gemeinschaft der kleinen, fleißigen, aber oft noch sehr in ihre privaten Lebensbedingungen und Lebensaussichten verstrickten, Parteigenossen dazu neigt, unter Verbotsbedingungen und ohne das starke Rückgrat einer funktionierenden Parteiorganisation, in unterschiedliche Gruppen und Grüppchen auseinanderzubrechen und dem Verbot taktisch auszuweichen, statt es mutig zu bekämpfen, wird die Gemeinschaft der politischen Soldaten, auch bei vorübergehender Zersplitterung, mit dem gesunden Instinkt und dank des vorherrschenden kameradschaftlichen Lebensgefühls des Kämpfers, stets einen entscheidenden Anteil an der Überwindung oder zumindest der Neutralisierung eines Verbots haben!
Dabei bedarf diese Gesinnungsgemeinschaft politischer Soldaten keiner bestimmten Organisationsform - ob sie als machtvoller Wehrverband weiter lebt, wie einst mit dem Frontbann (1924), ob als vermeintliche Kegel-, Wander- und Sparvereine, wie während des SA-Verbots von 1932 oder als Freizeitverein, Stammtisch oder Spaßverein (Freundschaftsgesellschaft Deutschland-Obervolta), wie nach dem Verbot der neuen SA (ANS/NA) 1983, das alles ist möglich, aber nicht entscheidend. Ausschlaggebend ist jene Erkenntnis, die wir als Fünfte aus der Tradition der SA ableiten können:
Die Unbesiegbarkeit unserer nationalsozialistischen Lebensanschauung ergibt sich wesentlich aus der Lebenshaltung unserer politischen Soldaten, die unter den Bedingungen eines Verbots eine unzerstörbare Gesinnungsgemeinschaft bilden, die unabhängig von konkreten Organisationsformen überleben und Neugeburt der Bewegung sichert!







DIE KAMPFZEIT
(1925 - 1933)

Kurz nach der Freilassung aus der Landsberger Festungshaft gründete der Führer im Februar 1925 die NSDAP neu. Die Aufhebung des NS-Verbots erfolgte nach der Zusage, daß die nationalsozialistische Bewegung von nun an streng legal arbeiten und keinen weiteren Putschversuch anstreben würde. Wie schon erwähnt war diese Zusicherung nicht etwa eine Kapitulation vor dem bürgerlichen Staat oder gar ein Verrat an der Revolution. Mit dieser Marschrichtung wurden vielmehr nun auch praktisch die Lehren des 9. November in die Tat umgesetzt und die Strategie der legalen Revolution angewandt, die dann am 30. Januar 1933 in der Machtergreifung des Führers der NSDAP gipfelte, die zu diesem Zeitpunkt bereits zur weitaus stärksten politischen Kraft in Deutschland herangewachsen war!

Diese Jahre von 1925 - 1933 sind, als die erste Kampfzeit, in die Geschichte unserer Bewegung eingegangen. In diesen Jahren fand auch die bald gleichfalls neu gegründete SA zu ihrer eigentlichen Form:
Jetzt entstand jene zivile, unbewaffnete Parteiarmee der politischen Soldaten und wurde Jahr für Jahr stärker. Der Typus dieses politischen Soldaten - Wirklichkeit geworden in den bald schon hunderttausenden Braunhemden der SA - wurde zum Helden des werdenden Dritten Reiches. Der "unbekannte SA-Mann", den Dr. Goebbels einst als den "Aristokraten des Dritten Reiches" bezeichnet hatte, war mit seinem Kampf und Opfer der eigentliche Schöpfer des nationalsozialistischen Volksstaates! 400 Blutzeugen und einige tausend Verwundete - das war der Blutzoll der SA in ihrem Ringen um das neue Reich. Aber unerschüttert und unwiderstehlich marschierte diese politische Armee unseres Volkes voran bis zum schließlichen Sieg.

Im September 1930 schaffte die NSDAP ihren politischen Durchbruch: Bis dahin hatten sich in der SA jene tausenden Männer zusammengefunden, die, in scheinbar hoffnungsloser Lage, das aktivste und kämpferischste Element im deutschen Volk bildeten. Nach diesem ersten, großen Wahlsieg jedoch erwachte auch in den breiten Volksmassen wieder die Erinnerung an die Frontgemeinschaft des Ersten Weltkrieges und all die nationalen und sozialen Hoffnungen, die sich einst daran knüpften - die Sehnsucht nach einer wirklichen Volksgemeinschaft von Arbeitern und Soldaten! Was bislang Kampf einer Eilte war, wurde zum Volkskampf der breiten Massen! Deutschland war im Erwachen! Der Kampfruf der SA "Deutschland Erwache!" fand nun seinen Widerhall bei hunderttausenden Männern - Soldaten des großen Krieges, aber auch viele ganz junge Kämpfer, deren Sehnsucht nach Gemeinschaft in jenem Weimarer System des Elends, der Korruption und der Demokratie schicksalhaft erwacht war! Dieses Anwachsen der braunen Armee brachte natürlich auch enorme organisatorische Probleme mit sich, der sich die bisherige SA-Organisation nur mühsam gewachsen zeigte.
Jetzt ging es ja nicht mehr darum, das Feuer zu hüten, durchzuhalten in dunkler Nacht - nun mußte die SA in eine Form gebracht werden, die es ihr ermöglichen könnte, den Weg zur Macht frei zu kämpfen. Denn der große Wahlsieg des Septembers 1930 war nicht das Ende es Kampfes - er war erst der Beginn der eigentlichen Durchbruchsschlacht. Jetzt erst formierten sich die Kräfte des Gestern wirklich gegen den Nationalsozialismus, jetzt gab die KPD die Anordnung heraus, die zum Beginn des Massenterrors wurde: "Schlagt die Faschisten, wo ihr sie trefft!"
In dieser Situation rief Adolf Hitler Ernst Röhm aus Bolivien zurück - und Röhm kam und übernahm als Stabschef wieder die Führung der SA. Wie der Führer im Rückblick das Wirken Röhms und der von ihm kommandierte SA in diesen kritischen Jahren einschätzte, zeigte seine Neujahrsbotschaft 1934 an den Stabschef, die damals in der deutschen Presse veröffentlicht wurde:

"Mein lieber Stabschef!
Der Kampf der nationalsozialistischen Bewegung und die nationalsozialistische Revolution wurden nur ermöglicht durch das konsequente Niederwerfen das marxistischen Terrors durch die SA. Wenn das Heer den Schutz der Nation nach Außen zu garantieren hat, dann ist es die Aufgabe der SA, den Sieg der nationalsozialistischen Revolution, den Bestand das nationalsozialistischen Staates und unsere Volksgemeinschaft im Innern zu sichern. Als ich Dich, mein lieber Stabschef, in Deine heutige Stellung berief, durchlebte die SA eine schwere Krise. Es ist mit in erster Linie Dein Verdienst, wenn schon nach wenigen Jahren dieses politische Instrument jene Kraft entfalten konnte, die es mir ermöglichte, den Kampf um die Macht durch die Niederringung des marxistischen Gegners endgültig zu bestehen.
Am Abschluß des Jahres der nationalsozialistischen Revolution drängt es mich daher, Dir, mein lieber Ernst Röhm, für die unvergänglichen Dienste zu danken, die Du der nationalsozialistischen Bewegung und dem deutschen Volke geleistet hast und Dir zu versichern, wie sehr ich dem Schicksal dankbar bin, solche Männer wie Dich als meine Freunde und Kampfgenossen bezeichnen zu dürfen.
In herzlicher Freundschaft und dankbarer Würdigung
Dein Adolf Hitler.
"

Nicht der fleißige Parteiarbeiter, nicht der mitreißende Redner und nicht der tiefgründige Denker waren also die eigentlichen Schöpfer des Dritten Reiches, so sehr sie alle auch notwendig waren für den Sieg. Der Schöpfer des Dritten Reiches - das war der "unbekannte SA-Mann" der einfache Braunhemd-Soldat, der durch sein Leben, seinen Kampf und seine politische Arbeit mehr überzeugte, als jede Organisation, jede einmalige Massenkundgebung und jede theoretische Schrift es vermocht hätten! Gerade die aufgehetzten Massen sozialistischer und kommunistischer Arbeiter mit ihrem gesunden Instinkt und Ekel vor jeder bürgerlich-reaktionären Haltung und Ideologie konnten nur durch das gelebte Beispiel antikapitalistischer und antibürgerlicher, revolutionärer Arbeiter und Soldaten das Nationalsozialismus für diesen gewonnen worden. Die Frontgemeinschaft des Ersten Weltkriegs, die nach dem Empfinden aller Frontsoldaten nach einem Sieg den bürgerlichen Klassenstaat überwunden und den sozialen Volksstaat der deutschen Nation erzwungen hätte, die aber durch Verrat und Niederlage vom entstehenden System der Bonzen und Schmarotzer zerbrochen wurde, war von neuem entstanden, hatte auf die junge Generation ausgestrahlt und barg nun neue Hoffnung in sich, für Überleben und neue Entfaltung das deutschen Volkes - diese Frontgemeinschaft hatte ihre endgültige Gestalt in der braunen Armee der SA gefunden und den Sieg der revolutionären deutschen Arbeiterpartei, der nationalsozialistischen Bewegung, ermöglicht!

An diese SA-Kampfzeit denken wir vor allem, wenn wir an Tradition und Geist der Sturm-Abteilung festhalten und diese in unserer Zeit und für unseren Kampf zu neuem Leben erwecken.
Diese SA aber wirkte nicht durch eine eigenständige Programmatik oder politische Winkelzüge - sie wirkte allein durch das gelebte Beispiel des SA-Geistes, durch das alltägliche greifbare Leben und Handeln jedes einzelnen SA-Kämpfers, der an seinem Platz als Einzelmensch wie als Teil der Braunhemden-Armee die schärfste und klarste Verkörperung nationalsozialistischer Lebenshaltung war und dadurch die Volksgenossen überzeugte und mitriß! In diesem Wirken, durch das gelebte Beispiel des SA-Geistes, liegt die sechste und wohl wichtigste Traditionslinie der SA, ohne die alles andere sinnlos wäre und zu der wir uns stolzen Herzens ebenso bekennen, wie wir sie als entscheidende Aufgabe und Verpflichtung in unserem Leben und unserem Kampf begreifen und leben wollen!







DIE TRAGÖDIE DER SA
(1933/34)

Der 30. Januar 1933 schien alle Hoffnungen der revolutionären Kämpfer zu erfüllen: Der Sieg war errungen, der Führer Reichskanzler; die NSDAP war zur führenden politischen Kraft der deutschen Nation geworden, ihre Sturm-Abteilung schwoll unwiderstehlich an - bis zum Juni 1934 trugen bereits mehr als drei Millionen deutscher Männer stolz das braune Hemd der SA; der Stabschef war Reichsminister und wurde, beim Reichsparteitag des Sieges im September 1933, symbolisch als stärkste Persönlichkeit nach Hitler und nahezu gleichberechtigt neben dem Führer herausgehoben. Und doch wuchs im Hintergrund in der SA berechtigte Unzufriedenheit:
Zuwenig sprach man über die Verwirklichung und Durchsetzung der nationalsozialistischen Revolution, zuviel über eine "nationale Erhebung" die nun abgeschlossen sei. Ein Bündnis und Kompromiß mit der noch immer machtvollen Reaktion in Reichswehr, Verwaltung und Wirtschaft aber war nicht der Sieg, war nur ein halber Erfolg. Gegen Rotfront UND Reaktion hatte sich stets der Kampf der SA gewendet, seit die ersten nationalsozialistischen Revolutionäre am 9. November 1923 von der Reaktion verraten und niedergeschossen worden waren. Die Rotfront war nach dem 30. Januar 1933 konsequent ausgeschaltet und endgültig niedergerungen worden, die nationale Revolution hatte gesiegt - wo aber blieb die sozialistische Revolution, die nun konsequent die Reaktion beseitigen sollte und mußte?!

Auch die zitierte Neujahrsbotschaft des Führers klang bei aller spürbaren Herzlichkeit und Anerkennung eigentümlich unklar und verwaschen:
Die Reichswehr sollte den Schutz des Reiches nach außen weiter übernehmen, die SA aber den nach innen?! Was konnte das konkret heißen: Schutz nach innen, das müßte eigentlich Kontrolle über den gesamten Apparat der Staatssicherheit und dessen Neuorganisation bedeuten. Davon aber konnte keine Rede sein - zwar wurde die SA wiederholt als "Hilfspolizei" eingesetzt und eine Reihe von SA-Führern wurden zu Polizeipräsidenten ernannt, aber der Polizei- und Sicherheitsapparat wurde durchaus nicht insgesamt der SA-Führung unterstellt, wie notwendig und geboten gewesen wäre, damit die SA diese gestellte Aufgabe wirklich hätte erfüllen können. Hätte Röhm zu diesem Zweck das Innenministerium übernehmen müssen? - auch davon war keine Rede.
Dieselbe Skepsis brachte die SA-Führung der "Arbeitsteilung" mit der Reichswehr entgegen:
Die nationalsozialistischen Revolutionäre um Ernst Röhm waren fast alle ehemalige Frontoffiziere und spätere Freikorpsführer - politische Soldaten, die aus der Reichswehr heraus gedrängt worden waren und schon längst begriffen hatten, das diese, scheinbar so unpolitische Truppe, in Wirklichkeit ein höchst politisches Machtmittel der Reaktion war. Ernst Röhm und sein Stab begriffen die Logik der Revolution, daß eine solche erst dann wirklich gesichert ist, wenn sie sich eine eigene Revolutionsarmee geschaffen hat!

Im ersten Halbjahr 1934 verschärften sich daher zunehmend die inneren Spannungen: Die SA forderte eine "zweite Revolution" gegen die Reaktion und als entscheidenden Schritt hierzu die Umwandlung der SA in eine bewaffnete Volksmiliz, sowie die Übernahme geeigneter Führer und Unterführer als Offiziere und Unteroffiziere in die Reichswehr, um diese politisch kontrollieren zu können. Aus der Verbindung beider Elemente - Schaffung einer hochtechnisierten, schlagkräftigen und schnell einsatzfähigen, kleinen nationalsozialistischen Elitetruppe, mit dem Unterbau einer praktisch alle wehrfähigen Männer umfassenden Volksmiliz - sollte so unter der Leitung der SA-Stabsführung die angestrebte nationalsozialistische Volksarmee entstehen und der Reaktion ihr entscheidendes Machtmittel aus der Hand gewunden worden.
Konsequent trat damit zunehmend wieder der alte Doppelcharakter der SA zutage, die zwar ihrem Selbstverständnis gemäß stets uneingeschränkt Untergliederung der Partei blieb, zusätzlich jetzt aber nicht nur wieder wie früher ein militärischer Wehrverband werden, sondern die revolutionäre Volksarmee der Zukunft sein wollte! Dafür schließlich war sie von Röhm schon 1919 ausgewählt und gefördert worden. So hatte er letztlich stets seine Aufgabe als SA-Führer verstanden. Und dies entsprach auch - wie erwähnt - der Logik der NSDAP als revolutionärer Partei, die den Anspruch erhoben hatte: "Die Partei befiehlt dem Staat!"
In ihren Gliederungen hatte die Partei schon in der Kampfzeit einen "Schattenstaat" errichtet, der nach der Revolution den bürgerlichen Staatsapparat durchdringen und im nationalsozialistischen Sinne umformen sollte. Und in diesem Schattenstaat hatte die SA stets die Rolle der künftigen Volksarmee innegehabt. Weder die SA-Führung noch der einfache SA-Kämpfer verstanden nun, warum nach der Machtergreifung dieser Anspruch auf allen Ebenen - vor allem aber hinsichtlich der Aufgabe der SA - zunehmend zugunsten eines Kompromiß und einer Macht- und Aufgabenteilung mit der Reaktion geopfert wurde.

Gestützt auf seine drei Millionen SA-Kämpfer, die, auch unbewaffnet, schon zahlenmäßig den stärksten Machtfaktor im Reich darstellten, begann Ernst Röhm gegen zu steuern: Im Vorgriff auf die erwartete zweite Phase der Revolution begann er mit der Umwandlung und Reorganisation der SA zu einer militärischen Formation und durch spektakuläre Appelle der SA-Gruppen im ganzen Reich, durch Reden, Proklamationen und Aufmärsche übte er zunehmend Druck aus. Er erklärte:

"Wenn Spießerseelen meinen, daß es genüge, wenn der Staatsapparat ein anderes Vorzeichen erhalten hat, daß die nationale Revolution schon zu lange dauert, so pflichten wir ihnen hierin ausnahmsweise gerne bei; es ist in der Tat hohe Zeit, daß die nationale Revolution aufhört und daß daraus die nationalsozialistische wird. Ob es ihnen paßt oder nicht, wir werden unseren Kampf weiterführen. Wenn sie endlich begreifen um was es geht, mit ihnen, wenn sie nicht wollen, ohne sie und wenn es sein müßte, gegen sie."

Und am 18. April 1934 schließlich erfolgte in nicht mehr zu überbietender Eindeutigkeit die offene Kampfansage an die Reaktion, als Ernst Röhm in einer Ansprache ausführte:

"Wir aber haben keine nationale, sondern eine nationalsozialistische Revolution gemacht, wobei wir besonderes Gewicht auf das Wort "sozialistisch" legen! Wo diese nationalen Kräfte inzwischen, zu ihrem nationalen Denken, noch den Sozialismus hinzu gelernt haben und praktisch betätigen, mögen sie weiter mit uns marschieren. Wo sie aber meinen, wir würden, ihnen zuliebe, auch nur die geringsten Abstriche von unserem konsequent sozialistischen Wollen machen, irren sie gewaltig.
Reaktion und Revolution sind natürliche Todfeinde. Es führen keine Brücken hinüber und herüber, weil eines das andere ausschließt. In einer unbegreiflichen Milde hat das neue Regiment in Deutschland bei der Machtübernahme mit den Trägern und Handlangern des alten und noch älteren Systems nicht rücksichtslos aufgeräumt. Heute sitzen in beamteten Stellungen Menschen, die vom Geiste der nationalsozialistischen Revolution noch keinen Hauch verspürt haben. Wir nehmen es ihnen nicht übel, daß sie eine durch die Entwicklung überholte Gesinnung haben, obwohl wir es nicht für glücklich halten, daß man sie gleich- statt ausgeschaltet hat. Wir brechen ihnen aber bestimmt und erbarmungslos das Genick, wenn sie diese reaktionäre Gesinnung zu bestätigen wagen.
"

Solche und ähnliche Proklamationen, die in diesen Monaten zu Dutzenden wiederholt wurden, führten zunehmend zu Gerüchten, daß Ernst Röhm einen Putsch plane - daß die zweite Revolution, die er für notwendig hielt, durch einen Aufstand der SA ausgelöst werden sollte. Doch damit würde man Röhm völlig falsch beurteilen:
Ernst Röhm war stets ein loyaler und treuer Gefolgsmann des Führers - freilich kein byzantinischer Jasager und Schmeichler, sondern ein selbstbewußter und selber denkender Freund. Mit der Bewaffnung der SA-Elitetruppe (Stabswachen), der Reorganisation der SA als militärischer Truppe und mit seinen Appellen und Proklamationen bereitete Röhm keinen Staatsstreich vor, der ja wohl kaum so offen und provozierend in Szene gesetzt werden könnte. Stets war klar, daß die zweite Phase der Revolution nicht gegen Adolf Hitler, sondern mit ihm eingeleitet werden sollte; es war aber auch immer klar, daß Röhm, wie schon 1924, zurücktreten und seinen Auftrag zurückgeben würde, wenn der Führer gegen ihn entschied. Ein deutlicher Beweis dafür ist, daß Röhm bei seiner Rückkehr nach Deutschland nicht aus der bolivianischen Armee ausgeschieden war, sondern sich nur beurlauben ließ - sich also den Rückweg offenließ, falls er seine Vorstellungen nicht würde durchsetzen können! Weder am 30. Juni 1934, noch für irgendeinen späteren Zeitpunkt drohte also ein Aufstand der SA: der "Röhm-Putsch" war in Wirklichkeit ein Putsch gegen Ernst Röhm - ermöglicht durch einen Nervenkrieg und Intrigen der Reaktion, durch die der Führer getäuscht wurde.

Allerdings soll an dieser Stelle auch keine billige Kritik an Adolf Hitler geübt werden: Röhm wollte nicht putschen, wohl aber Druck ausüben - auch Druck auf den Führer, um ihn für seine Vorstellungen zu gewinnen. Allein das schon war ein Verstoß gegen das "Grundgesetz" der SA, die keine eigene Politik treiben darf, sondern stets kämpferische Untergliederung der Partei und ihrer Strategie und Taktik untergeordnet bleiben muß. Dieser Verstoß hätte sicherlich eine Absetzung das Stabschef gerechtfertigt. Er war zudem unverantwortlich in einer derart gespannten innenpolitischen Atmosphäre, in der zwar kein SA-Putsch, wohl aber ständig ein reaktionärer Reichswehrputsch möglich war und auch verschiedentlich angedroht wurde. Ein solcher aber hätte zum Bürgerkrieg führen können!
Getäuscht durch Putschgerüchte und Intrigen der Reaktion, bestärkt durch rivalisierende Röhm-Gegner in der Partei, unter Druck gesetzt durch den Stabschef und bedroht durch reaktionäre Restaurationsbestrebungen, diente das Vorgehen Hitlers am 30. Juni 1934 in seinen Augen der Verhinderung eines drohenden Bürgerkrieges. Vor diesem Hintergrund wird die Hinrichtung der SA-Führer verständlich. Man kann und darf nicht vom bequemen Sessel des historischen Beobachters aus, fünfzig Jahre später, Urteile über Schuld und Tragik fällen wollen!

Wohl aber darf man aus historischen Erfahrungen Lehren für Gegenwart und Zukunft ziehen - wie wir es ja auch bereits mit der ersten Tragödie der SA am 9. November 1923 getan haben: Die hintergründige Spannung des Doppelcharakters der SA - militärische oder rein politische Truppe - entlud sich zweimal in dramatischen Ereignissen: Am 9. November 1923 und am 30. Juni 1934. Beide Male befand sich die SA auf dem Höhepunkt ihrer Macht und beide Male verlor sie diese Macht in blutigen Abrechnungen, die ihr keine Chance ließen. Die Lehren daraus aber sind höchst unterschiedlich: Nach 1923 war die Entscheidung richtig, die SA ihres militärischen Charakters zu entkleiden und sie zu einer ausschließlich propagandistisch wirksamen Partei-Armee umzuformen. Damals hatte Ernst Röhm unrecht. Die SA hat nicht die Aufgabe, das bekämpfte System militärisch zu besiegen, sondern soll die kämpferische Elite der Nation in ihren Reihen sammeln und durch das Beispiel ihres SA-Geistes die breiten Volksmassen für den Nationalsozialismus gewinnen, um der NSDAP eine legale Revolution zu ermöglichen. So hatten wir die SA-Tradition verstanden und so wenden wir sie auch auf die heutige Kampfzeit an.

Am 30. Juni 1934 jedoch war die nationalsozialistische Bewegung bereits an der Macht, hatte die SA ihre Aufgabe im wesentlichen erfüllt. In einer solchen Situation aber geht es darum, nunmehr alle Institutionen und Machtbastionen des bürgerlichen Staates mit nationalsozialistischem Geist zu durchdringen, umzuformen und der Autorität der Partei zu unterstellen. Dazu gehören vor allem auch alle Formationen der inneren und äußeren Staatssicherheit. Diese Bereiche sind die klassischen Aufgabenbereiche einer siegreichen SA und der in ihr organisierten kämpferischen Elite der Nation! Ohne einen solchen Kampf gegen die Machtbastionen der bürgerlichen Reaktion bleibt eine Revolution unvollendet und muß unter den großen Belastungen scheitern und zusammenbrachen, wie es dann ja auch schließlich geschah. Diesmal also hatte Ernst Röhm recht.

Der konsequente und erbarmungslose Kampf gegen die Reaktion ist deshalb die siebte Forderung in der Tradition der SA. Angesichts der blutigen und tragischen Geschichte der SA und ihres großen Stabschefs stehen wir ganz bewußt und unerbittlich in dieser SA-Tradition, die in den bereits zitierten Worten Ernst Röhms klar zum Ausdruck kommen:
"Reaktion und Revolution sind natürliche Todfeinde. Es führen keine Brücken hinüber und herüber, weil eines das andere ausschließt."







DIE ENTMACHTUNG
(1934 - 1945)

Die Hinrichtung der besten SA-Führer am 30. Juni 1934 hatte der SA das Rückgrat gebrochen: Sie wurde nun zahlenmäßig stark verkleinert und politisch gänzlich entmachtet. Bis 1945 sollte sich daran nichts mehr ändern. Ohne wirkliche Funktion im Dritten Reich bildete die SA fortan einen riesigen, unpolitischen Wehrsportverein ohne jede Bedeutung. Auch der Krieg, der seit 1939 neu entbrannt war, änderte daran nichts: Der SA blieb es verwehrt, eigene militärische Formationen zu bilden, die meisten SA-Männer taten im Rahmen der Wehrmacht ihre Pflicht, wie alle anderen Volksgenossen auch, SA- Führer kämpften und starben auf minderwertigen Kommandostellen, ohne gestaltenden Einfluß nehmen zu können.

So sind also die Jahren an der Macht für das vorliegende Thema eher unergiebig. Doch fehlte es auch an positiven Gestaltungsmöglichkeiten, so bietet doch gerade die Analyse der Entmachtung der SA und ihrer Folgeerscheinungen im negativen Bereich wesentliche Gesichtspunkte zur Tradition der SA:
Ihrem Wesen nach war die SA niemals eigenständige politische Kraft, sondern stets dazu bestimmt, organisatorischer Rahmen für die kämpferische Elite der Partei zu sein. Zwangsläufig mußte also die Entmachtung der SA auch Bedeutung und Durchsetzungskraft der NSDAP beeinflussen, deren kämpferische Gliederung sie war. Die Braunhemden waren die klarste und reinste Ausprägung nationalsozialistischen Geistes gewesen, ihre Entmachtung führte deshalb praktisch auch zum Niedergang der NSDAP als revolutionärer und gestaltender Kraft. Die Entscheidung des 30. Juni 1934 bewirkte auf allen Ebenen den Verzicht auf die Vollendung der Revolution und Arbeitsteilungen mit der Reaktion, deren Machtbastionen in Armee, Verwaltung und Wirtschaft gegen das Versprechen der Loyalität gegenüber dem Führer unangetastet blieben. Damit waren wesentliche Bereiche des staatlichen und gesellschaftlichen Lebens dem Gestaltungswillen und der Gestaltungsmöglichkeit der Partei entzogen. Der einstige Anspruch "Die Partei befiehlt dem Staat" war in der gesellschaftlichen Wirklichkeit praktisch aufgehoben. Die NSDAP übte soweit Kontrolle aus, wie sie es sich im Gefolge der nationalen Erhebung 1933/34 erkämpfen konnte.

Nach 1934 blieb die Revolution unvollendet stecken und selbst in Rahmen ihrer Möglichkeiten degenerierte die Partei, ohne das revolutionäre, idealistische und kämpferische Element der ursprünglichen SA, mehr und mehr zu einem, wie ich es an anderer Stelle einmal bezeichnet habe, "Festkomitee zur Organisation von Gedenkfeiern"! Sicherlich wurde Großartiges geleistet:
Mit ihren Untergliederungen gelang der NSDAP, dort wo sie sich durchsetzen konnte, ein wirklicher und wirksamer Nachweis nationalsozialistischen Gestaltungswillens - im sozialen Bereich mit der Deutschen Arbeiterfront, im Bereich der Jugenderziehung mit der HJ, bei der Gewinnung und Erziehung der deutschen Frau mit der NS-Frauenschaft. Diese Leistungen lassen erahnen, wie es sich ausgewirkt hätte, wenn es der Partei gelungen wäre, ihren einstigen totalen Machtanspruch, wirklich auf allen Gebieten durchzusetzen. So aber erzeugte Dr. Goebbels, mit seiner faszinierenden Propaganda, die letztlich gefährliche Illusion, der nationalsozialistische Staat sei verwirklicht, während das Dritte Reich doch in seinen wesentlichen machtpolitischen Grundlagen allenfalls ein nationalsozialistisch werdendes Deutschland war, das zu seiner Verwirklichung, nach den Worten Rosenbergs, etwa drei Generationen brauchen würde - bis nämlich die erste, gänzlich vom Nationalsozialismus herangebildete und erzogene, Generation herangewachsen wäre. So beruhte der nationalsozialistische Staat nicht auf dem machtpolitischen Sieg und der alle Bereiche durchdringenden formenden Kraft der revolutionären Partei, wie es ursprünglich gedacht war, sondern im Grunde ausschließlich auf der Tatsache, daß der Parteiführer Kanzler des Reiches geworden war und es verstanden hatte, diese Stellung mit außerordentlichen Vollmachten auszustatten. Hier liegt auch eine Erklärung dafür, daß nach dem Tod des Führers sich die Reaktion schnell wieder erhob und ein System nach ihrem Geschmack restaurieren konnte, während die nationalsozialistische Bewegung, ohne einen Parteiführer an der Macht, für eine Generation nahezu jede Handlungsfähigkeit einbüßte und diese erst in den 70er Jahren zurückgewann.

Nach den 20. Juli 1944 gelang es der Parteikanzlei unter Pg. Bormann zwar, die Partei stärker an der Macht zu beteiligen: Mit der Bildung der Gauverteidigungskommissariate und des, der Partei unterstellten, Volkssturms legte Adolf Hitler nach zehn Jahren das Schicksal des Reiches wieder in die Hände der NSDAP, aber es war in vielerlei Hinsicht zu spät.
Immerhin ist es faszinierend zu beobachten, wie unter den Belastungen und Nöten des Krieges, die Berechtigung, der Sorgen, wie der Vorschläge Röhms, zunehmend deutlich wird: Mit fast zehnjähriger Verspätung verwirklicht der Aufbau der Waffen-SS, als nationalsozialistisch geprägte Elitetruppe und des Volkssturms, als nationalsozialistische Volksmiliz, die ursprüngliche Wehrkonzeption des Stabschefs, führt die Partei unter Bormann nach dem 20. Juli 1944 ihre verzweifelte Kampagne gegen die Macht der Reaktion und hat sich die Wehrmachtsführung als von reaktionären Verrätern durchsetzt erwiesen.
Zwei verbürgte Aussprüche des Führers 1945 belegen, in welchem Ausmaß die Entmachtung der SA am 30. Juni 1934 zur entscheidenden Tragödie des Dritten Reiches geworden war:
"Auf meinem Grabstein müßte stehen: Er wurde das Opfer seiner Generäle!" und "Ernst Röhm hatte recht: Wir hätten eine vom revolutionär - nationalsozialistischem Geist erfüllte Wehrmacht gebraucht!"

Neben dem Kompromiß mit der Reaktion und neben der fortdauernden Entmachtung der SA führte der 30. Juni 1934 noch eine dritte, verhängnisvolle Entwicklung herbei, die gleichfalls ihren Anteil am Untergang des Dritten Reiches haben sollte: Die Geburt des Dogmatismus!
Unter Dogmatismus verstehen wir eine innere Haltung, die einzelne Glaubenssätze, oder auch ein zusammenhängendes System von Glaubenssätzen, zur absoluten Wahrheit erklärt und damit Vielfalt und Offenheit von Natur und Wirklichkeit vergewaltigt und zurechtbiegt. Solche Haltung bewirkt stets verhängnisvoll, weil der Versuch, die Wirklichkeit in ein Käfig absoluter Glaubenssätze zu sperren und zurecht zu biegen, stets zu naturwidrigem Verhalten führt und zu Unmenschlichkeiten beim Bemühen, die Natur und ihre Gesetze dem Dogma unterzuordnen. Da dies dem inneren Wesen des Menschen widerspricht, erzeugt der Dogmatismus bei seinen Anhängern künstlichen und hysterischen Fanatismus, der inneren Zweifel übertönen soll, seine Gegner aber werden unterdrückt, ohne daß es dafür eine andere Rechtfertigung gibt als die, daß sie sich einem Wahnsystem nicht beugen, Natur und Wirklichkeit nicht verleugnen wollen. Von primitivem, höherem und einfachem Blödsinn, wie dem christlichen Lehrsatz "Ich glaube daran, weil es absurd ist" und dem liberalkapitalistischen Grundgesetz von der "Gleichheit der Menschen" bis zum ausgefeilten System "wir", dem katholischen Dogma, der Psychoanalyse oder dem marxistischen Lehrgebäude reicht der Bogen dogmatischer Wirklichkeitsverzerrung, aus dem die Unmenschlichkeit von Ideologien entspringt.

Der Nationalsozialismus ist dem gegenüber keine Ideologie - er konstruiert nicht aus wahnhaften Glaubenssätzen ein dogmatisches, künstliches Lehrgebäude, sondern betrachtet als Welt- und Lebensanschauung die Wirklichkeit, gewinnt in ihr durch Erkenntnis der Natur und ihrer Gesetze eine feste Position und baut darauf eine naturgemäße, organische Lebensordnung auf. Auch die nationalsozialistische Partei ist nicht dogmatisch - sie fordert Disziplin und Unterordnung unter die Parteilinie nicht, weil sie die absolute Wahrheit ideologischer Lehrsätze zu vertreten vorgibt, sondern weil eine solche Disziplin erforderlich ist, um es einer kämpferischen, revolutionären Bewegung zu ermöglichen, die herrschende, naturwidrige Gesellschaft durch eine art- und naturgemäße Gemeinschaft, eine Neue Ordnung zu ersetzen!
Das gleiche gilt für die SA: Auch hier wurde keine künstliche Ideologie eingehämmert sondern eine freie, revolutionäre Lebenshaltung entwickelt, durch die der kämpferische Nationalsozialist - der politische Soldat - seinen ihm gemäßen Platz in der menschlichen Gemeinschaft findet und durch seinen kämpferischen Einsatz bei der Verwirklichung der Neuen Ordnung hilft!
Viele persönliche Gründe und Lebenshaltungen führen die Menschen zum Nationalsozialismus - darunter können auch solche dogmatischer Natur sein, denn der Dogmatismus ist mit seinem Versprechen von Gewißheit und letzten Erklärungen und mit seiner gebieterischen Starre für viele Menschen eine stete Versuchung zur Flucht aus der erbarmungslosen Wirklichkeit. Insgesamt aber hatte sich der Nationalsozialismus, die Partei und ihre SA vom Dogmatismus stets freigehalten.
Mit dem 30. Juni 1934 änderte sich auch dies: Von der Entmachtung der SA profitierte nicht nur die Reaktion, die fortan unbehelligt blieb, bis ihre nationale Unzuverläßigkeit und ihre Verrätereien am 20. Juli 1944 offensichtlich wurden - es profitierte davon auch die SS, die nun nicht mehr der SA-Stabsführung unterstand, zur eigenständigen Gliederung wurde und bis zum Ende Jahr für Jahr mehr Macht und Einfluß gewann, ja, zum Staat im Staate heranwuchs! Auch die SS-Männer der Kampfzeit, der Friedensjahre und der Kriegszeit waren politische Soldaten. Was für die SA bisher beschrieben wurde, gilt weitgehend auch für die SS, die ursprünglich ja nichts anderes sein sollte, als eine nochmalige Auslese und Elitebildung innerhalb des politischen Soldatentums.

So kann es uns auch nicht verwundern, daß die SS, in zähem Ringen, Schritt für Schritt zunächst den inneren Sicherheitsapparat eroberte und schließlich im Krieg mit der Waffen-SS endlich die nationalsozialistische Revolutionsarmee verwirklichte. So erklärt sich auch die vorbildliche soldatische Größe, Kameradschaft, Disziplin, Opfer- und Einsatzbereitschaft der SS-Männer, die in vieler Hinsicht den Anspruch Adolf Hitlers an den Nationalsozialisten verwirklichten - die "reinste Verkörperung des Wertes von Rasse und Persönlichkeit" zu sein! In all dem - vor allem im Beispiel der Waffen-SS - sehen wir ein wahres Vorbild der Lebenshaltung des politischen Soldaten. Doch ist all das nicht eigentlich SS-typisch: Viel gründlicher und ausstrahlend letztlich auf alle wehrfähigen Männer unseres Volkes sollte das, nach den Vorstellungen Röhms, mit der SA und ihrer Eliteformation - den SA-Stabswachen - schon von Anfang an angestrebt und verwirklicht werden und das wäre bei einem Sieg über die Reaktion und bei der Einleitung der zweiten Revolution sicher auch geschehen.

Das Problem mit der SS bestand aber nicht in erster Linie darin, daß notwendige Entwicklungen, die am 30. Juni 1934 unter ihrer Mithilfe gestoppt worden waren, nun von ihr erst Jahre später, angesichts eines praktisch schon verlorenen Krieges, nachgeholt werden mußten - das Problem ist vielmehr, daß die SS zwar, wie die SA, ursprünglich vom Leitbild das politischen Soldaten innerhalb der nationalsozialistischen Bewegung ausging, aber unter dem Einfluß ihres Reichsführers Himmler mehr und mehr eine eigene dogmatische Ideologie entwickelte, dieser schließlich mit dem Nationalsozialismus nur noch den Namen gemeinsam hatte:
Die SS begnügte sich nicht damit Untergliederung der nationalsozialistischen Partei zu sein und damit ihren Platz in der Volksgemeinschaft zu finden, wie es für die SA stets selbstverständlich war, sondern sie verstand sich als Staat im Staat - als künftige Herren, statt als Teil der Volksgemeinschaft!

Es ist hier nicht der Ort, die SS-Ideologie ausführlich zu analysieren und ihre innere Unvereinbarkeit mit der nationalsozialistischen Lebensanschauung nachzuweisen. Nur wenige Stichworte mögen genügen: Bestandteile der SS-Ideologie waren der Vorherrschaft der nordischen Rasse, die Minderwertigkeit der slawischen Völker, der Aufbau einer Erbaristokratie als einer absolut herrschenden Schicht - das alles sind naturwidrige und dogmatische Glaubenssätze, die den Kernpunkten der nationalsozialistischen Lebensanschauung entschieden widersprechen - der Anerkennung rassischer Vielfalt (was Rassenhaß ausschließt!) und der Volksgemeinschaftsidee (was mit einer einseitigen Hochschätzung der nordischen Rasse, die nur eine Minderheit in deutschen Volkskörper darstellt, ebenso unvereinbar ist wie das beanspruchte Herrenmenschentum eines neuen Blutadels!). Der weltanschaulichen Entfremdung folgte die organisatorische:
Theoretisch war die SS eine Untergliederung der NSDAP - praktisch bildete sie jedoch mehr und mehr einen völlig selbständigen Machtkörper im Dritten Reich und war schließlich mit dem nationalsozialistischen Volksstaat nur noch durch den persönlichen Treueeid auf Adolf Hitler verbunden. Auf den Höhepunkt ihrer Macht träumten führende SS-Kreise von einem unabhängigen SS-Ordensstaat in Burgund als staatlichem Kern des, von der nordischen Rasse unterworfenen, europäischen Kontinents und von der endgültigen Ablösung der nationalsozialistischen Partei, als führender Kraft nach dem Endsieg und dem Tod des Führers und ihrer Ersetzung durch die SS.

Es sei ausdrücklich angemerkt:
Nicht die Idee eines Ordens, der Elitebildung oder auch eines wahren Rassenadels ist an sich abzulehnen, sondern ihre Vermischung mit nordischem Auserwähltheitswahn und ähnlichen dogmatischen Entartungen, die die angestrebte Volksgemeinschaft künstlich auseinander reißen und spalten, sowie alle anderen Völker und Rassen gegen uns aufbringen mußten! Natürlich war es nur ein kleiner Kreis innerhalb der SS, der solchen Gedanken nachhing, aber leider sehr mächtig und letztlich ausschlaggebend, weil der Reichsführer-SS selber dahinterstand. Himmler hat den Nationalsozialismus im Grunde niemals verstanden, sondern unter diesem Vorwand stets nur versucht, seine eigene Ideologie des Rassenhochmuts und falsch verstandenen Herrenmenschentums durchzusetzen. Es bedarf wohl keiner weiteren Ausführung, um zu erkennen, wie sehr diese SS-Ideologie unserer Sache geschadet und mit zum Untergang des nationalsozialistischen Volksstaates beigetragen hat! Der SA sind - wie erwähnt - solche dogmatische Tendenzen ebenso wesensfremd, wie die Bildung eines Staats im Staate!

Als ich deshalb 1977 mit dem Aufbau einer neuen SA begann, die sich zur Tradition der historischen Sturm-Abteilung bekannte, gehörte dazu auch von Anfang an die Entscheidung: "Solange ich in dieser Bewegung etwas zu sagen habe, wird es keine neue SS geben!"
Inzwischen haben wir gegen manche Widerstände dies in unserer Gemeinschaft völlig durchgesetzt. Wie berechtigt unsere Sorge vor einer schädlichen Neuauflage der SS-Ideologie war, zeigte die Krise um den SS-Flügel innerhalb unserer Gemeinschaft, geschart um das ehemalige Mitglied der ANS/NA-Organisationsleitung Arnd-Heinz Marx.
Natürlich beschränken sich die Versuchungen zur dogmatischen Verzerrung unserer Idee nicht auf den Kreis der SS; und natürlich gab es innerhalb der SS (wie geschildert) auch viel Positives - aber außerhalb der SS ist der Dogmatismus nie entscheidend und einflußreich hervorgetreten.
Da die SS aber direkter Nutznießer der Entmachtung der SA am 30. Juni 1934 war, ist für uns der KAMPF GEGEN DEN DOGMATISMUS neben dem Kampf gegen die Reaktion, worüber schon gesprochen wurde, ein Teil der Tradition in der wir stehen! Unser Schwur, daß sich ein 30. Juni 1934 in der Geschichte unserer Bewegung niemals wiederholen darf, verlangt die entschiedene Abwehr dogmatischer Ideologien und organisatorischer Verselbstständigungstendenzen innerhalb unserer Gemeinschaft. Für unsere politische Soldaten ist dies der achte Aspekt der Tradition der SA!







POLITISCHES SOLDATENTUM DER NACHKRIEGSZEIT
(1945 - 1977)

Am 8. Mal 1945 hatte das Dritte Reich kapituliert - Deutschland erlebte das schlimmste Kriegsende seit 1648. Die alliierten Sieger in Ost und West begnügten sich nicht mit ihrem machtpolitischen Triumph und der völligen Zerschlagung deutscher Staatlichkeit und Souveränität - sie verstanden es auch, jede Möglichkeit für einen nationalen Wiederaufstieg systematisch auszuschalten:
Die NSDAP mit allen Untergliederungen war verboten und aufgelöst, die Führung des Reiches tot oder inhaftiert und sollte schon bald Opfer einer makabren Justizkomödie, des Nürnberger Militärtribunals, werden, die Amtsträger der nationalsozialistischen Bewegung bis hinunter zum kleinen Ortsgruppenleiter wurden jahrelang interniert, die Masse der Soldaten war in Kriegsgefangenschaft und sollte es auch noch einige Zeit bleiben. Währenddessen aber machten sich, im Auftrag der Sieger - wiederum in Ost und West - deutsche Kollaborateure daran, Marionettenregimes aufzubauen.

Mit der NSDAP war natürlich auch ihre Sturm-Abteilung verboten und aufgelöst worden. Ein letztes Beispiel gaben ihre in Nürnberg inhaftierten Führer im Zusammenhang mit dem Siegertribunal: Auch die SA wurde als "verbrecherische Organisation" angeklagt; doch die Einigkeit der SA-Führer, die sich weder durch Drohungen, noch durch Versprechungen beirren ließen, untereinander einig und ihrer Vergangenheit treu blieben, erreichte den Freispruch! Selbst nach den verzerrten Maßstäben der Sieger war die SA keine verbrecherische Organisation.
Natürlich ist für uns Nationalsozialisten diese Entscheidung an sich herzlich unwichtig, da wir das Diktat der Sieger weder politisch, noch juristisch anerkennen und doch ist dies für uns politisch bedeutsam, denn auf der, im Nürnberger Tribunal, den Deutschen verordneten Geschichtsauffassung beruht das seit 1945 geltende NS-Verbot, durch das der Nationalsozialismus als verbrecherisch abgestempelt und das Bekenntnis zu ihm als "Straftat!" verfolgt wird. Knapp 40 Jahre später - Anfang 1985 - sollte, wie noch zu zeigen sein wird, der Freispruch für die SA in einem Gesinnungsprozeß gegen mich eine wichtige Rolle spielen und die Staatsschutzjustiz der BRD zu entlarven helfen!

So gehört also auch der Freispruch von Nürnberg, das Eingeständnis selbst der Sieger, daß die SA KEINE VERBRECHERISCHE ORGANISATION war, hinein in unser Traditionsverständnis. Dieser erneute Aspekt der Tradition der SA ist zugleich der Letzte: Wie auch im Fall der NSDAP endete 1945 die direkte Traditionslinie. Einige versprengte Werwolfkommandos - gebildet von fanatischen Hitlerjungen - waren die letzten direkten Nachfolger der historischen NSDAP. Als auch ihre Tätigkeit nach Monaten erlosch, die Umerziehung das deutschen Volkes und die Festigung der, von den Kollaborateuren, errichteten Verwaltungsstrukturen ihren ständigen Fortschritt machte, erlosch jede Hoffnung auf eine mögliche Restauration des Dritten Reiches. Nicht eine Wiederherstellung des Nationalsozialismus erforderte die geschichtliche Situation, sondern einen konsequenten Neuanfang, zu dessen Tradition nicht nur die Triumphe, sondern auch die Fehler des Dritten Reiches gehören mußten, die es künftig zu vermeiden galt.

Praktisch und organisatorisch war in den ersten Jahren nach 1945 überhaupt nichts zu machen, denn, sowohl die möglichen Träger (die ehemaligen Amtsträger der NSDAP), wie auch die künftigen Kämpfer (die Frontgeneration des Zweiten Weltkriegs) waren noch in der Internierung oder Kriegsgefangenschaft. In diesen Lagern jedoch fanden sich die ersten Nationalsozialisten wieder zusammen und schworen sich, weiter zu kämpfen! In allen westlichen Kriegsgefangenenlagern gab es Sonderabteilungen und Sonderlager für fanatische und ungebrochene Nationalsozialisten; viele tausend Soldaten wurden in diese Kategorie eingeordnet und stets als Letzte - erst Ende der 40er Jahre - entlassen, als die Besatzerrepubliken schon weitgehend gefestigt waren. In den für die Restauration des bürgerlichen Systems im Westen entscheidenden Jahre 1945 - 1949 waren die Nationalsozialisten völlig ausgeschaltet. Und doch blieben sie nicht untätig: Wer noch oder wieder in Freiheit war, begann sofort mit der politischen Arbeit. Kleine illegale Gruppen - zusammengesetzt und ermöglicht durch persönliche Bekanntschaften und alte Kameradschaften - entstanden überall. Wir wissen wenig über sie. Andere Nationalsozialisten beteiligten sich an nationalen Organisationen - Kulturgemeinschaften, Jugendbünden und Parteien.

Den frühesten Neubeginn im öffentlichen politischen Leben unternahm die DEUTSCHE AUFBAUPARTEI (DAP), die bereits am 31.10.1945 gegründet wurde. Parteigründer war Joachim von Ostau, ehemaliger Gaupropagandaleiter der NSDAP. Damals freilich kam als Aushängeschild natürlich nur ein nachweisbarer Anti-Nationalsozialist in Frage. Zu diesen Zweck tat sich von Ostau mit Reinhold Wulle zusammen, der in der Weimarer Zeit zusammen mit von Graefe, politischer Kopf der mit der NSDAP konkurrierenden Deutsch-Völkischen Freiheitspartei und im Dritten Reich im Konzentrationslager gewesen war. Während Wulle, unter Ablehnung des Nationalsozialismus, praktisch auf die Gründung einer altmodischen, deutsch-nationalen Rechtspartei mit monarchistischer Unterströmung hinarbeitete, bekannte von Ostau, der nicht zufällig die Kürzung DAP gewählt hatte, sich zum Fronterlebnis als Vorbild für den politischen Neubeginn Deutschlands!

In einem Zeitungsinterview äußerte er sich damals gegen die "wieder hervorgeholten verstaubten Parteimethoden" und den "heutigen Parteien- und Klassenhaß" und beschwor die Erinnerung an die Frontgemeinschaft herauf - nämlich, daß es "draußen an der Front keinen Unterschied zwischen Fabrikanten oder Arbeitern, Katholiken oder Evangelischen, Bayern oder Preußen gegeben hat und das man diesen Geist der soldatischen Zusammengehörigkeit ruhig auf die Arbeit das Friedens übertragen soll". Doch diejenigen, an die sich dieser Appell hätte richten können, saßen zumeist noch in den Lagern der Sieger, innerhalb der Partei setzten sich die konservativen und national-reaktionären Kräfte durch und stellten ein weltfremdes Programm mit christlicher Morallehre, konservativem Bekenntnis, Anerkennung der Demokratie und Forderung nach einer "sozialen Monarchie" auf. Aus dieser im Kern reaktionären Gruppierung ging schließlich die Deutsche Rechts- und spätere Reichspartei (DRP) hervor, in der freilich noch Deutsch-Nationale und Nationalsozialisten um Einfluß rangen. Im April 1947 wurde von Ostau aus der DRP ausgeschlossen.

Doch immer wieder zeigte sich nationalsozialistischer Aktivismus der alten Rechten überlegen, wenn er auch noch immer nicht zu einer einheitlichen Organisationsform gefunden hatte:
In Hessen war im November 1945 eine konservativ-monarchistische "Nationaldemokratische Partei (NDP)" entstanden, deren offen nationalsozialistischer Flügel bei den Kommunalwahlen 1948 in Wiesbaden, unter Führung von Karl-Heinz Priester, mit 24,41% einen spektakulären Wahlerfolg erzielte. Die dynamischste NS-Gruppe, jener frühen Jahre, war aber inzwischen die "Gemeinschaft unabhängiger Deutscher" (GuD) geworden, die wiederum von Joachim von Ostau gegründet worden war. Zu ihm stießen jetzt jene Nationalsozialisten, die schon bald berühmt werden sollten - Dr. Doris, Krüger und Generalmajor Remer, der am 20. Juli 1944 den Putsch gegen Hitler niedergeschlagen hatte! Die GuD wurde Keimzelle der am Oktober 1949 gegründeten "Sozialistischen Reichspartei", der einzigen wirklich nationalsozialistischen Partei seit 1945!
Die Situation war günstig für die SRP, nachdem die Gründung von Parteien nicht mehr der Genehmigung der Siegermächte unterlag und nun auch viele der Internierten und Kriegsgefangenen zurückgekehrt waren und sich sofort wieder in den Kampf stürzten!

Die SRP war wirklich keine dieser bürgerlich-nationalen Gruppen, die seit 1945 im sogenannten nationalen Lager mit ihrer Feigheit und Anpassung vorherrschen - es war eine junge Partei (die Mehrheit der Mitglieder war zwischen 20 - 40 Jahren alt), es war eine Volksbewegung (alle Berufsgruppen und Schichten waren gleichmäßig vertreten und vereinten sich im Kampf für die Wiederherstellung das Reiches und die Verwirklichung des URSPRÜNGLICHEN Nationalsozialismus - bereits damals herrschte in der NS-Bewegung eindeutig der revolutionär-sozialistische Flügel vor, der am 30. Juni 1934 unterlegen war, wie sich schon an der Namensgebung der SRP ablesen ließ!), es war eine soldatische Partei (95% der Mitglieder waren ehemalige Wehrmachtsangehörige) und es war eine betont nationalsozialistische Partei (in der Verbotsverfügung von 1952 wird ihr sogar vorgeworfen, daß sich ihr Führerkorps vornehmlich aus ehemaligen "Alten Kämpfern" (NSDAP-Mitglieder vor 1930) und aktiven Nationalsozialisten zusammen setzte und sie für dieses Führerkorps auch gezielt und mit Vorliebe solch ehemalige NS-Amtsträger warb, um damit zum organisatorischen Sammelbecken der Ideen das Dritten Reiches zu werden. In einer solch kämpferisch-nationalsozialistischen Bewegung mußte auch ganz natürlich wieder eine kämpferische Elite in der Tradition der SA, eine Sturm-Abteilung politischer Soldaten, entstehen.

"Der bevorstehende politische Kampf um die Wahldurchführung in diesem Jahr machte es erforderlich, daß in den Kreisen der SRP eine Aktiv-Bewegung auf gestellt wird. Der Name sagt, welche Bedeutung dieser Bewegung beizumessen ist. Jeder Kreis- und Ortsverband muß schnellstens die aktivsten Menschen finden, die körperlich, jahrgangs- und einsatzmäßig in der Lage sind, sich für unsere Ziele restlos einzusetzen. Nur dann, wenn es uns gelingt, jene Eilte unseres Volkes zu organisieren, die Träger unseres Gedankens sein soll, ist unsere Parteiarbeit von Erfolg getragen. Dies bedarf wiederum einer Zusammenfassung der Frontsoldatengeneration des letzten Weltkrieges. Die Ausrichtung und Aktivierung dieser Generation nach unseren Zielen garantiert nicht nur den Bestand unserer Partei, sondern die Zukunft unseres Volkes."

Aus diesen Worten des Gründungsaufrufs der "Reichsfront" spricht unverfälscht Tradition und Geist der SA und dokumentiert so, daß der Nationalsozialismus und seine Vorstellung vom politischen Soldaten nach 1945 nicht untergegangen ist" Die Reichsfront bildete den Kern der SRP und faßte diejenigen Mitglieder zusammen, "die bereit sind, sich selbstlos in den Dienst unserer Partei zu stellen, um damit dem Volk den höchsten Dienst durch Opferbereitschaft zu erweisen. Ihre Parole ist: Ich bin nichts, mein Volk ist alles!"
Von den nach eigenen Angaben zuletzt etwa 40.000 Parteigenossen, waren 6.000 Kämpfer der Reichsfront! Nach spektakulären örtlichen und regionalen Wahlerfolgen um die l0% der Wählerstimmen wurde die Sozialistische Reichspartei, einschließlich ihrer Reichsfront, Ende 1952 verboten. Die lange Nacht des Nationalsozialismus begann!

Wie erwähnt bildeten kleine illegalen Gruppen die erste Organisationsform von Nationalsozialisten nach dem Krieg. Ein spätes Beispiel solch kleiner Geheimorganisationen sei an dieser Stelle geschildert, damit auch diese Anstrengungen aus der Vergessenheit befreit werden: Gänzlich unabhängig von der SRP wurde am 17.8.1951, von dem ehemaligen Waffen-SS - Angehörigen Hermann Lamp, das "Freikorps Deutschland" gegründet. Dieses Freikorps zählte einige Dutzend fanatische Kämpfer - Ehrenmitglied war Hans-Ulrich Rudel; es erkannte Großadmiral Dönitz als Staatsoberhaupt und legalen Nachfolger des Führers an. Wegen seiner nationalsozialistischen Aktivitäten wurde das Freikorps im Februar 1953 verboten und seine Funktionäre in Hamburg verhaftet. In der Verbotsverfügung heißt es:

"Von den Mitgliedern wird bedingungsloser Gehorsam und strenge Geheimhaltung gefordert. Jedes Mitglied muß bei seinem Eintritt einen Verpflichtungsschein unterschreiben und wird nur unter einer Tarnnummer oder einem Decknamen geführt. Selbst die Mitgliedsausweise sind nur mit Nummern versehen. Die Mitgliederverpflichtung ist nach Weisung der Führung mit einem "mystischen Nimbus" zu umgeben, um die Mitglieder zu einer "verschworenen Gemeinschaft" zusammen zu führen. Den Mitgliedern wird angekündigt, daß bei Nachlässigkeit jeder damit zu rechnen habe, "daß ihn die Härte der Freikorps treffen werde". In dem Programm bekennt sich das Freikorps zu den "revidierten 25 Punkten des Parteiprogramms der NSDAP".

So und ähnlich haben wir uns die ersten Organisationsbemühungen nach 1945 vorzustellen. Und genauso bildeten und organisierten sich Anfang der 70er Jahre überall die unabhängigen NS-Kampfgruppen, deren bedeutendste, die NS-Kampfgruppe Großdeutschland (NSKG), praktisch eine identische Neuauflage das Freikorps Deutschland darstellt und genau dreißig Jahre später aktiv ist (1971 - 1973). Aus der nordamerikanischen Auslandsorganisation der NSKG, unter dem damals 18-Jährigen Gerd Lauck, geht dann 1973 die bedeutendste NS-Untergrundbewegung der Nachkriegszeit - die noch heute aktive NSDAP/AO - hervor. Dabei gibt es zwischen dem Freikorps und der NSKG keine personelle Kontinuität: Kein einst aktives Mitglied das Freikorps Deutschland ist meines Wissens je in der NS-Bewegung der neuen Generation nach 1968 aktiv geworden. Aber Tradition, Geist und Lebenshaltung des politischen Soldatentums bringen eben stets auf's neue ähnliche Organisationsformen hervor - ein ermutigendes Beispiel für die Unsterblichkeit unserer Idee!

Die Jahre zwischen dem SRP-Verbot 1952 und der Gründung das Bundes Deutscher Nationalsozialisten (BUNS) durch Wolf -Dieter Eckart, als Vertreter der neuen Generation von Nationalsozialisten, Ende 1968, stellen in der Geschichte unserer Bewegung die "lange Nacht das Nationalsozialismus" dar. Außer dem "Gauleiterkreis" um den ehemaligen Staatssekretär im Propagandaministerium Dr. Naumann, der ebenfalls noch in die Bemühungen der frühen 50er Jahre gehört, ist uns keine eindeutig nationalsozialistische Organisation in diesen Jahren bekannt. Doch auch ohne jede klare, organisatorische Form lebt der Nationalsozialismus weiter und überlebte die lange Nacht. Zwei Strömungen garantieren dieses Überleben:
Viele einst in der SRP organisierten Nationalsozialisten, die nicht wie die meisten resignierten oder sich vom Wohlstand korrumpieren lassen wollten, der nun allmählich die Widerstandskraft der alten Generation aufweichte, arbeiteten in reaktionären nationalpolitischen Organisationen mit.

Praktisch alle Förderer unserer heutigen Gesinnungsgemeinschaft aus der älteren Generation gingen den Weg von der SRP über die DRP und NPD, bis sie schließlich zurückfanden zu einer eindeutigen NS-Bewegung, die von der neuen Generation nach 1968 aufgebaut wird, oder aber sie wurden als junge Mitglieder von DRP und NPD durch solche alten Kämpfer für den Nationalsozialismus gewonnen. Zu diesem Kameradenkreis zählen die beiden ANS-Ehrenmitglieder Willi Krämer (Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP, ehemaliger Stabsamtsleiter in der Reichspropagandaleitung und letzter Stellvertreter von Dr. Goebbels in der Reichsregierung Süd - Amtsträger in der SRP und DRP, Mitglied von NPD und ANR) und Ritterkreuzträger Otto Riehs (ebenfalls SRP, DRP und NPD); denselben Weg ging der Stabschef der SA der NSDAP/AO und Träger des Goldenen Ehrenzeichens der HJ - der Mann mit dem Decknamen "Armin". Diese drei seien stellvertretend für all jene Kameraden genannt, die in ihrer Person die ungebrochene Tradition der nationalsozialistischen Bewegung verkörpern und sich in unerschütterlicher Treue, auch der NS-Bewegung der neuen Generation, wieder zur Verfügung gestellt hatten!
Der Weg über DRP, NPD und andere national-konservative Vereine konnte für den Nationalsozialismus keine Erfolge bringen - er diente nur dem Überleben der Idee in einer Zeit, in der es nicht die geringsten politischen Aussichten für unsere Bewegung zu geben schien.

Der einzige Erfolg jener Jahre verbindet sich mit dem Namen des ehemaligen Berufssoldaten (Reichswehr seit 1930) und späteren SRP-Mitglieds Hans Schiekora, der 1956 der DRP beitritt, den Landesverband Rheinland-Pfalz mit seinen nationalsozialistischen Kameraden in den Griff bekommt und als Landesvorsitzender 1959 mit 5,1% in den Landtag einzieht. Doch am 27.1.1960 wird der LV-Rheinland-Pfalz der DRP als Nachfolgeorganisation der SRP verboten!
Während aber in solchen, organisatorisch und propagandistisch im Kern reaktionären Parteien, dank vieler stiller Kameraden, der Nationalsozialismus als Idee weiter lebte, spielte er als Lebenshaltung des politischen Soldaten dort kaum mehr eine Rolle: Weder die DRP, noch die frühe NPD bildeten eine mit SA oder Reichsfront vergleichbare Organisationsforn heraus: Es herrschte eindeutig eine bürgerliche Lebenshaltung vor - nicht die von Arbeitern und Soldaten!
Anders war es mit der zweiten Strömung, in deren Strom der Nationalsozialismus seine lange Nacht überlebte - den nationalen Jugendbünden! Auch wenn dort ebenfalls formale Bekenntnisse zum liberal-kapitalistischen Staat und seine demokratische Ordnung vorherrschten und wenn auch die meisten dort - schon allein vom niedrigen Lebensalter eines mit Sechsjährigen beginnenden Jugendbundes - keine bewußten und überzeugten Nationalsozialisten waren, so lebte doch eine Lebenshaltung hier weiter, die soldatische Haltung mit einem nationalpolitischen Bekenntnis verband. Für die Älteren aber, war der Schritt bis zum Übertritt in eine klar und eindeutig nationalsozialistische Organisation nur kurz, wie sich bei der Neuformierung der SA nach 1977 schnell zeigen sollte.
Auch das System sah in solcher Jugendarbeit eine große Gefahr und verfolgte diese Jugendbünde ständig mit Schikanen und Verboten.

1948/49 begannen nationale Jugendbünde mit ihrer Arbeit - Träger dieser Arbeit waren meist ehemalige Mitglieder von völkisch-nationalen Jugendgruppen der Weimarer Zeit und jüngere HJ-Führer. Und sie bezogen klare Stellung zum sich formierenden System. Beispielhaft dafür sind die Beschlüsse der völkisch orientierten, 1950 vom SPR-Amtsträger gegründeten, "Gefahrtenschaft" vom Februar 1951:

"Wir sind nicht willens, in irgendeiner Form an der Festigung der gegenwärtigen deutschen staatlichen Verhältnisse mitzuarbeiten, die wir in jeder Hinsicht als unzulänglich ablehnen. Wir fühlen uns dem gegenwärtigen Staat an keiner Stelle innerlich oder äußerlich verpflichtet. Wir sind der Meinung, daß seine Mängel sich durch keine Mitarbeit abstellen lassen, sondern wesensmäßig zu ihm gehören."

Trotz aller Verfolgungen gehörten solcher Art eingestellten, nationalen Jugendbünden bis zu 40.000 Jugendliche an, bevor der einsetzende Wohlstand auch in diesem Bereich zu einem Zusammenschmelzen auf einen harten Kern führte. Verbote, wie auch die Versuchungen das Wohlstandsdenkens, stellten einen furchtbaren Ausleseprozeß dar. Es wurden verboten:

  • Reichsjugend unter Führung von Wegener 1956

  • Reichsjugend unter Führung von Höller (unabhängig von voriger 1959)

  • National-Jugend Deutschlands verboten 12.1.1960.

  • Bund vaterländischer Jugend (eine der best-organisierten und schlagkräftigsten Jugendgruppen) wegen "grundgesetz-feindlicher Tendenz" Mitte 1962 verboten.

  • Bund Nationaler Studenten, verboten 1961/62.

  • Ortsgruppe Bad Bergzabern des Stahlhelm, verboten 1966.

Als die ANS/NA 17 Jahre später, am 1. Mal 1983 die erste nationalsozialistische Maikundgebung nach dem Krieg in Bad Bergzabern durchführte, hatten Stahlhelm-Kameraden, die noch dieser, 1966 verbotenen, Ortsgruppe angehört hatten, dabei organisatorische Hilfestellung geleistet. So schließt sich stets auf's neue der Kreis der unzerstörbaren Gesinnungsgemeinschaft. Kaum zwei Jahre später - 1968 - entsteht mit dem BDNS die erste wieder eindeutig nationalsozialistische Organisation, beendet auf diese Weise die lange Nacht und dokumentiert den, in diesen Jahren erfolgreich vollzogenen, geheimen Generationswechsel!
Die härteste und erfolgreichste Bewegung jener dunklen Jahre war - wie erwähnt - der BVJ, was sich auch an den militanten Aktivitäten einiger seiner Kämpfer deutlich zeigte. Eine ganze Reihe von BVJ-Aktivisten beteiligten sich am deutschen Freiheitskampf in Südtirol:
So wurden, zum Beispiel im Jahre 1963, 14 junge Deutsche ermittelt, die der Beteiligung an Sprengstoffanschlägen in Südtirol verdächtigt wurden; zwei Studenten kamen bei Aktionen dieser Art ums Leben und wurden damit Blutzeugen einer neuen Generation politischer Soldaten.

Als lebenskräftigste Organisation freilich erwies sich die älteste bis heute existierende nationale Jugendbewegung - die Wiking-Jugend (WJ).
Unter dem Namen Reichsjugend bereits 1950 von dem SRP-Amtsträger Matthaei gegründet und 1952 mit anderen Gruppen unter dem Namen Wiking-Jugend neuformiert, erzieht die WJ bis heute Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren zu einer nationalpolitischen Überzeugung und einer soldatischen Lebenshaltung. Bei der Formierung unseres SA-Sturms am 8. Mal 1977 spielten ehemalige und aktive WJ-Mitglieder eine entscheidende Rolle, auch wenn die Organisation selber uns skeptisch bis ablehnend beurteilte, bis wir uns schließlich im Dezember 1984 bei einem gemeinsamen Einsatz kameradschaftlich die Hände reichen konnten. Eine Jugendorganisation kann den Schwerpunkt beim politischen Kampf nicht setzen. Die Arbeit der WJ aber bringt junge Kämpfer hervor, die, wenn sie altersmäßig aus der Jugendarbeit herauswachsen, sinnvoll nur in unseren Reihen arbeiten und kämpfen können!

Das Weiterleben und der sich in diesen Jahren anbahnende Generationswechsel zeigt sich auch in der illegalen Propaganda, die es seit Kriegsende ständig gibt. Solche pro-nationalsozialistischen und antijüdischen sogenannten "Schmieraktionen" sind, während der "langen Nacht", der einzige ganz offene Beweis für das Überleben. Und in ihnen zeigt sich, daß von jungen Menschen Symbole, Tabus und Reizworte das Dritten Reiches als Zeichen das Protestes begriffen werden, das radikalsten und entschiedensten Protestes gegen das bürgerliche System, der möglich ist! Diese Erkenntnis ist wichtig, denn ohne sie ist das letztendliche Entstehen und der Erfolg einer offen nationalsozialistischen Bewegung seit 1968 nicht begreiflich!
Es ist faszinierend zu sehen, wie EINE solche Propagandaaktion zweier junger BV-Aktivisten - das 23-jährigen Arbold Strunk und des 25-jährigen Paul Schönen -, in Köln gegen eine jüdische Synagoge, in der Nacht vom 24. Dezember 1959, die bisher größte nationalsozialistische Propagandaoffensive auslöste - und dies gänzlich ohne jede organisatorische Rückendeckung durch eine illegale NS-Organisation, wie sie für die 70er Jahre typisch ist:
Allein bis zum 28.1.1960 registrieren die Polizeibehörden 685 antijüdische Vorfälle; 234 Personen worden festgenommen! - 76% der Aktivisten sind unter dreißig Jahren alt! Insgesamt werden im Laufe dieser Propagandaoffensive das Jahres 1960 1083 Aktivisten ermittelt, zu 50,3% unter 30 Jahren! Nein - auch während der "langen Nacht" lebt der Nationalsozialismus weiter! Die wenigsten dieser Aktivisten sind organisatorisch an bestehende nationale Gruppen gebunden - sie handeln aus einer revolutionären Protesthaltung heraus, die ihre organisatorische Ausprägung erst Jahre später finden sollte!

Im Jahre 1966 schrieb der Bundesausschuß für Strafrechtsreform über das Potential der künftigen NS-Bewegung: "Danach haben die Verfassungsschutzämter rund 3000 "Unbelehrbare« namentlich erfaßt, die nazistische oder antisemitische Überzeugungsdelikte begangen haben, oder dessen dringend verdächtigt sind ... Von den verurteilten Überzeugungstätern gehörte etwa jeder Vierte einer rechtsradikalen Vereinigung an. Die restlichen sympathisieren mit diesen Organisationen. Ein großer Teil der fanatischen Jungtäter entstammt der Führungsschicht verbotener nationalistischer Jugendgruppen."
Knapp drei Jahre später wird der Bund Deutscher Nationalsozialisten gegründet - ein neues Kapitel beginnt in der Geschichte unserer Bewegung:
Zwischen 1964 - 1968 steht das nationale Lager völlig unter dem Eindruck der überraschenden Wahlerfolge der NPD - angesichts dieses Triumphes bürgerlicher Anpassungsleistung an das System (Einzug in 7 Länderparlamente mit zwischen 5 - 9% und mehr als 4000 Kommunalabgeordnete in Stadt- und Kreisparlamenten) haben, trotz des eben beschrieben beachtlichen Potentials, nationalsozialistische Organisationsbemühungen keine Chance - sie werden auch nicht versucht, sowenig wie ja seit dem SRP-Verbot. Auch die Gründung des BDNS ist politisch aussichtslos. Sie hat ihren Wert im symbolischen: Die erste NS-Bewegung der neuen Generation ist geboren. Doch auch die politische Fernwirkung des Bundes ist beträchtlich: Mitte 1976 trat ich dem, seit dem BDNS-Verbot von 1969 als Nachfolgeorganisation tätigen, "Freundeskreis der NSDAP" bei und somit ist letztlich unsere heutige Gesinnungsgemeinschaft Erbe der, vom BDNS und Wolf-Dieter Eckart, angeregten und ins Leben gerufenen Hamburger NS-Szene!

Politisch zum Tragen kommt der Nationalsozialismus aber erst nach dem Scheitern der NPD bei der Bundestagswahl 1969. Dieses wird zum eigentlichen Auslöser des nun Jahr für Jahr kraftvoller einsetzenden nationalsozialistischen Freiheitskampfes. Das System, das mit Haß und Hetze die friedlich-bürgerlichen und anpasserischen Nationaldemokraten bekämpft und geschlagen hatte, erntete das Entstehen einer Bewegung revolutionärer, junger Nationalsozialisten, mit der es nicht fertig werden konnte!
Die Radikalisierung deutete sich bereits bei der, durch die gewalttätige Störungen von NPD-Veranstaltungen unumgänglich gewordenen, Gründung das "Ordnungs-Dienstes" der NPD (OD) an, mit der, einer inneren Logik folgend, gegen den Willen der bürgerlichen NPD-Führung erstmals wieder eine potentiell revolutionäre Kampforganisation von politischen Soldaten entstand: So mancher dieser Haudegen vom OD fand später zu uns.
1970 wurde in München der Versuch zur Neugründung der NSDAP gemacht, der allerdings ebenso scheiterte wie 1976 ein zweiter, sehr gründlicherer und besser organisierter Versuch. Als zukunftsträchtiger erweist sich die Herausbildung der NS-Kampfgruppen, aus deren bedeutendster - der HSKG - wie erwähnt die NSDAP/AO hervorgeht, welche die realistischste und beste Konzeption erarbeitet. Neben diesen auf die Partei ausgerichteten Organisationsbemühungen entstehen etliche andere NS-Gruppen, die sich um einen neuen "Führer" bilden. Eine einheitliche Bewegung ergibt sich aus all dem nicht - im Gegenteil: zunehmende Zersplitterung und Rivalitätsdenken beherrscht die Szene, die dabei aber doch zahlenmäßig auf einige hundert Opfer- und einsatzbereite Aktivisten heranwächst!
1977 schlägt die Stunde der politischen Soldaten, die sich erstmals bewußt wieder in die Tradition der SA stellen und damit den Weg nach vorne öffnen!







DIE NEUE SA
(1977 - 1983)

Unsere heutige nationalsozialistische Gesinnungsgemeinschaft leitet sich organisationsgeschichtlich her vom BDNS, über den Freundeskreis der NSDAP und von der HSKG, über die NSDAP/AO - beide Stränge fließen schließlich in der 1977 sich bildenden, neuen SA zusammen. Wichtiger freilich als die Herleitung aus BDNS und Freundeskreis, die nur lokalpolitische Bedeutung in Hamburg hat, wo der erste SA-Sturm gegründet wurde, ist die aus der NSDAP/A0:
Die Bedeutung der NSDAP/AO für den Aufschwung der nationalsozialistischen Bewegung Ende der 70er Jahre kam gar nicht hoch genug eingeschätzt werden! Es ist kein Zufall, daß sie sich im ständigen Auf und Ab der neuen NS-Gruppen als stabilster Faktor behaupten konnte und daß aus ihren Reihen unsere Gesinnungsgemeinschaft hervorgegangen ist, mit der erstmals seit 1952 wieder eine einheitliche, bundesweite und schlagkräftige NS-Bewegung entstand und überlebte! In den 70er Jahren verstand es die NSDAP/AO unter Führung von Gerd Lauck, alle möglichen und tatsächlich von anderen NS-Gruppen auch begangenen Irrwege zu vermeiden und eine realistische und erfolgversprechende Konzeption für den nationalsozialistischen Freiheitskampf am Ende unseres Jahrhunderts zu erarbeiten. Welches nun waren diese Irrwege, die von anderen gegangen wurden:

  • DER VERSUCH DES TAKTISCHEN AUSWEICHENS:Mehr und mehr deutsche Patrioten, vor allem der jungen Generation, fanden wieder zum Nationalsozialismus. Wir hatten gesehen, daß die Sicherheitsbehörden der BRD schon 1986, VOR dem organisatorischen Neubeginn, etwa 3000 Nationalsozialisten erkannt hatten - noch Viel mehr verbargen sich in anderen Gruppen, pflegten ihre Gesinnung nur im kleinsten, privaten Kreis und versuchten, unerkannt zu bleiben. Leider änderte sich das auch kaum nach der Gründung offener NS-Gruppen, die nur wenige hundert Aktivisten und Förderer gewinnen konnten, meist aber in ihrer Zersplitterung auf kaum ein Dutzend bis höchstens einhundert Kameraden kamen. So blieben und bleiben bis heute viele Nationalsozialisten in anderen nationalen Gruppen und tarnen sich dort. Sie wollen im Stillen, im Verborgenen arbeiten. Andere benennen den Nationalsozialismus einfach um und versuchen so, dem NS-Verbot und der Verfolgung zu entgehen. All das hält zwar den Nationalsozialismus auch am Leben, bringt aber keinen Fortschritt und bleibt wirkungslos - eine Fortsetzung der Sterilität der 60er Jahre.

  • DER UNFUG DES FÜHRERKULTES: Ein Großteil Schuld an der Zersplitterung und Wirkungslosigkeit der neuen NS-Bewegung in den 70er Jahren hatten Ehrgeiz und Eitelkeit kleiner "Führerchen", die alle ihre wenig imposante Erscheinung an der Titanengestalt Adolf Hitlers maßen und für sich beanspruchten, mit derselben Autorität und mit dem Anspruch auf unumschränkte persönliche Befehlsgewalt die Bewegung führen zu wollen! Da nun die Sehnsucht nach einem neuen Führer in unserer Bewegung nicht zuletzt wegen der schmerzlichen Schwäche und politischen Bedeutungslosigkeit im Vergleich zur historischen NSDAP und ihrem Führer sehr groß ist, fand jeder dieser "Führerchen" ein paar gläubige Anhänger, die um ihn einen entsprechenden Kult entfachten. Und nicht nur das - oft förderten diese "Führer" nicht nur die absolute Befehlsgewalt, sondern beanspruchten für sich auch das Recht, den Nationalsozialismus als Idee "auszulegen" oder gar "weiter zu entwickeln"! So wurde nicht nur die organisatorische, sondern auch die weltanschauliche Einheit der noch kaum gefestigten jungen NS-Bewegung der neuen Generation gefährdet bzw. unmöglich gemacht.

  • DER IRRWEG DES BEWAFFNETEN WIDERSTANDES: Angesichts der ständigen Verfolgung und Unterdrückung des Nationalsozialismus kommen gerade die besten, ehrlichsten und fanatischsten jungen Aktivisten immer wieder in die Versuchung, den mühsamen Weg von Bekenntnis und Repression zu verlassen und vermeintlich schnelle Erfolge und Wirkung durch Organisation eines bewaffneten Widerstandes zu erzielen. In Wirklichkeit scheitern - wie die Erfahrung zeigt - alle solchen Versuche nach wenigen Monaten am Sicherheitsapparat der BRD, im Gegenteil: unbewußt spielen solche Kameraden ein teuflisch, perverses Spiel des herrschenden Systems - durch die Verfolgung treibt das System die Kämpfer ganz bewußt in den bewaffneten Widerstand, weil es jeden legalen und freien Versuch zur nationalsozialistischen Propagandaarbeit unterdrückt, andererseits werden Verzweiflungsreaktionen und aus berechtigter Empörung gewachsene Explosionen des bewaffneten Widerstands, nach ihrer Zerschlagung wieder zur Hetze und als Vorwand zur Fortdauer der Sondergesetze des NS-Verbots mißbraucht!

  • DER VERFRÜHTE VERSUCH ZUR NEUGRÜNDUNG DER NSDAP: Um die Zersplitterung zu überwinden, eine verbindliche Definition nationalsozialistischer Idee und Politik sowie eine konkrete, erfolgversprechende politische Arbeit wieder zu ermöglichen, verfielen in den 70er Jahren immer wieder Kameraden auf die an sich richtige Idee, die NSDAP neu zu gründen. Dies scheiterte aber regelmäßig an der zahlenmäßigen und organisatorischen Schwäche der heutigen NS-Bewegung. Die Neugründung muß sorgfältig vorbereitet und überlegt durchgeführt werden - ein verfrühter Neugründungsversuch ist schädlich, eine Karikatur und damit eine Beleidigung der Partei des Führers!

Die NSDAP/AO entging all diesen politischen Sackgassen:
Sie tarnte sich nicht, wie es die Nationalsozialisten in NPD und anderen nationalkonservativen Vereinen taten und im Rahmen der Faschistischen Front und der Volkssozialistischen Bewegung versuchten, sondern organisierte sich als eindeutig nationalsozialistische Bewegung.
Sie proklamierte keinen neuen "Führer", wie es vor allem die Roeder-Bewegung tat und beanspruchte auch nicht das Recht, die nationalsozialistische Idee zu ändern, weiterzuentwickeln oder gar zu verfälschen. Statt einem neuen FÜHRER zu gehorchen, lehrte sie die Nationalsozialisten, die Führungsaufgabe der PARTEI anzuerkennen.
Sie rief nicht zum bewaffneten Widerstand auf, wie es die Europäische Befreiungs-Front und auch noch die NSKG getan hatten, sondern entwickelte die Konzeption des "propagandistischen Untergrunds".

Und schließlich beanspruchte sie für sich auch nicht, bereits die neue NSDAP zu sein, wie es Gruppen von Nationalsozialisten 1970, 1976 und 1979 immer wieder erfolglos taten, sondern begnügte sich mit der praktischen Organisationsaufgaben, als Auslands- und Aufbauorganisation der NSDAP deren Neugründung vorzubereiten und zu fördern. Diese Arbeitsweise und realistische Einschätzung von Möglichkeiten und Chancen nationalsozialistischer Organisationsarbeit gewannen der NSDAP/AO jene Nationalsozialisten, die sich nicht mit politischer Selbstbefriedigung und NS-Spielen zufrieden gegen wollten, sondern nach einer klaren und überzeugenden Konzeption suchten. Ihr Radikalismus und ihre Treue gegenüber dem historischen Stil der NSDAP aber gewann der AO auch viele jener, unorganisierten, revolutionär gestimmten Jugendlichen, die im Nationalsozialismus einfach die schärfste und erbarmungsloseste Kampfansage an das bürgerliche System erkannten.

So wurde die NSDAP/AO Ende der 70er Jahre zur stärksten NS-Gruppe in der neuen Bewegung. Und so zog sie auch die radikalsten und konsequentesten Kämpfer an, die, aus JN und WJ stammend, in die Reihen der NSDAP/AO fanden. Viele dieser Kämpfer aber wollten sich nicht damit zufrieden geben, entsprechend den Arbeitsrichtlinien der NSDAP/AO sich in kleinen Zellen zu organisieren, die untereinander keinen Kontakt aufnehmen durften und sich auf nächtliche, illegale Propagandaeinsätze zu beschränken. Zwar war diese Taktik aus Sicherheitsgründen berechtigt, aber für den Aktivismus und das Gemeinschaftsgefühl der jungen Kämpfer war das zuwenig. Als erster begriff dies 1976 der damalige Koordinator der NSDAP/AO im Bundesgebiet "Armin". Er stammte aus einer fanatisch nationalsozialistischen Familie, sein Vater war SA-Führer, er selber bereits als Sechsjähriger in der Kampfzeit aktiv in der HJ gewesen, weshalb er Träger des Goldenen Ehrenzeichen der HJ war. Und er entwickelte die Forderung, aus den aktivsten Kämpfern der NSDAP/AO trotz aller Sicherheitsbedenken im Untergrund eine einheitliche und straff organisierte Truppe politischer Soldaten zu formen - eine SA der NSDAP/AO. Zwar hatte er seit 1976 bereits bundesweite Propagandaoffensive der NSDAP/AO durchführen lassen, aber eine wirkliche Organisation war noch nicht geboren.
Diese entstand ebenso zufällig, wie letztlich schicksalhaft, im März 1977 anläßlich eines NPD-Bundesparteitages in Hannover. Am Vorabend hatte eine zentrale JN-Kundgebung stattgefunden, die mit einem Fackelzug in der Dämmerung beendet werden sollte. Als sich die Demonstranten zu einem Zug zu formieren begannen, erscholl aus dem Dunkeln plötzlich eine Stimme: "AO nach hinten!" Alle Kameraden, die sich bisher isoliert, ohne voneinander zu wissen, zur NSDAP/AO bekannten, reihten sich hinten ein und erkannten plötzlich, daß sie mehr als ein Drittel der Gesamtstärke stellten. Es war ein faszinierendes Erlebnis, der Ausbruch aus der Isolation in Kleingruppen und das Ende das Gefühls, mit wenigen Kameraden allein gegen alle zu stehen. An diesem Wochenende trat ich unter dem Eindruck dieses Erlebnisses und nach einem Gespräch mit "Armin", der mir Strategie und Taktik der AO erläuterte, vom Freundeskreis der NSDAP zur NSDAP/AO über und erhielt den Auftrag, in Hamburg einen SA-Sturm aufzubauen!

Wenige Wochen später - am 8. Mai 1977 - gründete ich zusammen mit zwei weiteren Kameraden die erste SA-Formation der Nachkriegszeit, den "SA-Sturm Hamburg 8. Mai".
Für die Geschichte unserer Gemeinschaft sollte es sich als entscheidend erweisen, daß wir uns im Untergrund zusammenfanden und also von Anfang an eine illegale Organisation ins Leben riefen. Erst durch Gründung der Aktionsfront Nationaler Sozialisten (ANS) als Vorfeldorganisation im November 1977, tauchten wir zumindest teilweise aus der Illegalität auf. Zusammen mit unseren Lebensgefühl als politische Soldaten in der Tradition der SA war es diese Geburt im Untergrund, die uns von vorne herein jede Angst vor Verfolgung und Verbot nahm, die seit Jahrzehnten alle nationalen Gruppen lähmte und damit unseren Erfolg sicherte!
Als wir dann, im Dezember 1983, tatsächlich verboten wurden, änderte das für uns gar nichts. Wir blieben einfach zusammen und begannen neue Organisationsformen herauszubilden!

Von unserem Hamburger SA-Sturm ging auch das, erstmals in der Nachkriegszeit klar formulierte, Bekenntnis zum Geist der SA aus und fand seinen Niederschlag in den "10 Geboten das Politischen Soldaten", die in der ersten Ausgabe unserer monatlichen Untergrundzeitschrift, "DER STURM - SA-Kampfblatt für Hamburg und Umgebung" im Juni 1977 veröffentlicht wurden. Sie setzten sich im gesamten Bereich der SA der NSDAP/AO durch; im selben Jahr übernahm auch die von uns unabhängige Frankfurter "Kampfgruppe Großdeutschland" (KGD) die 10 Gebote, als für sich verbindlich - und im Januar 1983 schließlich wurden sie, nach dem Zusammenschluß der ANS mit den "Nationalen Aktivisten" und dem anschließenden bundesweiten Durchbruch, verpflichtend für unsere gesamte Gesinnungsgemeinschaft überall in Deutschland!

Die SA der NSDAP/AO bereitete sieh schnell aus. Nach Hamburg waren auch in Hannover, Braunschweig, Nordrhein-Westfalen und schließlich sogar München, SA-Stürme entstanden - im Dezember 1977 wurde auf einem Führerthing in Hessen eine Stabsführung der SA gebildet und "Armin" zum Stabschef ernannt. Im April 1978 erschien - herausgegeben von der Stabsführung der SA unter Anerkennung der führenden Rolle der Parteiführung der NSDAP/AO - die erste Nachkriegsausgabe des Völkischen Beobachters. Und dennoch sollte sich, in der revolutionären Praxis, die Berechtigung der Warnung der NSDAP/AO-Führung vor einer straffen Zusammenführung im Untergrund und der Herausbildung einer Untergrundzentrale, im besetzten Reichsgebiet, zeigen.
Bereits im September 1977 flog der Hamburger SA-Sturm auf und die, trotz steigender Verluste durch Verfolgung und Inhaftierung, konsequent durchgehaltene Untergrundarbeit scheiterte schließlich endgültig Ende 1979 mit der Festnahme das SA-Stabschefs "Armin", der zuletzt sogar einem Abdriften in den bewaffneten Widerstand nicht mehr gegensteuerte, am Zusammenbruch seiner Arbeit in der Haft zerbrach und begann, gegen sich und alle anderen zu wüten und sich völlig zu isolieren. Das ist der Grund, warum ich den Namen jenes Mannes nicht nennen möchte, der als Mensch schließlich doch versagt, als Stabschef der SA mit dem Decknamen "Armin", aber für eine gewisse Wegstrecke unseres Freiheitskampfes eine große Bedeutung und einen unvergänglichen Verdienst erworben hat.
Der Hamburger SA-Sturm freilich wurde nur zum Teil in den Zusammenbruch der SA der NSDAP/AO hineingezogen, da er unter meiner Führung sich schon längst nicht mehr auf die Untergrundarbeit beschränkte, sondern seit der Gründung der ANS im November 1977 sich mehr und mehr auf die legale, öffentliche Propagandaarbeit konzentrierte.

In den folgenden harten Jahren bis zum Januar 1983 wurde auch die ANS mit all jenen schon beschriebenen Irrwegen konfrontiert, die innerhalb wie außerhalb unserer Reihen als Versuchungen, an die bei uns organisierten Nationalsozialisten, heran getragen wurden. Die Herkunft unserer Truppe aus der NSDAP/AO und die Verpflichtung auf ihr Konzept ließen die ANS aber, trotz Verlusten und schweren Problemen und Krisen, überleben. Mit der Ausrichtung auf öffentliche Propagandaarbeit jedoch ergaben sich auch zahlreiche Fragen und Probleme, auf die die, auf reine Untergrundarbeit ausgerichtete, Konzeption der NSDAP/AO keine Antwort mehr gab. In dieser schweren Zeit bildete unsere Gemeinschaft schließlich eine klare Vorstellung heraus von den Notwendigkeiten und Formen einer öffentlichen Propaganda- und Organisationsarbeit von Nationalsozialisten in der Tradition und im Geist der SA, die weit über die Konzeption der NSDAP/AO hinausging, dieser aber nicht widersprach, sondern sie sinnvoll ergänzte. Formuliert wurde das Ergebnis dieses Reifeprozesses unserer Truppe im Organisationsbefehl der ANS/NA vom März 1983:

"Die ANS/NA versteht sich als legaler Arm der nationalsozialistischen Bewegung der neuen Generation in der Tradition der SA und kämpft politisch für die Aufhebung des NS-Verbots. Sie bekennt sich zum Kern und Sinn des 25-Punkte-Programms der NSDAP vom 24.2.1920, lehnt Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele ab und ist bemüht, im Rahmen der bestehenden Gesetze zu arbeiten. Die ANS/NA löst sich auf, sobald die Neugründung der NSDAP als legaler Partei in Deutschland wieder möglich ist und wird dieser dann ihre Kader zur Verfügung stellen!"

So hatte die neue SA ihre organisatorische Konzeption, ihren Stil und ihre Lebenshaltung schließlich gefunden und konnte nun zielstrebig an die Arbeit gehen. Der Durchbruch das Jahres 1983 gab ihr recht: Schon im Sommer desselben Jahres hatte sich die organisatorische Basis so verbreitet, daß die Gründung einer Wahlpartei unter dem Namen "Aktion Ausländerückführung - Volksbewegung gegen Überfremdung und Umweltzerstörung" (AAR) möglich wurde. Damit war unsere Gemeinschaft im Grunde bereits über ihre Begrenzung als SA hinausgewachsen und den nächsten Schritt hin zum Aufbau einer nationalsozialistischen PARTEI gegangen (zum Unterschied und Verhältnis von Partei und SA verweise ich zur Erinnerung noch einmal auf die ersten beiden Kapitel dieser Schrift). Am Jahresende organisierten sich in den Reihen der ANS/NA mehrere hundert politische Soldaten in 36 Kameradschaften und neun Bundesländern. Bevor dies aber erreicht war, mußte unsere Gemeinschaft noch eine gefährliche Krise bewältigen - die Konfrontation mit einem sich innerhalb der Truppe herausbildenden SS-Flügel!

Über die Haltung unserer Gemeinschaft gegenüber der SS gibt es viele Mißverständnisse: Wir sind nicht einfach SS-feindlich; zunächst gingen wir, wie beschrieben, lediglich positiv von Tradition und Geist der SA aus, ohne damit eine Kampfansage an Tradition und Geist der SS zu verbinden, die ja ursprünglich nur eine nochmals verschärfte Lebenshaltung politischen Soldatentums verkörpert. Freilich brachte unser Bekenntnis zur SA auch eine wohl abgewogene und kritische Beurteilung der Tragödie das 30. Juni 1934 mit sich und schon in der zweiten Nachkriegsausgabe des Völkischen Beobachters, im Herbst 1978, verkündete die Stabsführung der SA, namens der NSDAP/AO, die Rehabilitierung Ernst Röhms und seine Anerkennung als großer nationalsozialistischer Revolutionär. Auch damit aber war noch keine Frontstellung gegenüber der SS verbunden, sondern lediglich eine verschärfte Ablehnung der Reaktion.

Unsere SS-kritische Haltung setzte erst im Sommer 1983 ein, als wir miterleben mußten, daß eine organisationsschädliche Gruppe, um das damalige Mitglied der ANS/NA-Organisationsleitung, Arnd-Heinz Marx, sich zunehmend schroffer und ablehnend gegenüber Tradition und Geist der SA verhielt und sich umgekehrt mehr und mehr mit der historischen SS identifizierte - und zwar gerade NICHT mit der SS, soweit sie dieselben Ideale und Haltungen wie die SA verkörperte, sondern ausgerechnet mit jener parteifeindlichen Tradition der SS, die weltanschaulich auf eine dogmatische Entartung, organisatorisch auf eine Verselbständigung und von der Lebenshaltung her auf einen arroganten, unkameradschaftlichen Herrschaftsanspruch gegenüber der Bewegung hinaus lief. Im Herbst 1983 fand die schleichende Krise ihren Höhepunkt, als Marx, entgegen meinem Befehl, Kameraden aus den Kameradschaften Frankfurt und Hanau AUF SEINE PERSON vereidigen ließ.
Es war nicht nur organisationsintern unerträglich, daß damit die Nr.3 der Bewegung, ohne Rücksicht auf die beiden anderen Mitglieder der Organisationsleitung, eine Vereidigung auf seine Person vornahm - es war auch weltanschaulich unerträglich, da seit dem Tod des Führers niemand mehr das Recht hat, seine Person mit der Partei zu identifizieren und Unterordnung unter die Person, statt unter die Partei zu verlangen. Dieser provozierende Anspruch auf Willkürherrschaft über die Bewegung, statt als Führungskamerad in der und für die Gemeinschaft zu arbeiten und zu kämpfen, wie wir es in der Tradition der SA forderten und die Begründung dieses Angriffs auf unser Selbstverständnis und unsere Organisation mit Rückblick auf die historische SS, der schon bald teils anzügliche, teils drohende Anspielungen auf den 30. Juni folgten, führten dazu, daß wir nicht nur die Gruppe um Marx ausschlossen, sondern nun auch öffentlich unsere Haltung, gegenüber der historischen SS so klärten, wie es im 6. Kapitel dargestellt ist.

Als Marx seinen Kampf gegen die Bewegung und für seine Spalterbestrebungen nicht einstellte, sondern durch persönliche Mordhetze gegenüber Führungskameraden unserer Gemeinschaft und Intrigen sogar noch verschärfte, mußten wir ihn und seine Anhänger ächten und zu Parteischädlingen erklären. Damit verbunden war die Erklärung das 30. Juni zum "Kampftag gegen die Reaktion", der seit 1984 alljährlich begangen wird, in Frontstellung gegenüber jenen parteischädlichen Tendenzen, die objektiv der Reaktion dienen. Wenn auch Marx heute in den Abgrund völliger Bedeutungslosigkeit versunken ist, so bleibt doch die Wachsamkeit gegenüber jenen Tendenzen nötig, die er verkörperte und mit denen er unsere Bewegung zerschlagen wollte. Dies erklärt unsere kritische Haltung gegenüber der historischen SS, auf die er sich bei seinen parteischädlichen Umtrieben berief, ohne daß wir deshalb pauschal alles verurteilen, was mit der SS verbunden ist oder blind sind für alles Großartige und Vorbildliche, das SS-Kameraden und vor allem Waffen-SS-Kameraden geleistet haben und das wir durchaus in unserer Traditionsverständnis mit hinein nehmen!
Mit dem Ausschluß von Marx aus unserer Gemeinschaft im Herbst 1983 war die Krise weitgehend beigelegt und die kameradschaftliche Grundhaltung in Führung und Gefolgschaft wiederhergestellt.

Ende 1983 konnten wir voller Stolz feststellen, daß es erstmals seit 1952 wieder eine funktionierende, bundesweit einheitliche, nationalsozialistische Bewegung gab. Diese umfaßte zu diesem Zeitpunkt bereits nicht nur die neue SA - verkörpert in den Kameradschaften der Nationalen Aktivisten und dem Kader der ANS - sondern unter Führung das einstigen SRP-Aktivisten Ritterkreuzträger Otto Riehs einen "Freundeskreis Deutscher Politik", der unsere Förderer der älteren Generation organisierte, eine Betriebszellenorganisation und einen Mädelbund. Organisatorisch unabhängig, politisch aber unter Führung meines Stellvertreters Thomas Brehl, kam dazu noch die Wahlpartei AAR. Aus der SA war bereits eine richtige, kleine, aber aktive Volksbewegung geworden, wenn auch die politischen Soldaten zahlenmäßig und politisch eindeutig vorherrschten. So fiel bereits gegen Ende 1983 die Entscheidung, daß im kommenden Jahr die ANS/NA mehr in den Hintergrund treten sollte, um ihre Kader zu festigen und zu schulen, während das politische Schwergewicht auf den Ausbau der AAR und der Gliederungen unserer Bewegung gelegt werden sollte, die nun praktisch DIE nationalsozialistische Bewegung schlechthin geworden war!
Doch am 7. Dezember 1983 wurden die ANS/NA mit ihren Untergliederungen, sowie die AAR durch das Bonner System verboten. Die Geschichte der neuen SA, unserer Aktionsfront Nationaler Sozialisten, endete damit in ihrer bisherigen Form - der Kampf verlagerte sich an eine NEUE FRONT!







POLITISCHE SOLDATEN Heute

Die NEUE FRONT - so nannten wir deshalb auch unseren "Informationsbrief zur Lage der Bewegung", der seit dem Verbot monatlich erscheint und den inneren Zusammenhalt unserer Gesinnungsgemeinschaft sichert und dokumentiert. In Dutzenden von Leserkreisen der NEUEN FRONT überall in der BRD und bis hinein in die Ostmark haben sich unsere Kameraden zusammen gefunden. Kein organisatorisches Band vereint uns seit dem Verbot ANS/NA, da wir mit unserer verbotenen Truppe nicht wieder in den Untergrund zurückkehren wollten. Ohnehin sollte ja die ANS/NA in den Hintergrund zurücktreten und lediglich noch das kämpferische Rückgrat der Gesamtbewegung bilden, wie es für die Sturm-Abteilung nun einmal wesenhaft ist. Das Verbot aber mußte als Test und Bewährungsprobe erscheinen, ob, auch ohne eine straff organisierte Truppe in Hintergrund, unsere Gemeinschaft bereits fest genug gefügt war, um als reine Gesinnungsgemeinschaft - zusammengehalten nur durch eine gemeinsame Auffassung von Programm, Strategie und Taktik - überleben zu können. Die Monate seit dem Verbot haben genau dies eindrucksvoll bewiesen. Unsere Gesinnungsgemeinschaft hat nicht nur überlebt - nein, sie ist heute DIE nationalsozialistische Bewegung schlechthin, Erbe, der historischen Tradition der NSDAP und SA ebenso, wie all jener Anstrengungen und Bemühungen seit 1945.

In unseren Reihen standen und stehen:
Alte Kämpfer der NSDAP und ihrer Untergliederungen ebenso, aber auch die letzten Treuen aus der SRP und Nationalsozialisten, die in DRP und NPD ihren Glauben bewahrt haben. Bei uns sind Männer aus BDNS und Freundeskreis der NSDAP, dem Ordnungs-Dienst der NPD, der Aktion WIDERSTAND und der ANR, einstige Kämpfer der Europäischen Befreiungsfront und Aktive der NSDAP/AO. Hervorgegangen aus der Lebenshaltung nationaler Jugendbünde, aber auch gezeichnet, vom Kampf und Scheitern der Volkssozialistischen Bewegung und der Wehrsportgruppe Hoffmann, sind manche unserer jungen Kameraden. Freunde und Förderer sind Männer, wie unsere Ehrenmitglieder Ritterkreuzträger Otto Riehs und der letzte Propagandachef im Süden des Dritten Reiches, Willi Krämer. Stolz auf diese kämpferische, politische Jugend ist Generalmajor Remer, der einst den reaktionären Putsch gegen den Führer niederschlug, dann SRP-Führer gewesen war und der vor weit mehr als hundert unserer Kameraden im Sommer 1984 zum Jahrestag des 20. Juli auf einer unserer Kundgebungen sprach!

WIR SIND DIE ERBEN - WIR SIND HEUTE DIE BEWEGUNG!

Diese Gesinnungsgemeinschaft ist also inzwischen weit mehr als lediglich eine neue SA, aber sie ist dennoch nur lebensfähig, wenn ihre jungen Kämpfer weiter zur Tradition und zum Geist der Sturm-Abteilung bekennen und danach leben. Was die Zukunft bringt, bleibt ungewiß. Doch selbst wann wieder einmal harte Tage und schwere Krisen kommen mögen - was geschehen ist und geleistet wurde, ist nicht mehr auszulöschen! Immer wieder kann und wird unsere Gemeinschaft sich aus dieser Lebenshaltung heraus erneuern, zusammenfinden und aus dieser Tradition ihre Kraft schöpfen.
Dabei sind die neun Aspekte der Tradition der SA nicht etwa von Anfang an dogmatisch festgelegt und unserer Truppe aufgezwungen worden. Es begann mit der Erkenntnis, daß der Nationalsozialismus nur dann wieder erfolgreich sein kann, wenn die nationalsozialistische Bewegung wiedergeboren wird - "NATIONALSOZIALISTEN GEHÖREN IN EINE NATIONALSOZIALISTISCHE ORGANISATION!"
Diese entscheidende Grundlage unserer Arbeit hatten wir mit der NSDAP/AO gemeinsam. Doch wo diese an der Neugeburt im propagandistischen Untergrund mit aus der Illegalität heraus operierenden Zellen arbeiten, entschlossen wir uns, in der Tradition der SA zu kämpfen. Aus dieser Ergänzung des ursprünglichen Konzeptes heraus, haben wir in einem langjährlgen Reifeprozeß und durch manche Irrtümer und bittere Verluste und Rückschläge hindurch gelernt, was das heute konkret bedeutet. Aus den Erfahrungen dieses, jetzt acht Jahre alten, ununterbrochenen Kampfes und des schließlichen ersten, deutlichen Erfolges auf dem Weg zur Neugeburt, haben wir jene neun beschriebenen Aspekte der SA-Tradition erkannt und uns vor dem Hintergrund der Geschichte der historischen SA deutlich gemacht.
Heute bin ich sicher, daß der weitere Erfolg unseres Kampfes davon abhängt, daß unsere jungen Aktivisten - gerade jene, die die vergangenen Jahre nicht selber erlebt haben und neu zu uns stoßen - auch wie wir zu politischen Soldaten heranreifen und diese Tradition des politischen Soldatentums so begreifen und in ihrem Leben verwirklichen, wie wir es inzwischen gelernt haben. Politisches Soldatentum heute - das kann also nur die Antwort auf die Frage sein, wie sich die neun beschriebenen Aspekte dieser Tradition in der Geschichte unserer neuen SA bewährt haben und in der Zukunft angewandt und verwirklicht werden müssen:

  • Revolutionärer Bund soldatisch geprägter Männer

  • Kern einer politisch gefestigten revolutionären Volksarmee

  • Sturm-Abteilung der NSDAP

  • Ablehnung das bewaffneten Umsturzes

  • Unzerstörbare Gesinnungsgemeinschaft

  • Wirken durch das gelebte Beispiel des SA-Geistes

  • Kampf gegen den Dogmatismus

  • Keine verbrecherische Organisation

Als es 1977 in Hamburg begann, gab es dort bereits eine stabile Gruppe von Nationalsozialisten, die mehrere Dutzend Menschen umfaßte. Es war jedoch keine wirkliche Organisation: Man gehörte einem der nationalen Verbände an, kannte sich untereinander und die jungen Aktivisten machten gelegentlich im Rahmen der NSDAP/AO oder auf eigene Faust illegale nächtliche Propagandaeinsätze. Unser SA-Sturm aber organisierte bis Ende 1977 lediglich zehn Mitglieder - einerseits, weil die Meisten noch nicht begriffen, warum sie ein größeres Risiko eingehen sollten, statt weiterzumachen wie immer; andererseits aber auch, weil wir eine strenge Auslese übten und nicht jeden nahmen. Natürlich waren unsere SA-Männer der ersten Stunde alle bewußte und gefestigte, junge Nationalsozialisten, doch das war es nicht, was sie von den Anderen unterschied. Zwischen uns und den übrigen Hamburger Nationalsozialisten bestand der Unterschied in der Lebenshaltung: Unsere Männer waren bereit, mit der rhetorischen Scheinradikalität bei Fortdauer einer bürgerlichen Lebenshaltung und Beibehaltung offizieller bürgerlicher Politikformen zu brechen - sie waren bereit, wirkliche Revolutionäre zu werden und dafür auch Opfer und Verfolgung auf sich zu nehmen. Und sie stammten alle aus Bundeswehr oder Wehrsportgruppen, der bewußt in der Tradition des OD stehenden Hamburger JN oder der Wiking-Jugend, deren Ältere in Norddeutschland damals stark von der NSDAP/AO beeinflußt waren. So ergab sich die erste Traditionslinie gegenüber der SA ganz zwanglos aus Haltung und Lebensgeschichte der tatsächlichen Revolutionäre aus der Hamburger NS-Szene. Ohne daß diese befohlen oder gepredigt werden mußte, waren wir von Anfang an ein REVOLUTIONÄRER BUND SOLDATISCH GEPRÄGTER MÄNNER.

Dies war die wichtigste Vorbedingung für unseren Erfolg und unser Überleben als Gemeinschaft. In diesem Geiste erzogen wir dann bewußt jene jungen Menschen, die neu zu uns stießen und die nicht mehr durch die Schule von JN oder WJ gegangen waren, sondern direkt von der Straße für uns gewonnen wurden. Heute kommen nur noch die Wenigsten aus den alten nationalen Verbänden - die meisten neuen Kameraden kommen direkt aus dem Volk. Das ist einerseits ein sehr hoffnungsvolles Zeichen, beweist es doch, daß wir das nationale Ghetto gesprengt haben und damit Hoffnung auf eine künftige Massenbasis machen können. Es ist aber auch ein Problem, weil eine zugleich revolutionäre und soldatische Lebenshaltung für junge Menschen in der BRD - anders als für die zurückkehrenden Frontkämpfer des Ersten Weltkriegs und ihre jugendlichen Bewunderer in der historischen SA - nicht selbstverständlich ist. Niemals dürfen wir deshalb unseren Geist und Stil einer Anpassung oder einem Kompromiß mit dem bürgerlichen System opfern - bei uns müssen die jungen Nationalsozialisten auch in der Zukunft zu politischen Soldaten herangebildet worden. Das ist das Rückgrat unserer Gesinnungsgemeinschaft und der ganzen NS-Bewegung der neuen Generation. Ohne diese Lebenshaltung würden wir zurückfallen in die lange Nacht der politischen Bedeutungslosigkeit!

Nach dem Grundsatz "Nationalsozialisten gehören in eine nationalsozialistische Organisation" beschränken wir uns, anders als die nationalen Jugendbünde, deren Lebenshaltung wir soviel verdanken, nicht darauf, irgendeiner Gemeinschaft anzugehören, oder sie aufzubauen, die ein allgemein nationalpolitisches Bekenntnis mit einer soldatischen Lebenshaltung verbindet. Nach dem Grundsatz "Wir sammeln nicht alle Nationalsozialisten, sondern nur jene, die bereit sind zu gehorchen!" gründeten wir, anders als unsere Vorgänger in den NS-Kampfgruppen der frühen 70er Jahren, auch nicht irgendeine NS-Gruppe: Wir gründeten von Anfang an und ganz bewußt eine STURM-ABTEILUNG DER NSDAP. Diese traditionelle Bezeichnung wählten wir nicht aus unpolitischer Nostalgie, sondern um zu zeigen, daß wir nur in der Neugründung der NSDAP einen erfolgversprechenden Weg sahen, dem Nationalsozialismus zu einer strahlenden Wiedergeburt zu verhelfen. Gleichzeitig dokumentierten wir durch die Unterordnung unter die NSDAP/AO auch, daß es diese neue NSDAP noch nicht wieder gab und daß sie auch nicht verfrüht und überstürzt gegründet werden durfte.

Anders als die Untergrundzellen der NSDAP/AO glaubten wir aber, daß nicht der propagandistische Untergrundkampf allein (vielleicht nicht mal hauptsächlich) diese Wiedergeburt ermöglichen würde, sondern vor allem der offene und politische Kampf in den Reihen einer neuen SA, durch den dann einerseits ein organisatorischer Kern für die angestrebte Neugründung der Partei zusammenfindet, andererseits aber auch das politische Klima so beeinflußt und verändert werden kann, daß diese Neugründung politisch möglich und sinnvoll wird. Unser Weg seitdem hat gezeigt, daß wir mit diesen Überlegungen recht hatten:
Nur über eine neue SA führt der Weg zur Neugründung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei! Dabei sind wir in diesen acht Jahren ein guter Stück vorangekommen.
Ein Problem, zu dem wir erst im Laufe der Zeit eine klare Haltung fanden, war die Frage nach der Berechtigung und den Sinn von bewaffneten Widerstandsaktionen. An der moralischen Rechtfertigung des "Werwolfs" gab es für uns nie einen Zweifel und die ständige Verfolgung und Unterdrückung ließ in unsere Kameraden ständig die Versuchung erwachsen, in den "richtigen" Untergrund zu gehen. Manche - darunter auch mein erster Stellvertreter im SA-Sturm - gingen diesen Irrweg und scheiterten. Insgesamt erkannten wir, daß wir damit nur dem herrschenden System in eine Falle laufen und rangen uns zu einer klaren ABLEHNUNG DES BEWAFFNETEN UMSTURZES durch. Die Lehren des 9. November 1923 fordern von uns, daß diese Haltung beibehalten wird!

Den Weg resignierender Anpassung an das bürgerliche System lehnten wir von Anfang an als überzeugte Revolutionäre strikt ab; die Versuchung zum bewaffneten Widerstand lernten wir, nach bitteren Erfahrungen, als Falle des herrschenden Systems anzusehen; die zähe, geduldige Kleinarbeit im propagandistischen Untergrund und im Rahmen der Untergrundzellen der NSDAP/AO aber erschien unserem kämpferisch-soldatischen Lebens- und Gemeinschaftsgefühl zu wenig und zu unzulänglich. So ergab sich für uns zwangsläufig und natürlich, ein einziger Weg zur politischen Wirksamkeit: entsprechend den Vorbild der ersten Kampfzeit das WIRKEN DURCH DAS GELEBTE BEISPIEL DES SA-GEISTES!
Daß wir ungeachtet der Verfolgung, Einschüchterung und aller damit zusammenhängenden Probleme, ungeachtet von Leid und Opfer, von Prozessen und Gesinnungshaft uns als Nationalsozialisten bekannten und auch in hoffnungsloser Lage weiter kämpfen; daß wir der Unterdrückung durch das System in jedem Augenblick unseren unerschütterlichen Widerstandswillen entgegensetzten, das wirkte als Beispiel und Vorbild auf immer neue junge Menschen ein und machte unsere Gemeinschaft schließlich zur führenden Kraft in der nationalsozialistischen Bewegung der neuen Generation. Auch in den organisationsgeschichtlich düstersten Jahren 1980 - 1982, als die Organisation zerfallen war und "ruhte", blieb die ANS doch das eigentliche Vorbild und die attraktivste Bewegung, was sich im Durchbruch des Jahres 1983 überdeutlich herausstellte und die jahrelange Unterdrückung unserer Truppe und Inhaftierung ihrer Führer spektakulär scheitern ließ. Die größte Anerkennung für dieses Wirken aber erhielten wir vom System durch das Verbot der ANS/NA, in dessen Begründung es heißt:

"Die verfassungsfeindlichen Aktivitäten der ANS/NA können nur im Wege eines Vereinsverbotes unterbunden werden. Die bisherigen Verurteilungen der maßgeblichen Funktionäre der ANS/NA, haben an der Tätigkeit und der politischen Zielsetzung der ANS/NA nichts bewirkt. Durch Verurteilungen haben sich führende Funktionäre der ANS/NA in ihrer ablehnenden Haltung gegenüber der freiheitlich-demokratische Grundordnung nur noch bestärkt gefühlt."

Nachdem, wie es das Innenministerium so schön ausgedrückt hatte, die Verurteilungen "nichts bewirkt" hatten und deshalb unsere Aktivitäten nur durch das Verbot "unterbunden" werden konnten, sollte sich zeigen, daß auch dies ein Fehlschlag war: Mehr als ein Dutzend Verbote haben wir in diesen Ausführungen dokumentiert - keines konnte den Nationalsozialismus als Idee oder Lebenshaltung brechen und zerstören. Doch seit 1945 erreichten sie alle ihr Ziel, die jeweils konkrete Organisation zu vernichten. Keine nationalpolitische oder nationalrevolutionäre Organisation der Nachkriegszeit hat je ihr Verbot überlebt. Erst unsere Truppe überstand, wie NSDAP und SA der Kampfzeit und anders als die Nachkriegsverbände, das Verbot dank ihres Selbstverständnisses als nationalsozialistische Sturm-Abteilung und damit als eine UNZERSTÖRBARE GESINNUNGSGEMEINSCHAFT! Unsere Gemeinschaft hat die Inhaftierung ALLER damaligen Führungskameraden 1980 ebenso überlebt, wie 1983 ihr Verbot, darum kann uns nichts mehr schrecken. Wir wissen: Unser Wille ist stärker als das System - solange wir an dem festhalten, was unseren Erfolg bewirkte!

Ganz selbstverständlich ergab sich für unsere Gemeinschaft auch die Verpflichtung zum KAMPF GEGEN DIE REAKTION:
Die Reaktion trat uns am Anfang gegenüber als ängstliche Anpassung von "Mundwerk-Nationalsozialisten", die Schutz und Tarnung der reaktionären Verbände des nationalen Lagers nicht verlassen wollten und bildet unverändert stets die Versuchung, den "bequemen" und "einfachen" Weg, des Kompromisses mit dem herrschenden System, zu gehen. Dieser Irrweg ist für unsere Gemeinschaft die größte innere Gefahr, scheint er doch Leid, Opfer und Verfolgung "trickreich" zu umgehen und trotzdem politische Tätigkeit zu erlauben. Doch diese Tätigkeit ist dann nur noch politische Selbstbefriedigung, auf einer Spielwiese des Systems, nicht mehr aber politischer Kampf für Deutschlands Freiheit. Mit unserem ersten Leitsatz "Nationalsozialisten gehören in eine nationalsozialistische Organisation" haben wir von Beginn an Frontstellung gegen die Reaktion bezogen und müssen daran festhalten. Aber auch die anderen vielfältigen Formen der Reaktion gilt es zu erkennen und ihr Einsickern in unsere Ideenwelt und Lebenshaltung unermüdlich zu verhindern und abzuwehren!

Dieselbe ständige Wachsamkeit müssen wir beim KAMPF GEGEN DEN DOGMATISMUS aufbringen - einer Frontstellung, die unsere Gemeinschaft, wie geschildert, erst spät erkannte und sich zu eigen machte - als die organisationsschädlichen Umtriebe der "SS-Fraktion" zu einer gefährlichen Krise anwuchsen. Unsere Gemeinschaft darf weder ideologische Sektiererei und Abweichen von der Parteilinie hinnehmen, noch organisatorische Verselbstverständigungstendenzen von Untergliederungen und Fraktionen und schon gar nicht jenen scheinelitären Herrschaftsanspruch selbst ernannter Herrenmenschen, der typisch ist für den Dogmatismus in jeder Form und der in unseren Reihen die Kameradschaft vergiftet und damit die Grundlage unserer Existenz und unserer Gemeinschaft gefährdet!

Aus der Illegalität entstammend und dieser Tatsache einen Großteil unserer inneren Gelassenheit, Stärke und Souveränität gegenüber dem System und der von ihm ausgeübten Unterdrückung verdankend, haben wir dennoch niemals einen "Kult der Illegalität" betrieben. Im Gegenteil: Schon seit der Gründung der ANS im November 1977 und verstärkt seit dem Scheitern der ursprünglichen Untergrund-SA und ihres Stabschef´s Ende 1979 hatten wir erkannt, daß die wirkliche Aufgabe der politischen Soldaten des Nationalsozialismus nicht der Aufbau einer organisierten Untergrundbewegung sein konnte, sondern der Weg ins Volk, das Wirken durch Bekenntnis, Beispiel, Opfer- und Einsatzbereitschaft, durch das, für junge Menschen, der Nationalsozialismus wieder sicht- und erlebbar, wieder ein Vorbild werden konnte. So verstanden wir unseren Kampf mehr und mehr als Verpflichtung zur Organisation eines "legalen Arms" der nationalsozialistischen Bewegung, ohne deshalb allerdings je die Notwendigkeit auch der illegalen Propaganda, wie sie von der NSDAP/AO vertreten wird, zu leugnen, denn das Ziel ist das Gleiche:

Die Neugründung der NSDAP und ihre schließliche, erneute Machtübernahme!

Schon daraus ergibt sich, daß unser Bekenntnis zur Legalität NICHT die Anerkennung der Legitimität und Daseinsberechtigung das herrschenden Systems einschließt: In unseren Augen ist das aus Verrat, Niederlage und Unterwerfung unter den Siegerwillen, hervorgegangene westdeutsche Staatsgebilde von Anfang an selber illegal und unrechtmäßig - ein Protektorat der USA mit halb kolonialem Status. Das einzige, was wir diesem System zuerkennen und realistischerweise zuerkennen müssen, ist die Tatsache seiner faktischen Existenz: Wir akzeptieren diese Existenz nicht, sind aber gezwungen, sein Vorhandensein zur Kenntnis zu nehmen. Unser Bekenntnis zur Legalität ist lediglich Ausdruck dieser Kenntnisnahme, denn mit dem herrschenden System nahmen wir auch zur Kenntnis, welche politischen Möglichkeiten bestehen, als Nationalsozialist in der BRD für unsere Idee zu arbeiten und zu kämpfen!

Nicht Anpassung also ist die Konsequenz unseres legalen Kampfes sondern Nutzung und Ausweitung der Freiräume und, wo dies nicht möglich ist, die Bereitschaft, Verfolgung und Unterdrückung auf uns zu nehmen, durch die Gefängnisse der ein Demokraten zu gehen, um auf diese Weise die Heuchelei des "freiesten Staates der deutschen Geschichte" zu entlarven. Wie schon erwähnt, fanden wir den Weg in die Legalität dadurch, daß wir die offene NS-Propaganda der NSDAP/AO überließen und uns selber auf die Forderung nach Aufhebung das NS-Verbots konzentrierten.
Außerdem strebten wir niemals die Restauration der historischen NSDAP, sondern die Neugründung einer NSDAP der neuen Generation an und stellten uns schließlich deutlich in die Tradition der SA, die ja selbst von den Siegermächten vom Vorwurf freigesprochen worden war, eine "verbrecherische Organisation" zu sein. Auf diesem "Urteilsspruch" der Sieger in Nürnberg vom verbrecherischen Charakter der historischen NSDAP, mit dem ihr völkerrechtswidrige Verbot durch die Alliierten begründet worden sollte, aber beruht auch bis heute die Fortdauer dieses Verbots, obwohl die historische NSDAP nicht mehr existiert und infolge des Abbruchs der direkten Traditionslinie auch nicht mehr restauriert werden kann!

Schon das Verbot der ANS/NA zeigte, daß das System die Maske fallen ließ und das NS-Verbot willkürlich weiter faßte, als es selbst der "Urteilsspruch" der Siegermächte zuließ. Dies bestätigte sich, als ich im Januar 1985 von einem Frankfurter Staatsschutzgericht, schon wegen der früher zitierten Selbstdefinition der ANS/NA, als legalen Arm der neuen NS-Bewegung in der Tradition der SA und darauf aufgebauter Propaganda, zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt wurde. Trotz vorhergegangener Verfolgung und Inhaftierung von Kameraden, hatte doch die Berufung auf das Nürnberger "Urteil", wonach die SA KEINE VERBRECHERISCHE ORGANISATION war, immerhin unsere Organisation geschützt und einen kleinen Spielraum für legale NS-Propaganda geschaffen.

Verbot und Frankfurter Urteil haben dies geändert. Der juristische Sinn dieser Selbstdefinition ist damit geschwunden - wollen wir weiter legal arbeiten (und das wollen und müssen wir), dann müssen wir diese Form der Propaganda wieder gänzlich der NSDAP/AO überlassen, die damit erneut nach Jahren der Zurückhaltung stark vergrößerte Bedeutung erhält, während wir uns auf die praktischen Fragen der Taktik und die Nutzung konkreter Probleme konzentrieren müssen. Trotzdem wird es weiter Verfahren gegen unsere Kameraden geben und damit bleibt die Berufung auf den Freispruch für die SA wichtig: Er schützt in keiner Weise mehr vor juristischer Verfolgung, leistet jetzt aber noch Wichtigeres: Er entlarvt eindeutig die Willkür staatlicher Unterdrückung und der ganzen, gegen den Nationalsozialismus gerichteten, Staatsschutzjustiz! Diese beziehen ihre vermeintliche Legitimität, auf das Nürnberger Urteil der Sieger, wonach der, in der historischen NSDAP verkörperte, Nationalsozialismus verbrecherischer Natur ist, weshalb sein Fortwirken auch als Verbrechen selbst in einer "freien Demokratie" verfolgt werden müsse.

Ohne dieses "Urteil" anzuerkennen, vergaben wir uns nichts, als wir der Wahrheit entsprechend darauf hinwiesen, einer neuen Generation anzugehören, die die historische NSDAP weder fortsetzen wollte, noch konnte, sondern eine Neugründung anstrebte und zudem in der Tradition der - freigesprochenen - SA stand. Diese Neugründung aber bzw. ihre organisatorischen Vorläufer KÖNNEN demnach gar nicht jene, als "verbrecherisch" bezeichneten, ehemaligen NS-Organisationen fortsetzen - die NS-Verbotsgesetze betreffen gar nicht uns, sind auf uns im Grunde gar nicht anwendbar. Ihre Ausweitung auf uns kann deshalb, selbst in der Logik des herrschenden System, nicht dazu dienen, einer einst als "verbrecherisch" gebrandmarkten Organisation die Fortsetzung ihrer Aktivitäten unmöglich zu machen - das NS- Verbot dient inzwischen dazu, eine heutige, systemkritische Oppositionsbewegung junger Nationalsozialisten zu unterdrücken, die weder aus der historischen NSDAP hervorgegangen sind, noch verbrecherische Ziele verfolgen (wobei zu fragen ist, was das eigentlich sein soll, da man bekanntlich nie und nirgends politische Gestaltungsprozesse am "bürgerlichen" Gesetzbuch messen kann). Diese Erkenntnis ist das Ergebnis des Frankfurter Staatsschutzprozesses gegen mich - hier enthüllt sich in aller wünschenswerten Deutlichkeit die widerliche Heuchelei, die Phrasen von Gedanken und Meinungsfreiheit! Wir werden weiterhin darauf beharren, einer NS-Bewegung der neuen Generation anzugehören, als politische Soldaten in der Tradition der SA zu stehen und keine verbrecherischen Ziele zu verfolgen.

Wir werden immer wieder darauf hinweisen, daß wir ja gar nicht jener als "verbrecherisch" bezeichneten alten und 1945 zerschlagenen Organisation angehören und angehören können - und wir werden weiter verfolgt und verurteilt werden. Die Jugend wird diese Heuchelei erkennen, erkennt sie zum Teil schon heute; und die Jugend, wie sie politisch auch stehen mag, haßt mit ihrem gesunden Instinkt stets die Heuchelei. Da das System niemals den Mut zur offenen und eingestandenen Verfolgung seiner Gegner finden wird und ihn nach seiner eigenen Logik auch gar nicht finden kann, wird es weiter Verfolgen UND Heucheln, Menschen wegen ihrer Gesinnung einsperren UND Leugnen, daß es politische Gefangene gibt, unser Bekenntnis zu einem Nationalsozialismus der neuen Generation hören UND uns wegen Fortsetzung von Bestrebungen einer ehemaligen NS-Organisation verurteilen - es wird damit aber auch bei jedem Prozeß ein Stückchen mehr Achtung bei der Jugend verlieren und noch unglaubwürdiger werden! Es wird unsere zentralen Forderungen nach Volksgemeinschaft und Brechung der Zinsknechtschaft, nach Lebens- und Umweltschutz, nach einer deutschen Kulturrevolution, nach Freiheit, Einheit und Neutralität Großdeutschlands und einer Neuen Ordnung in Europa als "Verbrechen" verurteilen und damit immer weniger Verständnis bei jenen finden, die die Nöte einer Zeitenwende und die Notwendigkeit einer neuen Ordnung von Jahr zu Jahr klarer erkennen!

Der Aspekt der SA-Tradition, die in der historischen SA als einer der ersten zum Tragen kam und ihre Tragik ausmachte, spielt bei uns wegen unserer zahlenmäßigen und politischen Schwäche naturgemäß noch keine besondere Rolle: Das Selbstverständnis als KERN EINER POLITISCH GEFESTIGTEN REVOLUTIONÄREN VOLKSARMEE.
Doch in der Klärung unserer Haltung gegenüber den Wehrsportgruppen und dem, bewaffneten Widerstand wurden wir doch schon früh mit einer Ausdrucksform dieses Problems konfrontiert und haben es endgültig gelöst. Es war mein erster Stellvertreter, der aus unserem jungen SA-Sturm nicht nur eine soldatische, sondern eine paramilitärische, Truppe machen wollte. Bei seinen, auf eigene Faust mit Karl-Heinz- Hoffmann geführten, Verhandlungen im Oktober 1977 zeichnete sich der Konflikt ab. Hoffmann forderte die Unterstellung - er forderte den Verzicht auf äußerliche politische Tätigkeit. Ich lehnte das ab, mein Stellvertreter trennte sich von uns, ging zu einer Wehrsportgruppe in Schleswig-Holstein und schließlich in den Untergrund.
Dabei war und ist unserer Truppe nicht gegen Wehrsport - er dient der Disziplinierung unserer Kämpfer und der Erziehung zu einer soldatischen Lebenshaltung, aber er bleibt grundsätzlich dem politischen Kampf untergeordnet, darf nie zum Selbstzweck werden. Es muß immer klar bleiben, daß unsere politischen Soldaten eine soldatische, nicht aber eine militärische Truppe bilden. Ebenso aber halten wir daran fest, daß diese Truppe NACH einer Machtübernahme den Kern der kommenden Revolutionsarmee bilden wird!

Dabei haben wir die neun Aspekte unseres Bekenntnisses zur Tradition der SA geklärt: Sie sind aufeinander bezogen und bilden eine innere Einheit. In dieser Ausarbeitung haben wir sie zunächst aus der Geschichte der historischen SA abgeleitet und dann auf die Gegenwart angewendet. In der Praxis verlief dieser Vorgang umgekehrt: Ausgehend von unserem Selbstverständnis und unserer Lebenshaltung als politische Soldaten, ergaben sich diese Aspekte unserer Tradition aus dem achtjährigen konkreten Glaubenskampf, seinen Irrtümern, Rückschlägen, Versuchungen und schließlich dem ersten großen Erfolg, wonach wir diese Erkenntnisse auf die Vergangenheit anwendeten und sie dort wiederfanden, uns unsere Legitimität als Erben bestätigt zu finden. Von der Vergangenheit zur Gegenwart, von der Gegenwart zur Vergangenheit - der Ring hat sich geschlossen, die Tradition ist bewahrt und erneuert! Der Kämpfer im braunen Hemd, der politische Soldat der nationalsozialistischen Bewegung lebt in uns weiter. Er wird siegen!







II. DER GEIST DER SA

DIE 10 GEBOTE DES POLITISCHEN SOLDATEN

Die Übernahme einer Tradition und die Erkenntnis ihrer sinnvollen - auch organisatorischen - Anwendung und Verwirklichung sind wichtig. Doch darf das alles nicht blasses Gedankenspiel und papiererne Vorstellung bleiben: Um geschichtsmächtig zu werden, muß jene innere Haltung hinzukommen, ohne die nichts lebenskräftig wird.

Für den Nationalsozialismus - es wurde im Vorwort darauf hingewiesen - ist Soldatentum nicht nur ein wichtiger Teil der natürlichen Ständegliederung der Volksgemeinschaft und in der Kampfzeit eine militante Organisationsform kämpferischer Nationalsozialisten; Soldatentum ist ein ethisches Prinzip, eine Lebenshaltung, die ganz konkrete Forderungen an den Kämpfer richtet, damit er das vollbringen kann, was die Partei von ihrer Sturm-Abteilung erwartet!

Diese Forderungen wurden im Sommer 1977 als die "Zehn Gebote des Politischen Soldaten" zusammengefaßt und haben sich seit her in unserer Gemeinschaft völlig durchgesetzt. Es waren keine dogmatischen Regeln, die willkürlich erfunden wurden - sie entsprangen dem Erfahrungsschatz und dem Lebensgefühl politischer Soldaten der Kampfzeit, wie auch der Nachkriegszeit - schöpften aus den Erfahrungen und Erlebnissen der SA-Kämpfer ebenso, wie aus denen der Aktivisten der "langen Nacht" und vor allem der nationalen Jugendbewegungen. Seitdem sind fast acht Jahre vergangen - lange Jahre des erbitterten Kampfes, der Rückschläge, Entbehrungen und Opfer, der Verfolgung, das Verbotes und der Unterdrückung, aber auch des Druchbruchs zu einer einheitlichen, bundesweiten und funktionsfähigen Bewegung. Die "zehn Gebote" blieben bestehen und erfaßten immer mehr neue Braunhemden-Soldaten - nichts mußte weggelassen, nichts mußte hinzugefügt werden. Keine abstrakten Glaubenssätzen, keine lebensfremden Moralvorstellungen, keine unerreichbaren Forderungen waren und sind Sie - aus dem direktem Erleben des Kämpfers, aus seiner Einsicht in die Notwendigkeiten des Kampfes sind Sie geboren, im Leben haben sie sich bewährt und bilden deshalb die Lebensgrundlage unserer Politischen Soldaten:

  1. GLAUBE !

  2. GEHORCHE !

  3. KÄMPFE !

  4. SEI TREU !

  5. SEI KAMERADSCHAFTLICH !

  6. ARBEITE AN DIR !

  7. SEI VERSCHWIEGEN !

  8. SEI TAPFER !

  9. SEI STOLZ !

  10. SEI ERBARMUNGSLOS !

Diese zehn Gebote stehen untereinander im engen Sinnzusammenhang, gehen ineinander über, ergänzen sich, verweisen aufeinander. Die ersten drei Gebote "Glaube! Gehorche! Kämpfe!" sind die Hauptforderungen, von denen sich alle anderen ableiten - sie galten in derselben Formulierung bereits für die Braunhemden der historischen SA!
Insgesamt aber sind diese zehn Gebote hervorgegangen aus unserem Kampf der neuen Generation von Nationalsozialisten und haben sich in diesem Kampf auch bewährt - sind keine blasse Kopie der Vergangenheit sondern Lebenswirklichkeit der Gegenwart.

Seit acht Jahren gibt es nun wieder eine neue SA - die "10 Gebote des Politischen Soldaten" sind ihr Grundgesetz, prägen und formen das Leben der neuen Braunhemden. In einer solchen Zeit entwickelt sich bereits eine eigene Tradition, die niemals Nachahmung vergangener Zelten sein kann, selbst wenn sie auf alte Formen zurückgreift und den Kampf der Vergangenheit in seinen wesentlichen und bleibenden Aspekten fortführt. So habe ich die Hoffnung, daß diese "ZEHN GEBOTE DES POLITISCHEN SOLDATEN" dem forschenden Blick künftiger Generationen von Nationalsozialisten ALS NEUER, ALS ZEHNTER ASPEKT DER TRADITION DER SA erscheinen wird - als innerer Beitrag zum nie endenden Kampf für Zukunft und Entwicklung unseres Volkes, wie hoffentlich die Methoden zur Überwindung des NS-Verbots einmal unser äußerer Beitrag in der ruhmreichen Geschichte der Braunhemden-Armee sein mögen!







GLAUBE !

Der Glauben ist unsere Lebensgrundlage!

Kann man Glauben wirklich fordern - ist es nicht vielmehr so, daß das Glaubenkönnen sich der menschlichen Willenskraft weitgehend entzieht, daß man den Glauben an etwas gewinnt oder verliert ganz unabhängig davon, ob man das will oder nicht?
In der Tat kann und soll man an die nationalsozialistische Idee nicht "glauben" - sie ist weder Religion, noch Ideologie; sie lehrt nichts, was man mehr oder weniger willkürlich nur glauben müßte:
Nationalsozialismus ist ganz einfach die Erkenntnis von der biologischen Natur und Bestimmung das Menschen in seiner Umwelt und der idealistische Entschluß, für die Verwirklichung einer naturgemäßen Ordnung zu arbeiten, statt nur für die Bequemlichkeit und das Wohlergehen im eigenen kleinen Leben. Um eine solche Neue Ordnung zu erkämpfen, organisieren sich die Nationalsozialisten in einer nationalsozialistischen Partei. Und diese Partei nun fordert von jedem Parteigenossen - ganz besonders aber von ihren politischen Soldaten - einen dreifachen Glauben: den Glauben an die Partei, den Glauben an die Kameraden und den Glauben an sich selber! Und dieser verlangte Glauben ist durchaus eine Frage das Willens, denn er ist kein Akt des "Für-wahr-Halten" sondern der Entschluß zum Vertrauen! Das Gebot "Glaube!" fordert nicht das Für-wahr-Halten irgendwelcher ideologischen oder sonstigen Behauptungen, es fordert vom Politischen Soldaten, daß er den Mittelpunkt seines Lebens nicht mehr in der Verwirklichung selbständiger Hoffnungen sieht, sondern dieses Leben der Gemeinschaft anvertraut, von der aus es Sinn und Wert erhält!

Der Glaube an die Partei:
Die Partei ist der organisierte Lebenswillen eines Volkes; sie ist die Gemeinschaft, die die Neue Ordnung erkämpft und nur in ihr und durch sie wird diese Neue Ordnung möglich. Darum vertraut der Nationalsozialist ihr sein Leben an: Er mag in vielem seine eigenen Vorstellungen vom Nationalsozialismus haben - das ist sogar gut und richtig so -, aber er kann gegenüber der Partei niemals "recht behalten". Die Partei weist den Weg, sie ist die Vorhut der Nation - nur wer ihr folgt, kann die Nation daher verwirklichen. Darum hat die Partei immer recht: Nicht weil jede einzelne Entscheidung stets richtig sein muß, sondern weil das Ziel richtig ist und ohne die von der Partei organisierte Arbeit, ohne den von der Partei geführten Kampf dieses Ziel nie erreicht würde! Ohne die Partei zerfällt der Nationalsozialismus in zahllose geistige Zirkel und politische Sekten, die Sinn und Zusammenhang verlieren. Der Kampf für den Aufbau, die Erhaltung und den Sieg der nationalsozialistischen Partei ist für den politischen Soldaten heiligste Lebensaufgabe - er ist nur möglich, wenn er an die Aufgabe der Partei glaubt d.h. wenn er mit jeder Faser seines Herzens und seines Willens darauf vertraut, daß die kollektive Willensanstrengung nationalsozialistischer Arbeiter und Kämpfer - erneuert und weitergeführt von jeder neuen Generation - schließlich stärker ist als das bürgerliche System, daß sie das System überwindet, die Neue Ordnung errichtet und damit Überleben und Höherentwicklung unseres Volkes sichert!

Glaube an die Kameraden:
Die Partei ist kein Verwaltungsmechanismus - sie ist die lebendige Gemeinschaft nationalsozialistischer Arbeiter, Kämpfer und Führer und damit die geistige Einheit aller Menschen eines Volkes, die gemeinsam das große Ziel anstreben. Diese Einheit umfaßt nicht nur die jetzt lebenden und aktiven Parteigenossen - sie umfaßt die Millionen Toten, wie auch die noch kommenden Generationen unserer Bewegung. Der Glaube an die Partei - an Notwendigkeit einer organisierten Vorhut der Nation - deshalb ergänzt durch den Glauben an die Kameraden, an die Menschen, die vom selben Ziel erfüllt und mit derselben Hingabe im Rahmen der Partei arbeiten und kämpfen! Die eigene Selbstlosigkeit, der Einsatz das eigenen Lebens für ein Ziel, das größer ist als dieses Leben und es überdauert, hat seinen Wert in sich, denn ein Idealist ist immer eine erfreulichere Erscheinung und lebt letztlich ein glücklicheres Leben als der Materialist; seinen wirklichen Sinn aber erhält sie erst durch das Vertrauen darauf, daß die Kameraden neben einem stehen und immer wieder den Kampf fortsetzen, wo man selber aufhören mußte - sei es durch Krankheit und Tod, sei es durch Verfolgung und Haft oder aus anderen Gründen. Nichts ist vergebens, weil es immer die Kameraden geben wird, die weitermachen, so wie wir Arbeit und Kampf jener Kameraden weiterführen, die vor uns sich eingesetzt haben. Wir sind nie allein - nicht einmal in der Einzelzelle der Gesinnungshaft oder der Verbannung des Exils - wir sind immer Teil dieser lebenden Gemeinschaft der Kameraden, die uns überdauert und unsere Wünsche, Ziele und Sehnsüchte schließlich verwirklichen wird.

Glaube an sich selber:
Der Entschluß, sich so vollständig der Partei und der Gemeinschaft zu ergeben, ihnen das eigene Leben anzuvertrauen, das nun nicht mehr sich selber dient, sondern der Partei, ist schnell gefaßt. Um ihn durchzuhalten, darf man das Vertrauen in die Partei und in die Kameraden niemals verlieren - aber auch nicht das Vertrauen in sich selber und die eigene Kraft. Der Mensch, der glaubt, ist stärker als er oft selber weiß: Er kann alles ertragen, SOLANGE er glaubt!







GEHORCHE !

Der Gehorsam ist die große Tugend unserer Revolution!

Als organisierter Lebenswillen und Vorhut unserer Nation beansprucht die nationalsozialistische Partei das Vertrauen ihrer Parteigenossen. Um aber ihr großes Ziel erreichen zu können, schließt sich daran die Forderung nach Gehorsam an.- Alle Parteigenossen - ganz besonders aber natürlich unsere politischen Soldaten - gehorchen der Partei und niemand anderem. Sie tun das ohne Einschränkung und mit aller Kraft - gleichgültig ob sie den Sinn eines Befehls verstehen oder nicht, gleichgültig auch, ob der Befehl der Partei den eigenen Wünschen entspricht oder nicht. Die Pflicht zum Gehorsam geht für den politischen Soldaten bis hin zum Opfer seines eigenen Lebens:

WER AUF DIE HAKENKREUZFAHNE SCHWÖRT, HAT NICHTS MEHR, WAS NOCH IHM GEHÖRT!

Eine doppelte Gehorsamspflicht bindet den politischen Soldaten an die revolutionäre Partei des deutschen Arbeitertums:
Als Organisationsform der politischen Soldaten ist und bleibt die Sturm-Abteilung, eine Untergliederung der Partei - sie tritt dieser nicht als gleichberechtigter Partner gegenüber, sie ist politisch ein Werkzeug der Partei und organisatorisch Lebensausdruck ihrer politischen Soldaten. Wer immer es unternimmt, politische Soldaten gegen die Partei aufzuwiegeln, die SA zu einem eigenständigen politischen Faktor mit eigensüchtigen politischen Ideen zu machen, wer immer sich über oder neben die Partei stellen will, statt ihr loyal zu dienen und damit die Volksgemeinschaft zu verwirklichen, der ist ein Parteifeind! Der politische Soldat gehorcht der Partei und ihrem Führer und läßt niemals zu, daß ein Keil zwischen ihn und die Partei geschoben wird! Kommt es aber zu einem Konflikt innerhalb der Partei oder zwischen der Partei und einer ihrer Untergliederungen, so untersteht jeder einzelne politische Soldat direkt der Partei und ihrem Führer - dann muß und wird er sich notfalls selbst gegen seine eigenen ehemaligen Vorgesetzten und Kameraden zu wenden haben! Der politische Soldat ist das Rückgrat der Partei - niemals darf er sich brechen oder zu parteifeindlichen Handlungen bewegen lassen. Überleben und Erfolg der Partei hängen von ihm ab!
In der Regel aber ist es sein direkter Vorgesetzter, der für den politischen Soldaten die Partei verkörpert und dessen Befehle er bis in den Tod auszuführen hat. Dabei verlangt die Partei aber niemals einen blinden Kadavergehorsam: DER NATIONALSOZIALIST WILL GEHORCHEN, UM SIEGEN ZU KÖNNEN!

Er darf und soll sich selber Gedanken machen, er hat sein eigenes persönliches Verständnis vom Nationalsozialismus, aus dem heraus er Vorschläge machen und Ideen äußern soll. Der Vorgesetzte ist verpflichtet, auf solche Vorschläge und Ideen einzugehen, sie entweder zu verwirklichen oder zu erklären, warum sie so oder jetzt nicht anwendbar sind. Die Pflicht zum Gehorsam ist dennoch eine grenzenlose und uneingeschränkte - niemals aber darf der politische Soldat das Gefühl haben, er sei nur "Kanonenfutter" und nicht Kamerad unter Kameraden, verschworen für den Sieg, den nur der Glauben an die Partei, der Gehorsam gegenüber der Partei und der Kampf für die Partei herbeiführen kann!

Der politische Soldat, der den Eindruck hat, daß seine Ideen und Vorschläge nicht genügend beachtet werden oder daß getroffene Entscheidungen der Idee und dem Interesse der Partei widersprechen, kam sich zunächst an seinen direkten Vorgesetzten und danach auch an höhere Vorgesetzte in Partei und SA wenden. Ist aber eine Entscheidung gefallen und ein Befehl ausgesprochen, dann muß der politische Soldat gehorchen, dann wird er sich mit aller Kraft einsetzen. Dann gibt es kein Zögern und keine Bedenken mehr!

Die höchste Autorität für den politischen Soldaten ist der Führer der Partei! Hat dieser gesprochen, ist eine Frage endgültig entschieden und es darf keinen Zweifel an der befohlenen Generallinie der Partei mehr geben!

Nur wer so gehorchen gelernt hat, der taugt auch selber einmal zum Unterführer oder Führer:
Nur wer gelernt hat zu gehorchen, wird einmal imstande sein, Befehle zu erteilen!

Disziplinlosigkeit in allen denkbaren Erscheinungsformen darf der politische Soldat weder bei sich, noch bei seinen Kameraden, aber auch bei keinem Führungskameraden durchgehen lassen. Er ist verpflichtet, darüber Meldung zu erstatten, damit die Partei schnell und gründlich jede Entartung unserer revolutionären Kampfgemeinschaft zu einem bürgerlichen Sauhaufen schon im Keim ersticken kann!

Nationalsozialist: Lerne Disziplin! Gehorche! Dann wird der Sieg unser sein!






KÄMPFE !

Der Kampf ist Lebensinhalt des politischen Soldaten!

Zusammen mit dem Glauben und Gehorsam ist das Gebot "Kämpfe!" die dritte Hauptforderung der Partei an ihre Soldaten im braunen Hemd - auch jene, die tatsächlich am klarsten sein Leben prägt und den soldatischen Menschen formt. Glaube und Gehorsam - das fordert die Partei auch von allen anderen Parteigenossen, wenn auch nicht mit derselben, das eigene Leben total durchdringende Konsequenz: Der einfache Parteigenosse wird beides aufbringen und entsprechend seinen Fähigkeiten auf seinem Platz in diesem Geiste für die Partei arbeiten. Aber er wird dabei doch mit vielerlei Fäden in seiner Lebenshaltung noch an sein früheres Leben gebunden bleiben - an seine Familie, seinen Beruf, seine Interessen und Freundeskreise. Er wird all das für seine Parteiarbeit zu nutzen und einzusetzen versuchen, aber er bleibt dabei doch letztlich zumeist in den normalen Bahnen seines privaten Lebens.

Der politische Soldat hingegen faßt bereits die ersten beiden Gebote als Marksteine auf jenem Weg auf, der ihn zum Ordensritter der nationalsozialistischen Revolution macht, der sein privates Leben völlig und total dem Dienst an dieser Revolution unterordnet. Diese Entwicklung vollendet sich in der dritten Forderung, mit der der politische Soldat endgültig sein früheres Leben hinter sich läßt und nur noch für die Revolution lebt:
Der politische Soldat der nationalsozialistischen Arbeiterpartei ist Berufsrevolutionär. Sein Leben ist Kampf gegen das System und für die Neue Ordnung. Dieser Kampf nimmt keine Rücksicht auf private Interessen und Hoffnungen, auf Familie und Freunde, auf Beruf und Stellung. Der politische Soldat kämpft für die Sache der Partei ohne Rücksicht auf sich selber - damit hat er bereits total gebrochen mit dem herrschenden System, seiner Ordnung, seinen Gesetzen und Gewohnheiten. Das alles setzt ihn der Verfolgung aus - er nimmt sie auch sich, geht durch die Gefängnisse und ist letztlich bereit, alles zu opfern, selbst das eigene Leben!

Dabei darf man sich dies Leben eines politischen Soldaten, eines Berufsrevolutionärs und Ordensritters der Revolution durchaus nicht nur als Leid und Opfer vorstellen, mag es dem außenstehenden Bürger mit seinen spießigen, materialistischen Maßstäben auch so scheinen:
Dieser Kampf, dieser Bruch mit der bürgerlichen Welt, dieser totale Einsatz für die Neue Ordnung ist nicht etwa Ergebnis gramvoller, von der Einsicht in die Notwendigkeit geprägter Pflichttreue; der Entschluß zu solch kämpferischem Leben kann und wird nicht befohlen, ist nicht Folge von Druck und Zwang. Der politische Soldat empfindet sich mitnichten ständig als Opferlamm und tragische Gestalt. All das mag - je nach Stimmung und Erlebnis - ihm gelegentlich einmal so erscheinen. Aber tief im Herzen weiß er, daß er gar nichts anders leben kann und nicht anders leben will. Die Sturm-Abteilung ist ja keine willkürliche Untergliederung, zu der man abkommandiert werden kann. Sie ist Verkörperung und Organisationsform eines der drei Menschentypen, die die nationalsozialistische Arbeiterpartei prägen - eben des soldatischen Menschen, des Kämpfers!

Er kam in einem bürgerlichen System materialistischer Ausrichtung nur leben, indem er es bekämpft, sonst würden ihn Leere, Langeweile und Sinnlosigkeit überwältigen und ersticken! Das bürgerliche System kann ihm daher nichts bieten, ihn nicht korrumpieren - er ist gefeit dagegen, nicht aus, in erster Linie, weltanschaulicher Erkenntnis, sondern aus seinem Lebensgefühl heraus. So findet der Kämpfer eben den Sinn seines Lebens und sein Glück nur im Kampf, mag dem außenstehenden Spießer dies Leben auch äußerlich unglücklich erscheinen. Sinnvoll und über das eigene Leben das Kämpfers hinausgehend wird dieser Kampf freilich wieder nur, wann er im Glauben an die Partei wurzelt und der Durchsetzung ihrer Generallinie gilt. Der politische Soldat kämpft nicht für selbst gestellte Ziele und nicht allein für sich und seinesgleichen - er kämpft für den Sieg der Partei, die ihm das Ziel weist und durch Festlegung der Parteilinie konkrete Aufgaben gibt!

In der heutigen Verbotszeit besteht dabei das Problem, daß die NSDAP als handlungsfähige politische Vorhut der Revolution noch nicht wieder existiert. So fanden sich in der Geschichte unserer heutigen nationalsozialistischen Gesinnungsgemeinschaft zunächst eben auch nur jene Kämpfer zusammen, die von die vom ihrem Lebensgefühl her in diesem Staat nur leben konnten, indem sie gegen ihn kämpften. Solche Menschen finden sich schnell und erkennen sich sofort. Sie wurden zur Sturm-Abteilung, der die dazugehörige und ihnen den Weg weisende Partei noch fehlt. Sie sahen daher ihre Aufgabe auch nicht in der Formulierung von Programmen und weltanschaulichen Entwicklungen - sie nahmen einfach konkret den Kampf auf. Und dieser Kampf konnte nur Kampf gegen das NS-Verbot und für die Neugründung der NSDAP sein. Erst diese neue NSDAP kann dann den politischen Kurs im Einzelnen festlegen. Wie im ersten Teil geschildert, ist aus dieser neuen SA inzwischen eine Gemeinschaft entstanden, die praktisch die nationalsozialistische Bewegung IST! Heute gehorcht der politische Soldat seinen Vorgesetzten, die ihn in den Kampf gegen das NS-Verbot und für die Neugründung der NSDAP führen; er kämpft entsprechend der Generallinie, die unsere Gemeinschaft ihm gibt, die inzwischen rechtmäßiger Erbe der alten und Vorläufer der neuen Partei ist!







SEI TREU !

Unsere Ehre heißt Treue!

Das war der historische Leitspruch der Kämpfer der Waffen-SS. Er gilt letztlich für alle politischen Soldaten:
Ein Mann von Ehre - das ist der, dessen Handlungen im Einklang stehen mit seinen Überzeugungen und der die sich daraus ergebenden Verpflichtungen und Konsequenzen willig und zuverlässig übernimmt und erfüllt. Ein solcher Mann verdient Achtung in den Augen seiner Mitmenschen, wird sich selber achten können und dürfen und besitzt Ehre. Im nationalsozialistischen Volksstaat der Zukunft und in der nationalsozialistischen Bewegung überhaupt, erwarten wir von jedem, der in unseren Reihen arbeitet und kämpft, daß er ein Mann von Ehre ist. Diese Ehre erwirbt man sich allerdings nicht durch einen einmaligen Entschluß, sondern nur durch lebenslange Treue zu seinen Überzeugungen und daraus ergebenden Verpflichtungen! Darum heißt unsere Ehre Treue - darum muß die Partei von ihren politischen Soldaten neben all den anderen Geboten vor allem fordern, daß diese ihren Kampf und ihre Lebenshaltung nicht als einmaligen und damit beliebig wiederrufbaren Entschluß begreifen, sondern darin eine Berufung erkennen, eine Ehrenaufgabe, der sie ein ganzes Leben lang Treue schulden!

Das Gebot "Sei treu!" sichert mehr als alle anderen die Unzerstörbarkeit unserer Idee und Bewegung:
Im ersten Teil schon war darauf hingewiesen worden, daß man zwar Organisation verbieten kam, nicht aber Ideen und vor allen nicht die Menschen, die an dieser Idee festhalten und daß deshalb nicht Unterdrückung und Verbot eine Bewegung vernichten kann sondern nur Gleichgültigkeit und Resignation der Menschen. Die Treue unserer Kameraden aber ist stärker als Verbotsgesetze und verjagt jede Versuchung zu Gleichgültigkeit und Resignation - und das nicht nur für ein paar Jahre sondern für alle Zeiten: Jede Generation politischer Soldaten - und wir sind jetzt bereits die Dritte - trägt dank ihrer Treue zu Idee und Bewegung den Nationalsozialismus in die Zukunft! Wer heute als 16- oder 18-jähriger Kämpfer zu uns stößt, ist selber ein Brückenpfeiler, der den Weg der Bewegung für die nächsten 50 Jahre abstützt und ermöglicht. Und diese Treue wird dann im rechten Augenblick auch wieder den nächsten Generationenwechsel sichern: Der Wille des Kämpfers ist stärker als das System des Bourgeois! In der Treue des politischen Soldaten gegenüber seinen Überzeugungen und der Bewegung aber bewährt sich dieser Wille täglich neu!

Dabei ist das Treue-Gebot sicherlich wohl das schwerste:
Die aufflammende Begeisterung ruft in jedem Menschen starke Kräfte hervor - besonders aber in einem Kämpfer, der ja von Natur aus Freude an Abenteuer, am Kräftemessen, an der männlichen Bewährung, an der Überwindung von Widerständen und Widersachern hat. Doch dann erweist sich schon bald der Weg das Kämpfers als Weg des Leidens, des Opfers, des Verzichts auf alle bürgerlichen Annehmlichkeiten und Bequemlichkeiten, als Weg in die Gefängnisse und, womöglich, in den Tod. Und dieser Weg kann nicht etwa durch eine einmalige Kraftanstrengung gemeistert worden, sondern muß Jahr um Jahr, Jahrzehnt um Jahrzehnt freigekämpft worden. Was das für den Einzelnen bedeutet, das kann nur der ermessen, der selber zur kämpferischen Elite unserer Gemeinschaft gehört!

Aber Nationalsozialisten halten Treue - das hat die Alte Garde der NSDAP getan, als nach der gescheiterten Erhebung von 9. November 1923 die Partei verboten, der Führer inhaftiert und jede Hoffnung auf die Zukunft geschwunden war, das taten die Braunhemden der ersten Kampfzeit trotz vierhundert Blutzeugen; das taten die aus der HJ stammenden Helden, die sich freiwillig aufopferten, als die ganze Welt antrat, Deutschland zu vernichten; das taten die politischen Soldaten der Reichsfront, als das zerstörte Nachkriegsdeutschland jede Hoffnung auf einen deutschen Wiederaufstieg oder gar auf einen neuen Sieg des Nationalsozialismus unmöglich zu machen schien; das taten jene unerschütterlichen Nationalsozialisten während der langen Nacht, als die einzige Zukunftsaussicht das Wegsterben der Treuen zu sein schien! Und heute halten WIR die Treue - schon in etwas besserer Situation und mit größeren Aussichten auf einen Neubeginn, aber noch immer in schwerer, nahezu aussichtsloser Lage. Welch ein Heldenlied ist die Geschichte unserer Bewegung!
Ja - wir werden die Treue halten, was auch kommen mag, bis eines Tages die Sonne, die heute nur in den Herzen weniger Menschen lebt, sich wieder strahlend über Deutschland und Europa erhobt - bis unsere Fahne wieder frei im Wind weht!







SEI KAMERADSCHAFTLICH !

Kameradschaft ist Voraussetzung für Gemeinschaft!

Unsere Bewegung ist unempfindlich gegenüber äußerem Druck und von diesem nicht zu besiegen, dem wir bilden eine unzerstörbare Gesinnungsgemeinschaft. Sie wurzelt in der Treue des Nationalsozialisten gegenüber Idee und Partei und in der Kameradschaft untereinander. Nur wenn diese innere Front wankt, droht der Bewegung Gefahr. Darum ist, neben dem Verrat, die Unkameradschaftlichkeit das schlimmste Verbrechen, das der politische Soldat gegenüber der Partei begehen kann!

Wer dem Anderen kein Kamerad sein kann, hat in der Braunhemd-Armee nichts verloren!

Kameradschaft ist dabei etwas anderes als Freundschaft - sie beruht nicht auf persönlicher Sympathie:
In jeder größeren Gemeinschaft wird es Menschen geben, die einander sympathisch sind und deshalb besonders eng zusammenhalten. Daran ist nichts falsch, solange darunter der kameradschaftliche Einsatz gemeinsam mit allen Kämpfern nicht leidet. Aber nicht auf solchen Freundschaften beruht die Unzerstörbarkeit unserer Gesinnungsgemeinschaft. Sie beruht vielmehr auf der gemeinsamen Gesinnung! In jeder größeren Gemeinschaft wird es auch Menschen geben, deren Charakter und Neigungen so unterschiedlich und gegensätzlich sind, daß sie einander kaum mehr als Abneigung entgegenbringen können. Auch daran ist nichts Schlimmes, solange der politische Soldat niemals vergißt, daß er nicht zur Truppe gehört, um persönliche Abneigungen auszuleben, sondern um ein gemeinsames Ziel zu erkämpfen. Niemals dürfen persönliche Gefühle also das innere Gefüge und die äußere Schlagkraft der Truppe belasten oder gar bedrohen.
Darum steht die Pflicht zur Kameradschaft hoch über jeder persönlichen Zuneigung oder Abneigung. Wer unsere politische Überzeugung teilt, uns durch eine gemeinsame Welt- und Lebensanschauung verbunden ist und an unserer Seite nach besten Kräften dafür kämpft, ist unser Kamerad! Der Politische Soldat steht zu seinen Kameraden, hilft ihnen, unterstützt sie und verteidigt sie. Er hat notfalls sein Leben einzusetzen für seine Kameraden - nicht um persönlicher Gefühle sondern um des gemeinsamen Kampfes und Zieles willen! Gegenüber Angriffen von außen auf einzelne Kameraden müssen alle zusammenstehen. Der Feind soll wissen:
Wer einen Nationalsozialisten angreift, greift alle an und muß mit entsprechenden Reaktionen rechnen!

Aber auch Angriffe, gleich welcher Art, die nicht aus politischer Kritik sondern aus persönlicher Abneigung innerhalb der Truppe gegen einzelne Kameraden gerichtet werden, müssen von der Gemeinschaft gemeinsam abgewehrt und im Kein erstickt werden. Kein Führungskamerad darf zögern, notorische Streithälse und Stänkerer, die öfter durch solche Unkameradschaftlichkeit auffallen, ungeachtet aller sonstigen Eigenschaften und möglichen Verdienste gnadenlos aus der Bewegung auszuschließen. Sie sind für unsere Gemeinschaft ein Krankheitsherd und bedrohen sie mehr, als irgend etwas Anderes das zu tun vermag!

Immer wieder sind nationale Gruppen seit 1945 gescheitert, weil sie das Interesse der Partei und die Pflicht zur Kameradschaft nicht über ihre persönlichen Gefühle, Abneigungen, Elfersüchtsleien und Eitelkeiten stellen konnten.
Ganz besonders abscheulich ist die weitverbreitete Neigung, Kameraden wegen rein persönlicher Eigenheiten oder Gewohnheiten anzugreifen. Dazu gilt: Das Privatleben eines Kameraden, der seine Pflicht gegenüber der Bewegung tut, ist weder für die Kameraden noch für die Bewegung insgesamt von Interesse:
Weder Bett- noch Trinkgewohnheiten oder ähnliches entscheiden über den Wert eines politischen Soldaten, sondern sein Kampf für die Bewegung und sein Einsatz für die Neue Ordnung. Politische Soldaten bilden eine Kampfgemeinschaft, keine Sekte für Spießbürgermoral!

Wir erwarten von unseren politischen Soldaten ein positives Leben entsprechend den hier erläuterten zehn Geboten - als negativen Ausschlußgrund haben wir dagegen seit Gründung der neuen SA nur Berufskriminalität und Drogenmißbrauch gelten gelassen. Wer entsprechend lebt und seinerseits weder von sich aus das Ansehen der Bewegung schädigt, noch die Gebote der Kameradschaft verletzt, hat einen Anspruch darauf, als Kamerad geachtet und von der Gemeinschaft getragen zu werden. Wer sich dagegen vergeht, verletzt das Gebot der Kameradschaft und schadet der Partei. Parteischädlinge aber sind erbarmungslos zur Rechenschaft zu ziehen. Sie dürfen keine Gelegenheit erhalten, ihre Wühlarbeit gegen den kameradschaftlichen Zusammenhalt zu entfalten:
Die Voraussetzung für den Sieg ist die unzerstörbare Gesinnungsgemeinschaft der politischen Soldaten der Partei - die Voraussetzung für das Überleben dieser Gemeinschaft aber ist die Pflicht zur Kameradschaft! Darum ist Kameradschaft wichtiger als Freundschaft; darum muß die Kameradschaft stärker sein als persönliche Abneigungen!

Nationalsozialist - sei kameradschaftlich!






ARBEITE AN DIR !

Ein Nationalsozialist lernt niemals aus!

Der Nationalsozialismus ist keine Ideologie, deren dogmatischen Lehrsätze man auswendig lernt, um sich alsdann für einen zuverlässigen und gefestigten Anhänger zu halten. Der Nationalsozialismus verlangt sehr viel mehr von seinen Anhängern - Er will nicht auswendig gelernt, er will gelebt werden!

Die nationalsozialistische Weltanschauung lehrt nur ganz wenige Grundsätze - die natürliche Gesetze das Lebens und ihre Anwendung auf menschliche Gemeinschaften. Alles andere muß sich der Nationalsozialist selber erarbeiten! Soweit es dabei um den Kampf für eine Neue Ordnung, um ihre Verwirklichung und Ausgestaltung geht, hilft ihm die Partei dabei und gibt eine Generallinie vor. Soweit es aber um den einzelnen Menschen in der Gemeinschaft geht, der in dieser den ihm gemäßen Platz finden und ihn nach besten Kräften ausfüllen soll, ist der Nationalsozialist aufgefordert, selber daran zu arbeiten und sich entsprechend zu entwickeln:
Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung - das fordert unsere Weltanschauung vom Nationalsozialisten! Er muß sich fragen, welche Fähigkeiten und Neigungen er besitzt, aber auch welche Schwächen und Fehler; und er wird sich entsprechend in die Gemeinschaft einordnen. Er soll sich dabei weder klein machen, um Forderungen nach Leistung und Opfer, um größerer Verantwortung zu entgehen, die sein kleines, bequemes Leben verändern würden - er darf aber auch nicht vermessen seinem Ehrgeiz und seiner Machtgier nachgeben, wenn er ersichtlich nicht die Fähigkeit zu Größerem hat! Beide Extreme sind eines Nationalsozialisten unwürdig. Hat er aber den ihm gemäßen Platz in der Gemeinschaft gefunden, so wird der Nationalsozialist sich nun mitnichten zufrieden geben. Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, der trägt sie an der falschen Stelle!

Auf die Selbsterkenntnis folgt die Selbstverwirklichung - auf das "Erkenne Dich selbst", das "Werde was Du bist". Der Nationalsozialist gibt sich nie mit dem zufrieden, was ist: Er kämpft und arbeitet stets für das, was sein soll! In jedem Menschen steckt mehr, als er zunächst selber weiß. Alle anderen Systeme neigen dazu, diese schöpferischen Kräfte des Menschen zu unterdrücken, oder verhindern zumindest - bewußt oder unbewußt -, daß sie in Erscheinung treten. Der Nationalsozialismus aber weckt sie und stellt sie in den Dienst der Gemeinschaft! Er fordert von seinen Anhängern unermüdliche Anstrengungen, alle Neigungen und Fähigkeiten, die in ihm liegen, mehr und mehr auszuschöpfen, alle Schwächen und Fehler mehr und mehr zu überwinden, bis schließlich der Parteigenosse, nach den Worten Adolf Hitlers, wahrhaft die "Verkörperung das höchsten Wertes von Rasse und Persönlichkeit" geworden ist!

Was für jeden Nationalsozialisten gilt, gilt wiederum natürlich in verschärften Maße für die politische Soldaten der Partei:
Schon früh erkennt der junge Nationalsozialist, ob er zum Kämpfer geboren ist oder nicht. Ist er es, so braucht er gar nicht dazu überredet, oder davon überzeugt, zu werden, daß er sich der Braunhemden-Armee anschließen soll. Er wird dies aus eigenem leidenschaftlichen Wunsch heraus tun, weil er nur dort seine Freude am Kampf, an der männlichen Bewährung und seinen totalen Bruch mit der bürgerlichen Lebenshaltung verwirklichen kann.
Er wird darin auch aber schnell konfrontiert werden mit all der Hetze, Verfolgung, dem Leid und Opfer, das die Partei ihren politischen Soldaten zumuten muß. Und jetzt gilt in voller Schärfe das Gebot "Arbeite an Dir!" Der politische Soldat darf nicht auf halbem Wege stehenbleiben: er wird und muß seine bürgerlichen Schwächen und Gewohnheiten, die er - aufgewachsen in der Dekadenz das liberal-kapitalistischen Systems - noch in sich hat, gänzlich überwinden und jene kämpferischen Eigenschaften, die ihn zu einer heroischen Lebenshaltung befähigen, mehr und mehr ausbilden. Dies ist kein einmaliger Vorgang und auch keine Entwicklung weniger Monate. Es ist ein lebenslanger Reifeprozeß.

Auf diese Weise stellt der Nationalsozialismus dem bürgerlichen Massemenschen die der Gemeinschaft verpflichtete Persönlichkeit entgegen. Im nationalsozialistischen Volksstaat der Zukunft, wie in der nationalsozialistischen Bewegung der Gegenwart, beschränkt sich dieser Vorgang der Persönlichkeitsbildung durchaus nicht auf die Führungsschicht: Jeder einzelne kleine Arbeiter und Kämpfer, der sich nach Kräften müht, seinen Platz in der Gemeinschaft auszufüllen und dort alle Fähigkeiten zu entwickeln und seine Schwächen zu bekämpfen, der sich weder kleinmacht, noch sich in grotesker Überschätzung Dinge anmaßt, die ihm nicht zustehen, ist eine nationalsozialistische Persönlichkeit und jedem Eierkopf oder Bonzen des herrschenden Systems überlegen, der weder Pflicht, noch Maß kennt!
Voraussetzung dafür freilich ist unbedingte Ehrlichkeit - sich selbst gegenüber wie gegenüber der Partei, die den Einzelnen dann entsprechend beurteilen muß und an seinen Platz stellt!







SEI VERSCHWIEGEN !

Eine Tat ist mehr wert, als hundert große Sprüche!

Nach all diesen, sehr grundsätzlichen und bedeutsamen, Forderungen an den politischen Soldaten scheint das Gebot zur Verschwiegenheit eher nebensächlich zu sein. Wer jedoch selber in der praktischen revolutionären Tätigkeit steht und die Notwendigkeiten und Probleme des Kampfes gut kennt, weiß, daß eher das Gegenteil der Fall ist!

Schwatzhaftigkeit, Prahlereien und Gerede gefährden oft genug den Erfolg einer politischen Kampftruppe, können sogar ihre Lähmung und ihren Zerfall herbeiführen. Gerade weil die Kameraden diese Gefahren oft übersehen und dieses Gebot, anders als die anderen, für nebensächlich und einen Verstoß für keine schlimme Sache halten, ist das Problem von erheblicher Bedeutung:
Da der Feind stets versucht, Spitzel bei uns einzuschleusen und es dagegen auch keine Abwehr gibt, gefährdet Prahlereien über irgendwelche Aktionen direkt die beteiligten Kameraden, hilft das Gerede dem Feind, die internen Verhältnisse genau kennenzulernen, die wichtigsten Führungskameraden herauszufinden, Schwachstellen zu erkennen und dadurch Gegenmaßnahmen besser auszuarbeiten. Aber auch intern ist das Gerede - vor allem in der Form der Klatschsucht über persönliche Schwächen und das Privatleben von Kameraden - schädlich, vergiftet oft die Atmosphäre und gefährdet die Kameradschaft untereinander. Klatschsucht, Geschwätzigkeit und die Angebereien mit stattgefundenen Aktionen haben dem Feind insgesamt sicher mehr geholfen als seine Unterdrückungsmaßnahmen oder bewußter Verrat!
Dabei steckt dahinter zumeist keine Bösartigkeit und der Kamerad ist sich sicher überwiegend gar nicht bewußt, daß sein Verhalten der Bewegung schadet. Umso größer ist die Pflicht der Führer und Unterführer, ihre Kameraden immer wieder daraufhinzuweisen und notfalls auch energisch durchzugreifen: Der unbelehrbare Prahlhans, die berufsmäßige Klatschtante gehören sowenig in eine Truppe politischer Soldaten, wie der Verräter, der unkameradschaftliche Egoist oder der Feigling! Freilich wird der Führungskamerad gegen die Schwatzhaftigkeit nur dann Erfolge erzielen können, wenn er selber frei davon ist und ein Beispiel gibt. Nur wenn Führung und Gefolgschaft die Wichtigkeit der Verschwiegenheit für die revolutionäre Arbeit gemeinsam erkennen, kann aus der Gemeinschaft politischer Soldaten eine wirklich revolutionäre Kampftruppe werden!

In einer solchen Kampftruppe aber muß gelten:
Niemand braucht mehr zu wissen, als zur Durchführung seiner Aufgabe erforderlich ist. Dies gilt sowohl bei einem ständigen Aufgabenbereich - beispielsweise bei Führung einer Untergliederung oder eines Amtes innerhalb der Bewegung - wie auch angesichts einer einmaligen konkreten Aktion, die von der Partei befohlen wird. Nach Erfüllung eines Auftrags wird der zuständigen Parteidienststelle darüber Bericht erstattet und dann ist die Sache vorüber. Meinungsverschiedenheiten über die Richtigkeit einer getroffenen Entscheidung unterbleiben - die Partei befiehlt, der politische Soldat gehorcht. Er vertritt die Parteilinie nach außen, ohne, durch mögliche abweichende persönliche Ansichten, andere Kameraden oder gar die Öffentlichkeit zu verunsichern.
Bevor eine Entscheidung getroffen wird, kann der Führungskamerad die Meinung anderer Kameraden einholen, die nach Wissen oder Dienststellung womöglich Sinnvolles dazu beitragen können. Danach entscheidet er - er redet aber nicht vorher gegenüber allen möglichen Kameraden über Möglichkeiten, Gefahren, Chancen einer Entscheidung, um nachher womöglich nichts oder etwas ganz anderes zu tun!

Der politische Soldat, der Vorschläge, Ideen und Anregungen oder auch Probleme und Zweifel hat, wendet sich an einen Vorgesetzten, trägt diesem alles vor, akzeptiert dann dessen Entscheidung und verhält sich entsprechend. Er wendet sich aber nicht an seine Kameraden, um diese zu beinflussen oder gar zu verunsichern. Der politische Soldat schließlich klatscht nicht über Kameraden oder Vorgesetzte - sind ihm konkrete Tatsachen bekannt, die ihm parteischädigend erscheinen, so meldet er dies der zuständigen Parteidienststelle und akzeptiert deren Entscheidung.
Dies alles dient dazu, der Parteiführung ein unerschütterliches gefestigtes und einheitliches revolutionäres Schwert zur Verfügung zu stellen, mit dem das System besiegt und die Neue Ordnung erkämpft werden kann - Partei und SA unterdrücken nicht die Persönlichkeit des Kämpfers, aber sie verlangen von ihm die vollständige Überwindung bürgerlicher Schwächen und liberalistischer Gewohnheiten. Dazu gehört jedoch ganz sicher, nicht an letzter Stelle, die Pflicht zur Verschwiegenheit!







SEI TAPFER !

Tapferkeit ist der Wille zur Selbstüberwindung!

Die zehn Gebote des politischen Soldaten dienen dazu, dem nationalsozialistischen Kämpfer dabei zu helfen, die ihm gemäße Lebenshaltung und Lebenseinstellung zu finden und die Überreste bürgerlichen Denkens und Fühlens gänzlich zu überwinden:
Wir alle sind ja in diesem bürgerlichen, liberalkapitalistischen System aufgewachsen und von der uns umgebenden Dekadenz beeinflußt. Wir alle haben ursprünglich gelernt, daß nur Lebensstandard, Bequemlichkeit und Wohlleben erstrebenswert, daß das eigene Ich das Wichtigste überhaupt und das bürgerliche Verständnis von Geschichte, Staats- und Lebensordnung das Natürliche sei!
Wir alle aber haben auch das Unnatürliche, Verderbliche, Korrupte und Böse an diesem System zunächst instinktiv empfunden und dann, dank der nationalsozialistischen Welt- und Lebensanschauung auch geistig erkannt und zu überwinden begonnen. Der kämpferische, soldatische Mann in unseren Reihen hat zudem erkannt, daß er gegen dieses System ankämpfen muß, wenn er nicht wider seine Natur leben soll und damit zutiefst unglücklich würde.

Dieser Kampf bedarf einer organisatorischen Form - das ist die SA als kämpferische Untergliederung der NSDAP -; er bedarf seiner geistigen Basis - die sichert die nationalsozialistische Idee -; und er bedarf einer beiden gemäßen Lebenshaltung - die wird deutlich in den 10 Geboten des politischen Soldaten!
Doch da wir nicht nur Hitlers Enkel, sondern leider auch Söhne das Systems sind, müssen wir uns nicht nur bewußt zum nationalsozialistischen Volksstaat der Vergangenheit und zur NSDAP bekennen, sondern ebenso bewußt das herrschende System und seine Wertmaßstäbe in uns überwinden! Solange wir das System nicht in uns selber geschlagen, überwunden und vernichtet haben, wird uns das auch machtpolitisch nicht gelingen!

Unser Ekel und Abscheu vor der bürgerlichen Welt macht uns diese Überwindung anfangs leicht - im Kreis unserer Kameraden, im Kampfeinsatz, auf Veranstaltungen und bei Kameradschaftsabenden mögen wir zuweilen glauben, schon gänzlich Kämpfer der neuen Zeit geworden zu sein. Aber darauf kommen auch wieder härtere Zelten und schlimme Erlebnisse:
Krisen innerhalb der Bewegung, Enttäuschung über Kameraden und die völlige Zerstörung der bürgerlichen Lebensgrundlagen - Familienbindungen, Freundeskreise, Arbeitsplatz, Wohnung. Und dann kommen Festnahmen, Prozesse und schließlich die Gesinnungshaft. Erst wenn das System gegen den erkannten politischen Soldaten wirklich vorgeht und jene bürgerlichen Lebensbedingungen zerstört, auf die er ja vorher schon freiwillig zu vernichten bereit war, dann begrelft er wirklich, was die Partei von ihm verlangen mußte und was dieser Verlust für ihn bedeutet. Dann können auch Stunden der Trauer, der Sehnsucht nach Ruhe und "Normalität", gar von Zweifel, Reue und Verzweiflung kommen. Und so mancher unserer Kameraden ist dann, trotz aller Begeisterung, daran zerbrochen.

All das ist nur allzu menschlich und verständlich. Die Helden von Geburt an sind selten. Die meisten unterliegen dann und wann bürgerlichen Anwandlungen und Sehnsüchten - sei es, daß die äußeren Belastungen sich der persönlichen Leistungs- und Leidensgrenzen nähern, sei es, daß eine Freundschaft, Leidenschaft oder Liebe die überwältigende Sehnsucht nach einem vermeindlich normalen Leben übergroß werden läßt.
Der politische Soldat muß solche Versuchungen überwinden; er muß in sich selber den Bourgeois, den Spießbürger, immer wieder und schließlich einmal endgültig, überwinden. Diesen Willen zur Selbstüberwindung nennen wir Tapferkeit. Ohne sie wird ein politischer Soldat seinen Kampf nicht lange durchhalten können. Diesen Willen darf er nie verlieren, er macht ihn unbesiegbar!







SEI STOLZ !

Die SA ist und bleibt Deutschlands Schicksal!

Dieses stolze Wort des Stabschefs Röhm hat heute mehr dem je seine Berechtigung. Niemand anders, als der politische Soldat im braunen Hemd, kann die strahlende Wiedergeburt der nationalsozialistischen Bewegung, einen neuen nationalsozialistischen Volksstaat und damit die Verwirklichung einer wahren Volksgemeinschaft erkämpfen - sicher nicht allein, sondern im Zusammenwirken mit dem, in der NSDAP zusammengeschlossenen, revolutionären deutschen Arbeitertum und unter Führung der politischen Leiter der Partei. Aber ohne die neue SA wäre das alles nicht möglich, was wir in der neuen Generation von Nationalsozialisten erreicht haben und in der Zukunft noch zu erreichen hoffen. Darum ist die Braunhemden-Armee zu Recht die stolzeste Truppe der nationalsozialistischen Bewegung, Rückgrat, Schwertarm und kämpferische Eilte der Partei!
Deshalb kann in der nationalsozialistischen Bewegung auch niemand zum Führer oder Unterführer heranwachsen, der nicht selber der Braunhemden-Armee angehörte oder noch angehört: Wie der politische Soldat die schärfere und kämpferische Ausprägung das Arbeiters darstellt, so ist auch auf allen Ebenen der Führer nichts anderes, als eine schärfere, härtere Ausprägung des politischen Soldaten - die Auslese jener Kämpfer, die Führungseigenschaften besitzen!

Stolz und selbstbewußt aber soll und darf nicht nur die Truppe insgesamt sein - stolz und selbstbewußt das soll auch jeder einzelne politische Soldat sein, der in der Tradition der SA steht und entsprechend ihrem Geist lebt und kämpft! Damit gehört er zu jener in der Geschichte einmaligen Truppe, die es dem Nationalsozialismus einst ermöglichte, die verrottete bürgerliche Welt im Sturmlauf zu überwinden, bis sie an den Fehlentwicklichungen Jahres 1934 schicksalhaft scheiterte. Er gehört damit aber auch wiederum zu der Truppe, die seit 1977 gegen eine Welt von Feinden - mit allerkleinsten Anfängen beginnend - eine neue und einsatzfählge nationalsozialistische Bewegung aufbaute, erkämpfte und gegen Terror und Verfolgung bisher zusammenhielt!

Stolz und Selbstbewußtsein - das bedeutet nicht arrogante Überheblichkeit, weder der SA über die Partei, noch des einzelnen politischen Soldaten gegenüber seinen, an anderen politischen und sozialen Frontabschnitten stehenden, Parteigenossen. Wer Tradition und Geist der SA wirklich verstanden hat und danach lebt, wird es dazu nicht kommen lassen und solche parteischädlichen Neigungen konsequent unterdrücken.
Aber stolz sein - ja, das können und sollen sie sogar! Sie sind tausendmal mehr wert, als die Millionenmassen stumpfer Massenmenschen und Spießbürger. Sie sind Deutschlands Zukunft, seine letzte Hoffnung!

SA-Mann - sei stotz! Laß dich nicht beeindrucken vom Geschwafel bürgerlicher Kommentatoren, von der kompromißlerischen Anpassung halb- und scheinnationaler "Bedenkenträger" und Reaktionäre, vom Toben der AntiFa und vom Wüten der Hetze, Verfolgung und Unterdrückung des bürgerlichen Staates. Du bist ihnen allen überlegen! Überlegen durch deine nationalsozialistische überzeugung und überlegen durch Deine heroische Lebenshaltung! Du bist die kämpferische Elite der deutschen Nation!
Du bist der "unbekannte SA-Mann", der Ordensritter der nationalsozialistischen Revolution, der Schöpfer des Dritten und - wie wir mit aller Kraft und Leidenschaft glauben, hoffen und wollen - dereinst auch des Vierten Reiches!







SEI ERBARMUNGSLOS !

Hart im Kampf und hart im Sieg - so vollenden wir die nationalsozialistische Revolution!

Der politische Soldat muß hart sein: Hart gegen sich selbst, denn sein Kampf ist ein Opfergang, den nur der erfolgreich durchhalten kann, der in sich alle Schwächen, bürgerlichen Bedenken, Ängste und Unklarheiten überwunden hat. Der Kampf in unseren Reihen ist ein Ausleseprozeß, in dem nur jene bestehen, die wirklich soldatische Menschen sind und eine heroische Lebenshaltung verwirklichen; diese bilden dann jene kämpferische Elite der Nation, die wahrhaft zum Träger das neuen Reiches vorherbestimmt ist!
An der Spitze UNSERES Staates werden keine Bonzen stehen, die ihn als Futterkrippe mißbrauchen wollen, sondern soldatische Führer, die in ihrer Kampfzeit Selbstlosigkeit, Standhaftigkeit und Härte gelernt haben. Und diesen nationalsozialistischen Staat werden, nach innen und nach Außen, keine gedankenlosen, beamtenhaften Mietlinge und keine seelenlosen Karrieristen schützen, sondern unsere idealistischen Kämpfer im braunen Hemd - Menschen, die alles haben opfern müssen, die durch die Verfolgungen und die Gefängnisse der Demokraten gegangen sind, die dabei hart wurden mit sich selbst und von denen deshalb ein Mißbrauch ihrer Macht nicht zu befürchten ist!

Hart sein aber muß der politische Soldat auch gegen die Feinde der deutschen Volksgemeinschaft und die Feinde der Partei: Niemals wieder darf eine nationalsozialistische Revolution in Halbheiten und bürgerlichen Kompromissen stecken bleiben! Wie alle Untergliederungen der Partei hat auch die SA zugleich einen Kampf- und einen Erziehungsauftrag: Auf allen Ebenen des Lebens einer Volksgemeinschaft erzieht die Partei die deutschen Menschen zu wirklichen Volksgenossen und gewinnt auf diese Weise die Mitarbeit und Unterstützung aller Gutgesinnten, so tut es die SA mit den kämpferischen Menschen unseres Volkes. Sie erzieht die Volksgenossen durch das gelebte Beispiel des SA-Geistes. Dabei soll geworben und überzeugt werden - erzwungene Zustimmung ist der erste Schritt zur Heuchelei, aus der nur zu schnell innere Ablehnung, immer aber menschliche Minderwertigkeit entsteht: Ein erzwungenes Ja kann zum hartnäckigen Nein werden. Nur der wirklich überzeugte Deutsche kam ein echter Volksgenosse sein. Mit Unterdrückung und Terror schafft man keine Volksgemeinschaft - dieses Wissen der Partei um die Grundlage ihres Aufbauwerkes (die freiwillige Gewinnung der Volksmassen für den neuen Staat) verhindert den Mißbrauch der Macht!

Dann aber gibt es andere:
Keine Volksgenossen, die einfach nur schwanken, Taten statt Worte sehen wollen, noch in alten Vorstellungen verhaftet oder durch gegnerische Propaganda verblendet und verhetzt sind - nein, reaktionäre Volksfeinde, die bewußt und absichtlich schaden und sabotieren wollen, die sich einnisten, um zu verraten, die ihre alten Privilegien behalten oder zurückgewinnen wollen!
Die Reaktion hat viele Gesichter - das des offenen Widerstandes, getragen von Idealisten der Gegenseite, ist ihr Sympathischstes. Doch diese Form des Kampfes gegen uns wird in den Jahren unseres Ringens, wie die Erfahrungen der ersten Kampfzeit lehren, mehr und mehr zurückgedrängt und die Kämpfer der Gegenseite werden von uns mehr und mehr überzeugt und für die richtige Seite gewonnen werden können.

Was dann noch bleibt, ist der vorderbte Kern der Reaktion, sind die Anstifter und Drahtzieher, die direkten Nutznießer des alten Systems. Hart sein müssen unsere politischen Soldaten gerade gegen sie, dürfen ihnen niemals mehr trauen:
Gegenüber den Bonzen und ihren bürgerlichen Kreaturen zählt nur der erbarmungslose Kampf und Sieg, ihre restlose Ausschaltung aus dem deutschen Volksleben. Eine Harzburger Front und ein Tag von Potsdam darf und wird sich sowenig wiederholen, wie ein 30. Juni 1934 und ein 20. Juli 1944: Mit den Mächten und Kräften des Gestern gibt es kein Paktieren und keine Kompromisse mehr: Das Bürgertum gehört auf den Misthaufen der Geschichte. Nur der Staat der Arbeiter, Soldaten und Führer - unser nationalsozialistischer Volksstaat - verwirklicht die nationalsozialistische Revolution. In diesem darf es keine Bonzen, Bürger und Parasiten mehr geben. Sie gehören nicht zur Volksgemeinschaft, aus der sie sich durch ihr geschichtliches Versagen, ihrem Verrat am Volk, ihrem stumpfsinnigen Materialismus und ihrem heuchlerischen Egoismus selbst ausgeschlossen haben!
Gegenüber diesen Drahtziehern der Reaktion und ihren bürgerlichen Hampelmännern gilt das letzte und abschließende Gebot für den politischen Soldaten: Sei erbarmungslos - dann sicherst Du die Vollendung der Revolution und ihren endgültigen Sieg!







DIE SA IM KOMMENDEN NATIONALSOZIALISTISCHEN VOLKSSTAAT !

Der Nationalsozialismus definiert den Menschen als selbstverantwortliches Naturwesen mit der biologischen Anlage zur Kulturschöpfung und gibt damit wohl erstmals in der Menschheitsgeschichte jenseits aller Glaubenssätze und Ideologien ein wahrheitsgetreues, der Lebenswirklichkeit entsprechendes Bild vom Menschen. Das ist der eigentliche Kern der nationalsozialistischen Weltanschauung: Das Denken in biologischen Zusammenhängen und damit der Vorrang natürlicher Erkenntnis vor ideologischen Wunschvorstellungen. Was aber bedeutet diese Definition nun konkret für den, von uns angestrebten, nationalsozialistischen Staat:
Die erste Erkenntnis ist die, daß der Mensch ein Naturwesen ist, wie alle anderen Lebewesen im Universum auch, den Naturgesetzen unterworfen. Das klingt wie eine banale Selbstverständlichkeit, aber doch wird diese Erkenntnis von praktisch ALLEN anderen Ideen und geistigen System, Ideologien und Glaubensvorstellungen geleugnet oder ignoriert. Wo der Mensch, als biologische Gattung, jedoch fortfährt, die Naturgesetze als seine biologischen Lebensgrundlagen zu ignorieren oder gar ständig dagegen zu verstoßen, führt dies zu seiner Selbstvernichtung. Die heutige Umweltzerstörung und damit das Aussterben zahlreicher Tier- und Pflanzenarten infolge das Eingriffes der Menschen in die Natur ist dafür ein überdeutliches Warnzeichen.
Das aber führt uns zu der zweiten Erkenntnis: Anders als alle anderen uns bekannten Lebensformen unterliegt der Mensch nicht allein seinen natürlichen Instinkten, die ihn zur Anpassung an die Naturgesetze und die von ihnen bestimmte Lebenswirklichkeit zwingen.

Der Mensch ist selbstverantwortlich! Er hat die (scheinbare) Freiheit, auch gegen die Natur zu leben, sie sich "untertan" zu machen, sie zu vergewaltigen und auszubeuten, sich selber als "Herrn der Schöpfung" mißverstehen und damit sein eigenes Überleben als biologische Gattung zu gefährden. Genau dies hat er in langen Epochen seiner Geschichte getan - mit ständig steigender Energie und unbewußter Zerstörungs- und Selbstzerstörungswut. Er kann jedoch auch - und das fordert der Nationalsozialismus von ihm - freiwillig im Einklang mit der Natur und ihren Gesetzen leben und damit seine Art erhalten und höherentwickeln.
Das nämlich ist das grundlegende Gesetz der Natur - Arterhaltung und Artentfaltung. Beim Menschen ist freilich letztere nicht allein durch Hochzucht von biologischer Natur, sondern äußert sich vor allem im Prozeß der Kulturschöpfung:
So wie andere körperliche Organe - zum Laufen, Kämpfen, zur Tarnung usw. - bei anderen Lebensformen dem Überleben der Art dienen, so dient dem Menschen sein Gehirn und damit seine Intelligenz und Selbstverantwortlichkeit als biologisches überlebenswerkzeug, da er körperlich ja eher zu den schwachen Lebewesen gehört und sonst kaum über körperliche Organe verfügt, die ihn im Überlebenskampf seinen Feinden überlegen oder auch nur gleichwertig machen könnten. Die Anlage des Menschen, sich als Gemeinschaftswesen zu größeren Verbänden zusammenzuschließen und eine Kultur aufzubauen, ist also auch kein übernatürliches Geschenk sondern eine zweckentsprechende biologische Eigenschaft, die das Überleben des Menschen als Gattung ermöglichen soll. Der nationalsozialistische Staat nun stellt sich die Aufgabe, dafür zu sorgen, daß diese biologische Anlage des Menschen zur Kulturschöpfung tatsächlich auch so angewandt wird, wie es ihrer Zweckbestimmung entspricht.

Das Überleben der eigenen Art - das ist der Sinn des Staates.

Doch wie gezeigt ist, neben der Arterhaltung, auch die Artentfaltung (Höherentwicklung) als Lebensmöglichkelt im Menschen verankert - und zwar eben nicht nur biologisch im Sinne der Hochzucht, sondern vor allem auch als kulturelle Weiter- und Höherentwicklung. Nicht alle menschlichen Rassen und Völker sind diesen Weg gegangen: Bis heute verharren manche in einer steinzeitlichen Lebensform, andere sind nur durch Anstöße von außen - durchaus gegen ihren Willen und womöglich gegen ihr Lebensglück - dazu gezwungen worden. Der weiße Mensch jedoch - die arische Rasse, wie wir sagen - ist den Weg zur Kulturschöpfung von Anfang an und zunehmend stürmisch weiter gegangen; er entspricht offensichtlich zutiefst ihrem Wesen und ihrer Seele.
Darum nimmt der nationalsozialistische Staat auch die kulturelle Entwicklung unter seinen Schutz. Damit vermeidet er im Spannungsfeld zwischen Natur und Kultur die beiden möglichen Extremhaltungen:
Weder will er, unter dem Schlachtruf "Zurück zur Natur", die Auflösung der kulturellen Ordnung und die Rückkehr zu steinzeitlichen Lebensformen, so "naturgemäß" diese auf ihre Art auch sein mögen, noch versucht er, nach dem Leitsatz "Macht Euch die Erde untertan", sich gegen die Natur zu stemmen und ihr, entgegen ihrer Gesetze, seinen Willen aufzuzwingen! Der nationalsozialistische Staat organisiert den Menschen entsprechend einer Natur - oben als selbstverständliches Naturwesen mit der biologischen Anlage zur Kulturschöpfung.
Dabei bleibt der Mensch stets - ob als Naturwesen oder als Kulturwesen - in erster Linie und vor allem Gemeinschaftswesen: Arterhaltung und Artentfaltung sind sicherlich Aufgaben des Einzelmenschen, insofern jede menschliche Gemeinschaft nur durch ihre einzelnen Glieder wirken kann, ihren Sinn aber finden beide nur vor dem Hintergrund der Gemeinschaft von Menschen, die den Einzelnen überlebt und seinem Leben Wert und Sinn gibt.

Wir unterscheiden dabei zwischen den natürlichen Gemeinschaften Familie, Sippe (Stamm), Volk und Rasse und den kulturellen Gemeinschaften Männerbund, Staat, Nation und Reich. Natürlich kann und darf man den Menschen nicht so schematisch aufteilen, denn er ist ja nicht entweder Natur- ODER Kulturmensch, sondern er ist stets beides, wenn auch - entsprechend seiner Artung - in unterschiedlichem Maße: So etwa ist die Frau in erster Linie Naturmensch und damit Seele der natürlichen Gemeinschaften und der Mann eher Kulturmensch und damit Seele der kulturellen Gemeinschaften.
Darum auch ist die kleinste NATÜRLICHE Zelle menschlicher Gemeinschaft die Familie, in deren Mittelpunkt Frau und Kind stehen, die eigentliche Grundlage KULTURELLER Entwicklung aber ist dementsprechend der Männerbund, als Vorbedingung jeder höher entwickelten staatlichen Existenz. Die nationalsozialistische Bewegung ist in gemeinsamer Arbeit von Partei und NS-Frauenschaft Schöpfer der Volksgemeinschaft, zugleich aber auch, in der Lebensform das Männerbundes, Träger des Staates - Ziel von Arbeit und Kampf unserer Gemeinschaft ist darum der nationalsozialistische Volksstaat, in dem erstmals seit der Hochantike Natur und Kultur wieder zu ihrer natürlichen Ergänzung und gegenseitiger Durchdringung gefunden hatten und erneut finden werden - Im Dienst des Überlebens und der Höherentwicklung unserer Menschenart und damit einer neuen tausendjährigen Hochkultur!

Davon träumen wir und dafür kämpfen wir.

In diesen nationalsozialistischen Volksstaat der Zukunft wird die SA - als Lebensform der politischen Soldaten der deutschen Nation - ihren Platz finden. Dieser ergibt sich aus der grundlegenden nationalsozialistischen Fragestellung, die jeder Gliederung von Volk und Partei ihren Platz zuweist:
WAS KANN DIESE GLIEDERUNG, DIESE GEMEINSCHAFT VON MENSCHEN, ZUM ÜBERLEBEN UND ZUR ARTGEMÄSSEN ENTFALTUNG UNSERER KULTUR BEITRAGEN UND WIE MUSS SIE ORGANISIERT SEIN, UM DER BIOLOGISCHEN NATUR IHRER ANGEHÖRIGEN ZU ENTSPRECHEN?
Die Antwort darauf ergibt sich ganz eindeutig aus Tradition und Geist der SA, wie sie in dieser Schrift herausgearbeitet worden ist:
Die SA organisiert in der Kampfzeit die kämpferische Elite der Partei, nach dem Sieg die kämpferische Elite der deutschen Nation - sie ist damit die Lebensform des politischen Soldatentums. In nationalsozialistischen Volksstaat, dessen Träger die Partei, als Lebensform der deutschen Arbeiter, ist, übernimmt die SA als deren kämpferische Sturm-Abteilung den inneren und äußeren Schutz des Staates!

Wie schon in der Kampfzeit organisiert sie sich dabei als Lebensgemeinschaft - als Männerbund von Kämpfern, die sich als politische Soldaten vor allem der Nation verpflichtet fühlen, Ordensritter der nationalsozialistischen Revolution sind! So wird die SA im kommenden nationalsozialistischen Volksstaat, einerseits Kern einer alle waffenfählgen Männer unseres Volkes umfassenden Volksmiliz sein (Volkssturm), andererseits die Kontrolle über den gesamten Apparat der inneren Sicherheit übernehmen und diesen in ihrem Geist umformen (allgemeine SA), sowie schließlich, mit ihren Stabswachen, auch die Revolutionsgarde des nationalsozialistischen Volksstaates stellen und diesen in totaler und grenzenloser Opfer- und Einsatzbereitschaft ihr Leben weihen.

Der nationalsozialistische Volksstaat ist demnach ein SA-Staat, nicht weil die SA ihn beherrscht (das tut die Partei), sondern weil sie ihn mit ihrem Geist durchdringt und letztlich alle Männer unseres Volkes entsprechend zu erziehen sucht.

Damit aber erfüllt sich das stolze Wort des Stabschefs Röhm:

"Die SA ist und bleibt Deutschlands Schicksal!"